…nur meine liebe Laterne nicht.

St. Martin ist vorbei. Der Zug am Kindergarten war etwas spartanisch, aber wir haben von Freunden gehört, dass es noch einfachere in Mönchengladbach gegeben hat. Da drängt sich ein wenig die Frage auf, ob ca. 140 Martinszüge in einer Stadt wirklich Sinn machen. Aber gut, unser Kind hatte seine helle Freude. St. Martin, in unserem Fall St. Martina, war wirklich nett und hatte auch ein tolles Pferd dabei. Mehr braucht es eigentlich auch nicht. 😉

Als unser Kind, kurz bevor es los ging, weinend zu uns kam, weil seine Laterne nicht mehr funktionierte, staunten die umstehenden Eltern nicht schlecht. Die Ursache für die Panne war schnell geklärt, unser Sohn hatte den Stab demontiert und dabei eine Batterie verbummelt. Wir zogen daher, ganz selbstverständlich, die Ersatzbatterien aus der Tasche.

„Ihr habt Ersatzbatterien dabei? Der Zug dauert doch nur 30 Minuten?“
„Klar, wir kennen doch unser Kind.“

Wir hatten selbstverständlich auch noch Ersatzstab und Ersatzlaterne dabei. An diesem Abend sind wir nicht mehr von Haus zu Haus gezogen, es war für den Mops einfach schon zu spät. Das holten wir dann am Freitag Abend nach. Eigentlich waren wir zu einer Garagenparty geladen, mit Glühwein und so, die ein Nachbar ausrichtete. Weiterlesen

Materne! Materne!

St. Martin: Jeder, der Kinder hat, ist diese Tage schwer beschäftigt:  Zeug zum Gribschen besorgen, Laternen basteln, Batterien kaufen, warme Klamotten raussuchen und Liedtexte auswendig lernen.

Freunde hatten uns zu „Ihrem“  Martinszug eingeladen und da es von unserem neuen Haus nicht so weit ist, haben wir die Gelegenheit wahrgenommen. Ich hatte den ganzen Tag Grünzeug geschleppt und war schon recht fertig, unser Sohn war anstrengend schwimmen und auch nicht mehr gut drauf. Im Auto pennte er promt ein und schlief tief und fest, als wir am Sammelplatz ankamen. Wir mussten ihn wecken.

Für Piet muss das Folgende der blanke Horror gewesen sein: Er wachte auf, es war plötzlich dunkel, überall war Lärm, Blaulicht, viele Menschen mit Lichtern und überall Geschrei.

Unser Sohn brüllte plötzlich wie am Spieß, ihm war das alles zu viel. Wir hatten bereits beschlossen die Sache abzubrechen, als er sich dann doch noch beruhigte. Er schwang im Buggy sitzend munter seine Laterne und sang so gut es ging mit: „Materne! Materne!“ Nebenbei verputze er einen ganzen Weckmann.

Das Martinsfeuer mit Mantelteilung in Knickelsdorf bei Willich-Schiefbahn

Das Martinsfeuer mit Mantelteilung in Knickelsdorf bei Willich-Schiefbahn

Wir gingen erstaunlich lange, teilweise auch im Regen, bis wir am Feuer ankamen. Es war das größte Martinsfeuer, das ich je gesehen habe. Die Mantelteilung war allerdings schneller vorbei, als ich gucken konnte. Vermutlich wollte man nicht ausgiebig darauf hinweisen, dass St. Martin durch die Mantelteilung mit dem Sozialschmarotzer die römische Textilindustrie nachhaltig schädigte, was bekannterweise zum Niedergang des römischen Reiches führte. 😉