Tief gekühlte Kuscheltiere

Nein, es folgt nun keine Rezension zu einem noch unbekanntem Buch von Ken Follett, sondern schlicht ein Statusbericht in Sachen „Ess-Technik“.

Der Sohn hatte vor einigen Tagen begonnen, vehement darauf zu bestehen, dass er nicht mehr mit dem Löffel gefüttert werden möchte. Die Alternative „Hand“ war bereits seit längerer Zeit bei fester Kost in Erprobung, daher versuchten wir unseren Sohn alleine mit dem Löffel zu lassen. Stets getreu dem Motto: „Lass es mich selbst tun“.

O.K., das ging noch in die Hose, oder besser gesagt auf die Hose, und auf das T-Shirt, den Stuhl, den Boden, die Katze, den Papa, den Tisch u.s.w.. Die gesamte Auflistung würde die Länge des Artikels vermutlich sprengen.

Die Lösung: Löffelkost wurde vorerst abgeschafft und Nahrung in festem Aggregatzustand kam auf den Tisch. Dazu gab es dann, zu großer Begeisterung unseres Sohnes, eine Gabel. Das funktionierte schon erheblich besser, als mit dem Löffel. Hier die Statistik:

  • 5% der Versuche endeten ohne Umwege und wie vorgesehen erfolgreich im Mund
  • 45% der Versuche endeten auf dem halben Weg und wurden dann erfolgreich mit den Hand beendet
  • 50%: „fail“

Für den Anfang nicht schlecht. Das Essen mit der Gabel setzte sich in Europa erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wirklich durch, vorher galt diese als unsittliches Teufelswerkzeug, auch wenn einige Adlige bei Hofe dieser Mode bereits früher nachgingen. Die Asiaten verwenden Stäbchen übrigens ebenfalls seit dem 16. Jahrhundert, allerdings vor Christus.

Dazu ist es heiß, vermutlich hat das mittlerweile jeder bemerkt. Im Kinder-Zimmer waren es 32 c°, die Nächte für uns entsprechend kurz, denn er hat sehr schlecht geschlafen. Acht Mal in der Nacht aufstehen ist kein Spaß, auch nach 16 Monaten nicht.

Mein Tageskind ist übrigens auch wieder aus dem Urlaub zurück, so lecker braun gebrannt, dass unser Kind daneben aussieht wie eine Kalkleiste, dabei bin ich mit dem auch immer draußen.

Damit das Kind überhaupt irgendwie pennen konnte, haben wir ihn bis auf die Windel ausgezogen und so in sein Bett gepackt. Meine Frau hatte dann eine geniale Idee. Er schläft gerne mit einem Teddybären oder seinem Tiger mit dem Namen „Nimmmikmit“. Der stammt aus dem Berliner Zoo. Die Kuscheltiere haben wir einfach tiefgekühlt, steif(f) waren die ja schon vorher.

Das hat super funktioniert und tötet nebenbei die Milben ab.

 

HINWEIS: Die Seite Vollzeitvater.de zieht auf einen neuen Server bei Strato um, es könnte sein, dass die Webseite daher für einige Stunden nicht erreichbar ist. Bis der Umzug vollendet ist, werde ich keine weiteren Artikel veröffentlichen, schreibe aber im Hintergrund fleißig weiter, die Artikel gehen dann nachträglich online.

Nachtrag:

Hat natürlich etwas länger gedauert, ich bitte um Entschuldigung. Das von mir bei Strato gebuchte Web-Paket unterstützte keine SQL-Datenbank-Systeme, diese braucht man aber für ein WordPress-Blog, das hatte ich schlicht übersehen und mich ausgiebig gewundert, warum die Seite nach dem Umzug nicht mehr lief. Mit Unterstützung von dritter Seite war das Problem dann schnell gelöst und nun kann ich wieder fleißig schreiben. Da das Blog ja nun ein wenig Nachholbedarf hat, werde ich versuchen, die nächsten Artikel etwas zügiger zu veröffentlichen. Material habe ich genug.

„Welche Wahrheit?“

Manchmal kommt man sich richtig dumm vor. Heute Nachmittag war Piet gegen 16:00 Uhr sehr, sehr nörgelig. Für das Abendessen war es aber eigentlich noch viel zu früh. Die ihm von uns angebotene Flasche wollte er partout nicht trinken. Wir hielten ihn daher abwechselnd auf dem Schoß, um ihn zu beruhigen. Meine Frau und ich aßen auf diese Weise unser spätes Mittagessen, eine chinesische Gemüsesuppe. Plötzlich ließ sich Piet nach vorne fallen und ergriff den Edelstahl-Esslöffel meiner Frau. Als ich Piet wieder aufrecht hinsetzte, steckte er sich die Löffel formvollendet und richtig herum komplett in den Mund.

Uns kamen spontan einige Fragen in den Sinn: Weiterlesen