He got the key

Ein Rolltainer mit Schloss

Der Einschulungstermin kommt immer näher, das Kinderzimmer ist von uns schon größtenteils schultauglich umgerüstet worden. Der neue Schreibtisch erfreut sich großer Beliebtheit, mit Ablagen war es aber noch etwas knapp. Wir hatten schon für Bastelkram alte Fahrradkörbe zweckentfremdet, aber das reichte noch nicht aus. Bei weitem nicht.

Unser Kind wünschte sich also ein eigenes Bücherregal, oder einen Rolltainer. Seit Wochen hatte er uns bearbeitet, bei den Kleinanzeigen war aber nichts passendes dabei und neu kaufen vermeiden wir, wenn irgendwie möglich. Meine Frau fuhr dann aber, natürlich an einem Samstag, mit dem Kind alleine zu einem in Deutschland beinahe unbekanntem schwedischem Möbelhaus und steuerte dort zielsicher die Reste-Ecke an. Der Plan sollte eigentlich sein, nichts zu finden und auf diese Weise das Kind vorerst zu vertrösten.

Zumindest hatte man mir den Ausflug so verkauft. 😉 Weiterlesen

„Alle haben ein Hochbett!“

Bei allen Bemühungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ gibt es einige Bereiche, die sich irgendwie unserer Kontrolle entziehen. Viele Menschen sammeln Dinge an, dabei müssen es nicht immer die Klassiker „Filme“, „Musik“ und „Bücher“ sein.

Wir sammeln Betten.

Das war schon so, bevor wir ein Haus bewohnten, wurde aber mit dem Umzug noch schlimmer. Wer viel Platz hat, kann ja auch Gäste beherbergen. Wir könnten auf die Schnelle 7 Schlafplätze vorweisen, Luftmatratzen und Sofa nicht mitgezählt, sondern nur in Betten. Das letzte Upgrade ging auf unser Kind.

In diesem Jahr ist er ein gern gesehener Gast auf Kindergeburtstagen, immer, wenn wir fragten, wie es denn war, kam als Antwort: „Die Sowiso hat ein Hochbett.“

Wir haben das stets ignoriert. Als nun aber auch noch seine beste Freundin ein Hochbett bekam, war es kaum noch auszuhalten. Wir ließen uns breit schlagen. Weiterlesen

Einfach entrümplen

Die Haussanierung geht in die letzte Bauphase, am Montag beginnt der Maler, das Angebot für den Umzug haben wir auch schon erhalten. Wir peilen nun die zweite Märzwoche an, vorher gibt es noch viel zu tun. Jedes Teil, was vorher aussortiert wurde, muss nicht mit umziehen und spart Zeit und Geld.

Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen

Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen

Unseren Erfolg messen wir in „imaginären Umzugskisten“, also wir überlegen uns, wie viele zusätzliche Umzugskisten wir gebraucht hätten, wäre der Kram nicht vorher einer neuen Verwendung zugeführt worden. Dann macht das Aussortieren manchmal sogar Spaß. Zahlreiche Ratgeber helfen einem beim Entrümpeln und schaffen die Motivation es anzupacken.

Wir gehen allerdings immer nach dem gleichen Muster vor, es ist ja schon unser 4. Umzug:

  1. Alte Bücher, DVDs und PC-Spiele an einen Aufkäufer abgeben, bringt nicht viel, spart aber Zeit.
    Ist der Film schon im Fernsehen gelaufen? Brauche ich den wirklich auf einem festen Medium, ist der Film so gut?
  2. Kleiderschränke durchsehen, was habe ich lange nicht mehr angehabt, was passt nicht mehr, brauche ich wirklich 10 Pullover?
    Es ist wirklich erstaunlich, welche Volumen Frauen aus Kleiderschränken an das Tageslicht befördern können. 😉
  3. „Stehrumchen“ entlarven, man braucht nicht 10 Erinnerungsstücke an Tante Erna, ein oder zwei müssen reichen.
    Immer wieder gern genommen: Kistenweise Dias und Fotos von Blumen und Menschen, die keiner mehr sehen will.
  4. Alte Akten wegschmeißen, als Privathaushalt kann alles weg, was älter ist als 2 Jahre, es sei denn, es ist noch Gewährleistung darauf.
    Beliebt ist es auch, Bedienungsanleitungen von Geräten zu horten, die man gar nicht mehr besitzt.
  5. Welche Möbel kommen nicht mit? Vielleicht hier eine Kleinanzeige aufgeben, oder auf den Sperrmüll und zwar vor dem Umzug!
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Bremse, da, oh nein!


Unser Sohn wurde so langsam zu groß für sein kleines Laufrad, ein größeres musste her. Wir haben unser Glück bei den Kleinanzeigen versucht, aber die Preisdifferenz zur  Neuware war doch erstaunlich gering.

Also haben wir ihm ein neues bestellt, bezahlt hat es sozusagen der Makler des von uns gekauften Hauses. Der hatte uns 100 Euro nachgelassen, weil er es erst im vierten Versuch geschafft hat, uns eine korrekte Rechnung auszustellen.

Puky XL, mit Ständer

Puky XL, mit Ständer

Gekauft haben wir davon wieder ein Puky Laufrad, als wir es Piet überreichten, war er total stolz und zeigte es zuerst einmal allen seinen Freunden.

Es ist übrigens das Puky XL geworden, mit besonders fetten Reifen, einer bissigen Bremse und einem Ständer. Als wir Piet fragten, was es denn für eine Farbe hat, sagte kurz: „Cool!“

Der Ständer wird sogar stets verwendet, wenn das Laufrad geparkt wird. Die Bremse war Piet am Anfang noch etwas unheimlich. Alle zwei Meter zog er dran mit dem Kommentar: „Bremse, da, oh nein!“

Inzwischen nutzt er diese aber, um in die Kurven zu driften. 🙂

Gehsteig-Rammbock

Geschwisterwagen im Tageseltern-Einsatz

Geschwisterwagen im Tageseltern-Einsatz

In den letzten Wochen waren wir auf der Suche nach einem Zwillingswagen, auch Geschwisterwagen genannt, der für die Tagespflege geeignet ist. Wir wollten ihn wie üblich gebraucht erwerben, das Angebot war jedoch recht knapp und was es gab, war entweder sehr teuer,  oder sehr häßlich. Alle Tagesmütter in Grimlinghausen, die mit ihren Kindern, so wie ich auch, jeden Tag nach draußen gehen, fahren einen solchen Geschwisterwagen und rieten mir dringend auch dazu, aber nur einen, in dem die Kinder nebeneinander sitzen. Die Varianten mit den Sitzen hintereinander sind nicht Tageseltern-Alltagstauglich, auch dies haben mir alle, unabhängig voneinander, bestätigt.

Als wir dann einen in den Kleinanzeigen in Düsseldorf entdeckten, war die Entscheidung schnell gefallen, denn für 60 Euro kann man nicht viel verkehrt machen. Bekommen haben wir einen Bio-Carena in einwandfreiem Zustand. Ich bin bisher damit sehr zufrieden und es ist echt ein Hingucker, wenn drei bis vier Tageseltern mit ebensovielen Doppel-Kinderwagen und voll beladen mit Kindern die Straßen zu den Spielplätzen langziehen. Da kommt schnell eine Truppe von über einem Duzend Pens zusammen. Den Wagen aus dem Keller zu holen, voll besetzt mit meinem Sohn und meinem Tageskind, erinnert sehr an Kreuzheben mit beinahe durchgestreckten Beinen. Schätzungsweise 35-40 kg wuchte ich dann die Kellertreppe im Kreuzgriff hoch. Weiterlesen

Das erste Mal: Schnee

Warum geht es nicht weiter?

Warum geht es nicht weiter?

Natürlich kann Piet Schnee noch nicht richtig genießen, aber als ich heute mit ihm vor der Tür war, fand er die weißen Dinger, die vom Himmel fallen schon sehr, sehr spannend.

Noch spannender war allerdings das Duzend Kinder, das im Naturschutzgebiet, auf den komplett gefrorenen Überschwemmungsflächen, eine riesige Schlittschuhbahn „entdeckt“ hatte und begeistert Eishockey spielte. Leider habe ich davon kein Foto machen können.

Der Schnee ist ja nun leider nicht liegen geblieben, so dass Rodeln wieder einmal ausfällt. Hoffentlich kann Piet in den nächsten Wochen sein Weihnachtsgeschenk noch einweihen, im Sommer ist Schlitten fahren eher langweilig.

Heute ist mein geliebter Quinny über die Kleinanzeigen verkauft worden, schade, dass Piet meine Begeisterung für den Wagen nicht teilen wollte. Hoffentlich bekommt er ein gutes, neues zu Hause.