Gewichtheben beim CrossFit

In letzter Zeit fallen mit immer wieder Leute im Fitness-Studio auf, die sich am klassischen Gewichtheben versuchen. Als ich fragte, wozu sie das machen würden und mit welcher Zielsetzung, hörte ich immer wieder „CrossFit„.

An dem Fitness-System, was aktuell eine Modeerscheinung ist, wie zum Beispiel vor einiger Zeit Zumba oder Tae-Bo, ist zuerst einmal nichts auszusetzten. Das Kraftsportelement, welches aus dem Gewichtheben kommt,  sorgt bei mir allerdings für ein wenig Kopfzerbrechen, zumindest wenn es ohne Anleitung eines Trainers passiert. Damit meine ich jemanden, der Gewichtheben wirklich kann. Gefährlich wird es beim Kraftreissen,  dem Schwungdrücken, dem Ausstoß im Ausfallschritt und dem Standstoßen. Vor allem stört mich, dass diese Übungen auf Zeit gemacht werden, das begünstigt Fehler und Unfälle enrom.

Ich habe echtes Gewichtheben vor ewigen Zeiten gerlernt, als Ergänzung zum Krafttraining, um die Leistungsfähigkeit (Explosionskraft) beim Kugelstoßen zu erhöhen. Ich unterscheide dabei in verschiedene Techniken. Da CrossFit aus den USA kommt,  hier eine kleine Begriffserklärung:

  • Umsetzen = Clean
  • Stoßen = Jerk
  • Kraftdrücken = Military Press oder Overhead Press
    Schwungdrücken und dem Ausstoßen im Ausfallschritt basieren auf dem Kraftdrücken, ermöglichen aber höhere Gewichte, durch eine ausgefeilte Technik
  • Kraft-  und  Standreissen = Snatch

Hier die „langsame“ Variante, mit wenig Schwung,  im Rahmen von CrossFit: Weiterlesen

Sprints

Sobald Kinder laufen können, tun sie es: Sprinten.

Kurze Strecken –  volle Geschwindigkeit, spüren, dass man lebt, der ganze Körper „freut“ sich. In letzter Zeit lese ich mit Vorliebe einen Blog, der sich mit dem „Primal-Life“ beschäftigt. Auf Deutsch nennt man das dann „Paleo-Lebensweise“, wer mehr wissen will, soll selber nachlesen. 😉 Auf jeden Fall machen mir die Seiten Spaß, denn sie regen zum Nachdenken und Nachmachen an.

„Sprinting isn’t just running really, really fast, though. When I say sprinting, I’m simply talking about intense movement at the highest speed you can safely muster. Sprinting can be running, obviously, or it can be on a bike (and in fact, many of the sprinting studies use cycling). It can even be aqua sprinting, or running in a pool. Some people push the prowler, a weight sled loaded with hundreds of pounds, as their sprinting. They aren’t moving very fast, but they’re trying to – and that’s the key. Are you moving at the fastest, safest possible speed, given your physical limitations and the demands of the environment (weights attached to you, grade of the hill you’re ascending, your bum knee, etc.)? If yes – even if that manifests as an exhausting uphill walk – then you are sprinting.“ 

In dem Blog „marksdailyapple.com“ wurden die Leser zuletzt gefragt, wann diese das letzte Mal so richtig gesprintet sind, einfach nur so. Darauf hatte ich schnell eine Antwort, denn ich sprinte seit einigen Wochen wieder jeden Tag, vor allem hinter Kindern her, die sich in gefährliche Situationen bringen.

Kleines Beispiel:  Zuletzt saß ich auf einem großem Spielplatz bei uns in der Nähe mit meinem Tageskind im Sandkasten, mein Sohn war mal wieder auf Achse. Er ging auf die große Rutsche zu, schätzungsweise 3-4 Meter hoch und sehr steil. Die Stufen sind sehr weit auseinander, Kinder unter drei Jahren kommen da eigentlich nicht hoch. Diese Information war falsch. Aus dem Augenwinkel sah ich den Sohn bereits die dritte Stufe erklimmen, die Rutsche war gut 30-40 Meter von mir weg. So schnell und so weit bin ich schon lange nicht mehr gerannt. Vermutlich war das letzte Mal mit unter 20 Jahren im Training für das Kugelstoßen im Leichtathletik-Verein, bei dem wir regelmäßig zur Steigerung der Schnellkraft 30-Meter-Sprints aus der Hocke gemacht haben. Das fiel mir danach plötzlich wieder ein.

 

 

Training wie vor 15 Jahren

Schattenbild

Schattenbild

Ich bemühe mich ja, nach wie vor, zumindest einmal in der Woche in ein Fitness-Studio zu gehen. Üblicherweise trainiere ich dann mit einem Freund, mit dem ich schon vor über 15 Jahren zusammen Sport gemacht habe. Damals war das noch echtes Krafttraining, als Ergänzung zum Kugelstoßen, welches ich im Verein bis zu fünfmal die Woche übte, neben dem Kampfsport. Das war also definitiv kein Bodybuilding, was man vorgestern auch noch einmal gut sehen konnte.

Im Fernsehen habe ich durch Zufall die Leichtathletik-WM gesehen und beim Kugelstoßen live verfolgen können, wie David Storl die Goldmeldallie geholt hat. Als ich den so rumlaufen sah, war ich irgendwie beruhigt. Auch heute noch sehen Kugelstoßer nicht aus wie Modells.

Seine Silhouette kommt der meinen doch sehr nahe. 🙂
Einen Unterschied gibt es dann aber doch noch, er ist mit 21,78 Metern Weltmeister geworden, ich habe es nie über 14 Meter gebracht, dies reichte gerade eben so für die Landesmeisterschaften. Sein Trainingskollege ist interessanterweise beinahe so alt wie ich, vielleicht sollte ich doch noch mal damit anfangen. Zumindest das Aussehen habe ich ja noch ;). Weiterlesen