Hausmann – Vater – und?

Es war vor ca. zwei Wochen, da traf mich die Erkenntnis. Ich weiss nicht mehr genau, was der Auslöser gewesen ist, vermutlich irgendeine Kleinigkeit, sonst könnte ich mich erinnern.

BRIGITTE MOM BLOGS
Ich bin nun seit fast drei Jahren Vollzeitvater und lebe als Hausmann und (Tages-)Vater. Der Rollentausch ist schon lange abgeschlossen, ich gehöre damit zu den 2% der Hausmänner, die hauptsächlich ihre Kinder betreuen und wo die Frau das Geld ranbringt.

Es ist offenbar immer noch so ungewöhnlich, dass regelmäßig Journalisten bei mir anfragen, für Recherchen, Bücher und Artikel. Zuletzt ging es um eine Dokumentation für den NDR, wo wir allerdings nicht mitmachen werden. Auch wenn ich einen Blog schreibe, ziehen wir die Grenzen, zu dem was ich hier vom Privatleben preisgebe, gerne selber. Einige „Geschichten“ mit der BILD oder dem EXPRESS sind daher schon geplatzt. War sicher nicht schade drum. 😉

In den ersten Monaten habe ich mich noch regelmäßig geärgert, wenn ich sexistischen Vorurteilen begegnet bin. Egal ob es in der Stillberatung, der Krabbelgruppe, beim Einkaufen oder in meiner Ausbildung zur Kindestagespflegeperson gewesen ist. Ich habe mir anfangs auch ernsthafte Sorgen um meine Männlichkeit gemacht, immerhin haben irgendwelche Forscher herausgefunden, dass bei Männern, die Kinder betreuen der Testosteinspiegel sinkt. Vermutlich traf mich die Erkenntnis von vor einigen Tagen daher irgendwie hart und doch war es gleichzeitig eine enorme Erleichterung: Weiterlesen

Passierschein A38, oder wo ist bitte der Babyclub?

Vor einiger Zeit hatte ich ja angekündigt mit unserem Sohn von der Milchbar in eine Krabbelgruppe zu wechseln. Da ich keine verbindliche Gruppe „buchen“ wollte, suchte ich eine offene auf Spendenbasis. In Neuss gab es kein passendes Angebot, zumindest habe ich keines gefunden, daher schaute ich auch in den anderen umliegenden Orten und wurde in Dormagen fündig. Die Caritas veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Haus in Neuss,  den „Babyclub“ für Babys und Kleinkinder von 0-2 Jahren. Der Veranstaltungsort ist zwar 14 km weit weg, der Weg dorthin dafür denkbar einfach. Ich muss allen Ernstes genau einmal links, einmal rechts und ein weiteres Mal links abbiegen und dann bin ich da.

(Im Edith-Stein-Haus mache ich zurzeit auch die Ausbildung zum Tagesvater.)

Heute war dann Premiere. Das Haus war schnell gefunden, die Krabbelgruppe allerdings nicht. Ich kam mir ein wenig vor wie Asterix und Obelix im „Haus, das Verrückte macht“.

Weiterlesen

Hebammen-Tipps

Gestern fand das letzte Mal die „Milchbar“ statt. Die Milchbar ist eine Art Vor-Krabbelgruppe für Kleinkinder bis 6 Monaten, die von der Hebammen-Praxis angeboten wird. Anwesend waren auch immer einige Hebammen, die den teilnehmenden Müttern und mir, mehr oder weniger gute Tipps gegeben haben. Als frische Eltern nimmt mal alle Tipps begierig auf und freut sich für ein Problem eine vermeintliche Lösung gefunden zu haben. Einige Hinweise, Ratschläge und Tipps stellten sich alledings als völliger Nonsens oder als absolut nicht umsetzbar heraus.

Die Top-Drei habe ich mal hier zusammengetragen: Weiterlesen

Sommerpause

Nachdem nun die Milchbar leider eine Sommerpause einlegt, hatte ich mir vorgenommen, eine offene „Krabbelgruppe“ für die Zwischenzeit und die Zeit nach den ersten sechs Lebensmonaten von Piet zu finden. Gar nicht so einfach.

Es begann mit dem Problem, dass ich zu einer Krabbelgruppe, die sich „Mami-Kind-Treff“, oder so ähnlich, nennt, schon einmal aus Prinzip nicht gehen wollte. Das finde ich genauso blöd wie „Mutter-Kind-Parkplätze“ am Supermarkt.

Hinweis: Nach meiner Beschwerde hat REWE die Schilder tatsächlich geändert, das kann natürlich auch Zufall gewesen sein, jetzt steht da „Eltern mit Kind“ mit dem Resultat, dass immer Renter auf den Plätzen stehen, weil man da ja mehr Platz zum Aussteigen hat. Gut, dass ich meistens eh mit dem Fahrrad oder dem Tragesitz einkaufen gehe. 😉

Das nächste Problem war, dass es keine Gruppe in direkter Nähe gab. Gut, zur Milchbar sind es auch sieben Kilometer mit dem Rad, aber die nächste, passende Gruppe fand ich Dormagen, das sind 14 km für eine Strecke. Ich wollte aber eben keine, für zehn Besuche im Voraus zu bezahlende, kostenpflichte Gruppe besuchen. Da ist die Auswahl in Neuss nicht gerade üppig. Weiterlesen