Gewohnheitseffekte

Wir hatten uns gerade an einen gewissen Rhythmus gewöhnt, da wird auf einmal wieder alles anders. Seit gut drei Tagen brüllt Piet mehrere Stunden am Tag, ohne, dass wir einen Grund erkennen konnten.

Die letzten drei Tage waren besonders anstrengend, weil wir überhaupt nicht helfen konnten, kein Hunger, kein Durst, keine Blähungen, soweit eigentlich alles in Ordnung. Warum brüllt er dann wie am Spieß? Die Nächte waren wieder deutlich kürzer geworden, wir hatten uns ja gerade auf drei bis vier Stunden hochgearbeitet, das ist jetzt alles wieder Schnee von gestern. Dies machte die Situation nicht besser, wieder waren meine Frau und ich extrem gereizt.

Wir kompensieren das mit ein wenig mehr Sport, möglichst nicht zu Hause. Dies ist aber auch schwierig, denn Piet lässt dem, der daheim bleibt, keine ruhige Minute. Während meine Frau den Piet ständig auf dem Arm hat, bevorzuge ich das „normale“ Brüllen einfach auszuhalten und ihn nur hochzuheben, wenn es ganz schlimm wird.
Selbst diese kleinen Unterschiede im Umgang mit dem Kind sorgen für Unmut:

„Jetzt lass den doch mal liegen“ sage ich.
„Jetzt nimm ihn doch mal auf den Arm“
sagt meine Frau.

Das kann ja noch lustig werden, so die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. 🙂 Weiterlesen