Die Sache mit dem „Mädchengeburtstag“

Als wir umzogen und unser Sohn in der neuen Stadt in den Kindergarten kam, kannten wir hier niemanden. Ich dachte noch: Alles kein Problem, über den Kindergarten werden wir sehr schnell neue Kontakte finden. Das war dann doch nicht ganz richtig.

Das ging ja bereits wieder mit unserem „Standard-Problem“ los, auch wenn meine Frau bei wichtigen Erlebnissen im Leben unseres Kindes stets dabei ist, so habe ich logischerweise im Alltag die meiste Präsenz-Zeit mit unserem Kind, mit dem Eintritt in den Kindergarten reduzierte sich das zwar erheblich, aber die Tendenz bleibt dabei erhalten. Bei der Eingewöhnung blieb ich also meist dort, aber es ging genau genommen rekordverdächtig schnell. Unser Sohn hatte da noch nie Schwierigkeiten.

Einhörner, Ponys, Arihörner und Pegasusse

Einhörner, Ponys, Arihörner und Pegasusse

Als Vater unter Müttern ist das so eine Sache, ich habe es hier im Blog schon öfters beschrieben, aber es ist eben etwas komplizierter. Zuerst müssen die anderen Personen (Mütter) realisieren, dass ich Hausmann bin, es steht ja nicht auf der Stirn und dann müssen diese erst langsam verstehen, dass ich weiß, wie man einen Kuchen backt und wo man was am besten Einkaufen kann und welcher Discounter gerade Kinder-Klamotten im Angebot hat. Das dauert. Weiterlesen

It’s getting hot in here.

Der heißeste Tag des bisherigen Jahres. Piet ist schon den ganzen Tag wach und nörgelt, mehr oder weniger leise, vor sich hin. Bei dem Wetter kann ja auch kein Mensch schlafen.

Die Radtour gestern war auch schon wirklich grenzwertig, für mich und für meinen Sohn. Der Chariot Cougar ist war mit Sonnenschutz und Fliegengitter ausgestattet, aber eine Klimaanlage hat er nicht eingebaut. Piet war nach der Tour so fertig, dass er von 20:00 Uhr bis 3:00 Uhr morgens durchgeschlafen hat, nachdem er sich eine 200 ml Flasche weggezogen hatte. Sonst trinkt er höchstens 125 ml auf einmal. Ein doppelter Rekord.

Ich habe gerade die Klimaanlage aus dem Keller hochgeholt und erstmals in Betrieb genommen. Zu diesem Zeitpunkt war es in Piets Zimmer, direkt unter dem Dach, 33 Grad Celsius. Zu bedienen ist die Fakir 1020 auf jeden Fall sehr einfach, dafür ist der Transport echt mühsam. 32 kg, ein stattliches Gewicht, da hätten die Konstrukteure zumindest ein paar vernünftige Griffe dran montieren können. Der Fakir ist ungefähr so griffig wie ein Tresor und ist so groß wie unser Gefrierschrank. Hoffentlich erfüllt er seinen Zweck. In vier Stunden weiß ich mehr.

Mein Vater hat es gestern nicht mehr geschafft, uns zu besuchen, daher kommt er heute vorbei. Von meiner Frau habe ich noch nichts gehört, ich gehe mal davon aus, dass sie erst Morgen wiederkommt.

Gestern Abend habe ich noch die Gunst der Stunde genutzt und einen „Männerfilm“ auf dem Beamer angesehen.
Ein Freund hatte mir „Tunnel Rats“ ausgeliehen, den hatte er wohl aus einer Grabbelkiste für einen Euro.
Mehr ist der Film auch nicht wert. Weiterlesen

Die Verunsicherung der „modernen Männer“ und „neuen Väter“

In den letzten Wochen habe ich viel im Internet gelesen. Der moderne Mann und insbesondere die „neuen Väter“ sind in allen Medien ein beliebtes Thema. In den letzten Jahren wird vermehrt darüber berichtet, was an sich ja nichts schlechtes ist. Zu den „neuen Vätern“ gehören natürlich auch die Vollzeitväter, also auch ich.

Es ist zum Teil sehr irritierend, was man so lesen muss, oder lesen darf. Eine These hat mich besonders angesprochen, die der verunsicherten Männer.

„[… ]Die Männer sind verunsichert. Was ist denn nun typisch Mann? […] Schwierig ist es für Männer, sich in die neue Rolle des Hausmanns und modernen Vaters hineinzufinden. Da die Frau sich nun verstärkt auf die Karriere konzentriert, kann es schon einmal vorkommen, dass der Vater zu Hause die Kinder hüten muss – was eigentlich gegen sein Rollenverständnis spricht. Nur 3 Prozent der Väter gehen in Elternzeit, obwohl dies gesetzlich möglich ist. Wer will schon vor seinen Kollegen als „Weichei“ dastehen?“ aus: Die Emanzipation, Fluch oder Segen?

Tja, oje. Da kommen mir reichlich Selbstzweifel in den Sinn: Weiterlesen