Was ist eigentlich typisch männlich?

Letzte Nacht hat Piet um zwei Uhr morgens Essen wollen, dies hat bis 03:15 Uhr gedauert, danach konnte ich nicht mehr einschlafen, also macht man sich Gedanken. Früher ging es in solchen Situationen hauptsächlich um die Arbeit, heute um das Kind. Nein, ehrlich gesagt, eigentlich nicht.

Ich dachte über meinen Artikel, die Verunsicherung der “modernen Männer” und “neuen Väter”, nach.

Was ist eigentlich typisch männlich? Die Steinzeit-Theorie ist ja mittlerweile jedem bekannt, was bringe ich denn so an archaischen Talenten mit, mir fiel tatsächlich so einiges ein:

  • Ich kann mit Pfeil und Bogen halbwegs umgehen, den Bogen habe ich sogar selbst gebaut
  • Einen 900 Gramm schweren Speer werfe ich deutlich weiter als 30 Meter
  • Mir sind 157 Techniken bekannt, einen anderen Menschen mit bloßen Händen zu töten, oder diesem erhebliche Schmerzen zuzufügen
  • In meiner Jugend habe ich mal Reiten gelernt
  • Ich kann essbare Pilze sammeln
  • Mein Patenonkel hat mir als Kind Angeln beigebracht, verlernt man das eigentlich?
  • Ich kann mit einem Schwert kämpfen
  • Meine Omi hat mir noch persönlich gezeigt, wie man Hühner, Wildvögel, Gänse und Maulwürfe tötet, und zwar mit dem, was gerade greifbar ist: Einem Spaten, einer Schüssel, oder eben die eigenen Hände.
    Da war ich übrigens drei Jahre alt, so etwas vergisst man nie.
  • Norden finde ich auch ohne Karte und Kompass
  • Ich kann mit einer Axt einen Baum fällen, zumindest habe ich es schon mal gemacht
  • Die Pflanzen und Tiere meiner Umgebung kann ich ganz gut bestimmen

 

Leider sind diese Fähigkeiten in der heutigen Zeit extrem sinnlos, es sei denn, man ist “Bear Grylls”. Der kann das obendrein alles noch viel besser und vermutlich noch viel mehr davon.

Also auf diesem Weg komme ich zu keiner Lösung. Weiterlesen

Die Verunsicherung der “modernen Männer” und “neuen Väter”

In den letzten Wochen habe ich viel im Internet gelesen. Der moderne Mann und insbesondere die “neuen Väter” sind in allen Medien ein beliebtes Thema. In den letzten Jahren wird vermehrt darüber berichtet, was an sich ja nichts schlechtes ist. Zu den “neuen Vätern” gehören natürlich auch die Vollzeitväter, also auch ich.

Es ist zum Teil sehr irritierend, was man so lesen muss, oder lesen darf. Eine These hat mich besonders angesprochen, die der verunsicherten Männer.

“[… ]Die Männer sind verunsichert. Was ist denn nun typisch Mann? […] Schwierig ist es für Männer, sich in die neue Rolle des Hausmanns und modernen Vaters hineinzufinden. Da die Frau sich nun verstärkt auf die Karriere konzentriert, kann es schon einmal vorkommen, dass der Vater zu Hause die Kinder hüten muss – was eigentlich gegen sein Rollenverständnis spricht. Nur 3 Prozent der Väter gehen in Elternzeit, obwohl dies gesetzlich möglich ist. Wer will schon vor seinen Kollegen als „Weichei“ dastehen?” aus: Die Emanzipation, Fluch oder Segen?

Tja, oje. Da kommen mir reichlich Selbstzweifel in den Sinn: Weiterlesen