Es ist wieder „Kanöwal“

Unser Kind liebt Karneval und freut sich wochenlang darauf: Kostüme probieren, Schmink-Ideen finden, Haarfarben austesten.

Kanöwal am Rhein.

Hin und und wieder wünschte ich, ich könnte diese Begeisterung teilen.

Kann ich aber nicht. An Karneval würde ich selbst am liebsten nicht vor die Türe gehen, ich konnte es als Kind schon nicht leiden, geschminkt zu werden und mich zwangsweise zu kostümieren. Wenn überhaupt, dann aber nur, wenn es dazu Waffen gab. Das war leider mit meiner Mutter nicht zu machen, also war für mich schon als Kindergartenkind ganz klar: Karneval ist blöd.

Unser Sohn kommt aber überhaupt nicht auf die Idee, sich ein Kostüm auszusuchen, für das er dann auch Waffen bekommt.  Sein größter Wunsch in diesem Jahr: Weiterlesen

Am Rosenmontag im Krankenwagen

Wenn am Rosenmontag Menschen im Krankenwagen fahren, dann meistens, weil diese ein wenig zu tief ins Glas gesehen haben. Für unseren Sohn hatte ich das erst mit frühestens 15 Jahren erwartet, aber fangen wir mal vorne an.

Die Karnevalsparty im Kindergarten war bereits am Donnerstag und Freitag, Rosenmontag und Veilchendienst sollte er geschlossen bleiben. Während bei den Jungen eine größere Diversität vorhanden war, was überwiegend Feuerwehrleute, Polizei und Star-Wars-Figuren bedeutete, waren die Mädchen beinahe ausschließlich als Königin Elsa aufmarschiert.
Unser Kind fiel etwas aus dem Rahmen, er ging als „Elsa-Prinzessinen-Katze“. Ein Kostüm nach eigener Definition.

Am Sonntag fuhren wir dann nach Anrath zum Zug, da wir uns mit Montag und der Wettervorhersage etwas unsicher waren. Der Zug in Anrath war nett und erstaunlich gut besucht, unser Kind hatte sich an diesem Tag für das Kostüm „goldenes Einhorn“ entschieden, ebenfalls nach eigener Bastelarbeit, was es Außenstehenden etwas schwierig machte, das Kostüm auf Anhieb korrekt zu deuten.

Fette Beute an Karneval

Fette Beute an Karneval

Unser Kind machte reichlich Beute, auch ohne meine Hilfe. Für Montag war dann angedacht, dass er drei Stunden bei meiner Schwiegermutter verbringt, ich wollte in dieser Zeit zum Sport und die Oma freute sich, den kleinen Wirbelwind auch mal wieder um sich zu haben.

Als ich ihn nach dem Sport abholen wollte, fand ich nur einen Zettel, mit dem Hinweis, dass ich nach Hause fahren soll. Da war ich etwas irritiert, aber ich war ja zwischendurch nicht erreichbar gewesen, also fuhr ich nach Hause, wo dann aber keiner war.

O.K., JETZT machte ich mir Sorgen. Weiterlesen

Der Tiger läuft im Kreis

Zwei Tiger gegen die Superhelden

Zwei Tiger gegen die Superhelden

Wir sind „in unser Haus“ angekommen. Unser Sohn hat sich ganz hervorragend eingelebt, wir hatten uns wirklich Sorgen gemacht, ob er seine „Spielplatz-Gang“ arg vermissen würde, bisher ist das nicht der Fall.

Er bekommt im Moment aber auch so viel Besuch wie möglich, und dass wir schon seit Monaten auch zum Kinderturnen hier in Mönchengladbach gehen, hat sicherlich auch geholfen.

Der Kleine zeigt seinem Besuch stets persönlich „unser Haus“ und erklärt, welcher Raum zu wem gehört. Wenn kein Besuch da ist, wird aus den Räumen Speisezimmer, Wohnzimmer, Küche und Diele eine Rennstrecke für das inzwischen viel zu kleine Pucky-Wutsch. Dort lassen sich wunderbar Runden drehen. Alternativ läuft dort auch der Tiger brüllend im Kreis, denn sein Karnevalskostüm erfreut sich immer noch großer Beliebtheit.

Seine besten Kumpels waren fast alle als Superhelden unterwegs, Batman war ihm unheimlich, aber nur mit Maske. 😉
Meine Kostüme von früher sieht man irgendwie nicht mehr so häufig, zumindest nicht bei Kindern. Als wir die Fotos von Karneval durchgingen, die unser Sohn als Abschiedgeschenk bekommen hatte, sah ich kein einziges Kind als Cowboy, Indianer oder Zorro.

Ich fand das früher super, denn Cowboys hatten Revolver, Indianer Flitzebogen oder Tomahawk und Zorro immerhin noch einen Degen. Aber ich vermute gegen ein Laserschwert kommen diese Waffen einfach nicht an. 🙂

Nächstes Jahr gehe ich als Wampa, dann wird mir zumindest auf dem Spielplatz sicher nicht kalt.

Karnevalsflüchtling?

Meine Frau und ich sind echte Rheinländer, aber mit Karneval können wir nichts anfangen, wirklich nicht. Mein Großvater war noch Mitglied in einem Verein, den „Blauen Funken Zülpich“,  bis zu mir ist von seiner Begeisterung absolut nichts hängen geblieben. Dies führte dazu, dass wir zu Karneval stets geflüchtet sind. Wir wollen unserem Sohn aber den Karneval nicht vorenthalten und haben daher vor, dieses Jahr tapfer hier bleiben.

Die großen Umzüge werden wir dennoch vermeiden und uns in die Dörfer schlagen. Die Grundschule in Grimlinghausen macht einen Umzug für die Kinder, bei dem die Eltern die Kamelle werfen. Ich werde mir noch irgendwas schweres besorgen, Kaubonbons oder so etwas ähnliches, was sich gut und weit werfen lässt. 😉
Dieser Zug geht an Altweiber, in meinem „Heimatdorf“ wird es wohl am Samstag oder Sonntag stattfinden, den nehmen wir vielleicht auch noch mit.

Ein Problem gibt es aber: Wir haben gar keine Kostüme. Für mich selbst finde ich das nicht weiter schlimm, aber Piet muss natürlich eines bekommen. Freunde von uns sind begabt und basteln stets selber, da hat Piet bei mir aber keine Chance. Also werden wir einen Kostüm kaufen, bloß was und wo?

Der Klassiker für U3-Kinder sind Tiere: Löwen, Tiger, Zebras, Elefanten, den ganzen Zoo rauf und runter. Ich wäre ja eher für Spiderman, Skelleton, Batman oder Indiana Jones. Shops in dieser Richtung gibt es im Internet wie Sand am Meer, es sind in den Suchmaschinen reihenweise Seiten, die Kostüme für Kinder vertreiben. Selbst Spielzeuganbieter wie myToys haben das eine oder andere Kostüm im Programm. Vermutlich wird Piet sich für etwas entscheiden, was ich ganz schlimm finde, Prinzessin, Marienkäfer, Biene oder Frosch womöglich. Das muss ich unbedingt verhindern, ich möchte ein cooles Kostüm für ihn haben. Weiterlesen