Als Familie zahlt man mehr

Seit unserem Umzug, weg aus Düsseldorf nach Neuss und etwas später nach Mönchengladbach ist uns klar, dass die Gemeinden sehr unterschiedlich zur Kasse bitten. Besonders krass war der Unterschied der Müll-Gebühren von Neuss nach Mönchenlgadbach, für den Preis einer 35 Liter Tonne (mittlere Größe) konnten wir in Neuss eine 1100 Liter Tonne nutzen. Wer in MG Kinder im Windelalter hat, kommt mit 35 Litern aber kaum aus, die größte Tonne, 50 Liter, kosten im Jahr 304,14 Euro.

Die Wasser- und Abwasser-Gebühren sind auch nicht ohne, als Familie braucht man logischerweise auch mehr Wasser, wir zahlen grob 900 Euro im Jahr. Huch.

Aber, was auch die ARD im „Geld-Check“ treffend festgestellt hat, besonders teuer wird es bei der KITA-Betreuung. Die Unterschiede sind enorm:

„Der „Geld-Check“ hat dies für die Ballungsräume Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und München berechnet. In einem Radius von jeweils 20 Kilometern liegen die Kitakosten in den einzelnen Kommunen weit auseinander. Spitzenreiter ist der Ballungsraum Hamburg, bei zwei Kita-Kindern liegt die  Differenz hier bei 4400 Euro pro Jahr.“ Weiterlesen

Kindertagesstätte „Satanlager“ in Mönchengladbach

Gestern hatten wir den ersten Termin für unseren Sohn in einem Kindergarten in Mönchengladbach. Es war der Waldkindergarten „Pfifferlinge“ in direkter Nähe zum Volksgarten, wo wir in Zukunft auch wohnen werden. Es war sehr interessant, leider ist die Gruppe bereits überbelegt und die Aussichten dort für Piet einen Platz zu ergattern dementsprechend sehr gering. Piet hat es auf jeden Fall gefallen.

Die „Pfifferlinge“ haben ihren Wald direkt neben dem Kindergarten „Pfiffikus“. Es war irgendwie schon interessant zu sehen, wie alle Kinder nach und nach eintreffen und direkt draußen aktiv werden, wohingegen das Außengelände des „richtigen“ Kindergartens nebenan still und verlassen da lag. Angenehm aufgefallen ist mir ebenfalls der Lärmpegel, der durch das offene Gelände und den Wald erheblich niederiger lag, als in jedem Kindergarten, in dem wir bisher gewesen sind. Das war sehr angenehm, obwohl sich die Kinder wirklich alle Mühe gaben laut zu sein. 🙂

Auf dem Weg zu den Pfifferlingen fuhren wir durch halb Mönchengladbach, Stadtteile und Straßenzüge in denen ich noch nie gewesen bin, die aber in naher Zukunft zu unserem Einzugsgebiet gehören werden. Ich habe mich bemüht, so viel wie möglich zu behalten und habe besonders auf Einkaufsmöglichkeiten, Sportstätten, Schulen und eben KiTas und KiGas geachtet.

An einer Ecke musste ich stutzen, ein Laden auf der Ecke hatte die Fenster groß beklebt, dort las ich: „Satanlager“.

Gut dachte ich intuitiv, das nenne ich mal einen passenden und mutigen Namen für eine Kita, bzw. Großtagespflege, der hätte glatt von mir sein können. Weiterlesen

Betreuungsgeld

Ich habe von der Idee des Betreuungsgeldes nie besonders viel gehalten, obwohl ich ja, so dachte ich zumindest, einer derjenigen sein würde, die davon profitieren werden. Seit August kann man es nun also beantragen, da unser Sohn ja noch ein ganzes Jahr zu Hause bleibt und auch erst 2014 drei Jahre alt wird, wollte ich jetzt auch den Antrag stellen.

Als ich die Bedingungen las, war ich dann doch überrascht:

„Das Betreuungsgeld erhalten Eltern, deren Kind ab dem 1. August 2012 geboren wurde, und die für ihr Kind keine Leistung nach § 24 Abs. 2 SGB VIII (frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege) in Anspruch nehmen. Das Betreuungsgeld wird ab dem 1. August 2013 als Geldleistung gezahlt.“  bmfsj.de

Moment mal, ab dem 1. August 2012? Was ist denn bitte mit dem Jahrgang, der logischerweise noch keine drei Jahre alt ist, aber 2011 oder Anfang 2012 geboren wurde? Ganz einfach: PECH GEHABT!

Tja, wir werden die 100 Euro wohl verkraften, aber ärgern tut es mich jetzt trotzdem, das ist doch wieder eine Mogelpackung. Eine Begründung, warum ein Jahrgang nun leer ausgeht, konnte ich nicht finden. Wir haben dafür jetzt das Problem keinen Kindergartenplatz für 2014 zu bekommen, denn die Pätze werden offenbar oft nur noch an Zweijährige vergeben, da bekommen die Kitas mehr Geld für. Die Kinder bleiben ein Jahr später natürlich da und belegen somit die Plätze der Dreijährigen, die eigentlich dazu kommen würden.

Für uns heißt es dann eben: PECH GEHABT! Die Info haben wir übrigens schriftlich. Weiterlesen

Indoor-Horror

Das Wetter ist doof.

O.K., vermutlich werden das sicher auch andere bereits bemerkt haben. 🙂  Glücklich seien die mit den Kindern, die gerne drinnen spielen. Unser Sohn gehört ja definitiv nicht zu dieser Gruppe.

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wir hatten ja geplant, bereits seit April im eigenem Haus mit großem Garten zu sein. Das hat ja nun nicht geklappt, seither haben wir uns viele Objekte angesehen, aber das Richtige war nicht dabei. Was das Richtige ist, kann sich aber auch schnell mal ändern, zum Beispiel mit einigen Wochen Regen am Stück. Obwohl wir eigentlich bei jedem Wetter rausgehen, halten wir uns natürlich nicht ganz so lange draußen auf. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir mehr drinnen sind. Das führt dazu, dass unser Sohn am Rad dreht. Der hat einen solchen Bewegungsdrang, ihn drinnen zu ertragen grenzt an Folter, für beide Seiten.

Als wir die Tage so in seinem Zimmer saßen, sagte meine Frau:

„Ein Haus mit Turnhalle wäre jetzt echt praktisch.“

Ja, das wäre etwas. Wir hatten tatsächlich ein solches Haus gefunden, einen ehemaligen Kindergarten, mitsamt kleiner Turnhalle. Das Objekt war nun von außen nicht gerade hübsch, der Grundriss als Wohnhaus eher langweilig und unpraktisch, der Preis war aber ganz in Ordnung. Allerdings hatte ich die Idee schnell verworfen, der Umbau-Aufwand war uns dann doch zu groß.

Vielleicht sollte man sich das doch noch einmal überlegen. Eine Großtagespflege oder Kita zu gründen läge ja auf der Hand. Weiterlesen

Passierschein A38, oder wo ist bitte der Babyclub?

Vor einiger Zeit hatte ich ja angekündigt mit unserem Sohn von der Milchbar in eine Krabbelgruppe zu wechseln. Da ich keine verbindliche Gruppe „buchen“ wollte, suchte ich eine offene auf Spendenbasis. In Neuss gab es kein passendes Angebot, zumindest habe ich keines gefunden, daher schaute ich auch in den anderen umliegenden Orten und wurde in Dormagen fündig. Die Caritas veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Haus in Neuss,  den „Babyclub“ für Babys und Kleinkinder von 0-2 Jahren. Der Veranstaltungsort ist zwar 14 km weit weg, der Weg dorthin dafür denkbar einfach. Ich muss allen Ernstes genau einmal links, einmal rechts und ein weiteres Mal links abbiegen und dann bin ich da.

(Im Edith-Stein-Haus mache ich zurzeit auch die Ausbildung zum Tagesvater.)

Heute war dann Premiere. Das Haus war schnell gefunden, die Krabbelgruppe allerdings nicht. Ich kam mir ein wenig vor wie Asterix und Obelix im „Haus, das Verrückte macht“.

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Das Betreuungsgeld

Gerade hat Frau Hasselfeldt (CSU) es im Bundestag noch einmal erklärt, das Betreuungsgeld: Mütter  Eltern sollen die Art der Betreuung frei wählen können. Ach so, gut, dass es mir endlich mal jemand verständlich gemacht hat. 🙂

Also, wer sein Kind im 2. Lebensjahr zu Hause betreut, bekommt 100,00 Euro, im Dritten sind es dann sogar unglaubliche 150,00 Euro. Für das erste Jahr gibt es ja das Elterngeld, welches ich selbst auch beantragt habe.

Das Elterngeld ist eine echte Lohnersatzleistung, ich darf und muss nicht neben der Betreuung meines Sohnes arbeiten gehen, um einen Beitrag zur Familienkasse zu leisten. Ich finde dies generell eine tolle Sache, obwohl ja auch das Elterngeld umstritten ist, weil zu teuer für den Staat. Der Anteil der Männer in Elternzeit steigt übrigens weiter: Väter und Karriere

Es geht nun aber um das zweite und dritte Jahr, bevor das Kind in den Kindergarten kommt. Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht schreiben und bin daher nicht unbedingt objektiv. Was mache ich nun, wenn das Elterngeld ausläuft, also im März 2012? Ich kann…

  1. …einfach zu Hause bleiben und meine Frau arbeiten schicken
  2. …meinen Sohn 45 Std. in eine Kita schicken und eventuell Vollzeit arbeiten gehen
  3. …eine Tagespflegeperson beauftragen, oder eine Kita wählen unter 45 Std. und Teilzeit arbeiten gehen
  4. …eine Nanny einstellen und arbeiten gehen
  5. …selbst als Tagesvater arbeiten und meinen Sohn nebenbei mit betreuen

Was bedeutet diese Wahlmöglichkeit nun? Weiterlesen