Ab durch die Hecke

Wir gehen gerne durch Neubaugebiete spazieren, eines haben wir direkt vor der Haustüre, aber natürlich haben auch viele Bekannte und Freunde ihre Häuser in typischen Neubaugebieten erstellt. Mich interessieren die Gärten der Häuser mindestens so viel, wie die Häuser selbst. Wie wurde der Garten angelegt, welche Spieltürme und Geräte wurden errichtet, welche Zaunarten stehen dort, welche Pflastersteine mit welcher Verlegetechnik wurden verwendet?

Aktuell schaue ich mir die Hecken besonders genau an, da auch wir noch eine Seite komplett neu anlegen müssen. Der Klassiker, den auch die meisten unserer Freunde bevorzugen, ist eine Hecke aus Friedhofsbäumen, auch Koniferen genannt.

Ich hasse sie. 😉

"Opa, was hängt da am Baum?"

„Opa, was hängt da am Baum?“

Das liegt vermutlich daran, dass ich 20 Jahre auf eine Koniferen-Hecke schauen musste. Laaaangweilig! Es hat einen guten Grund, warum diese Dinger Friedhofsbäume heißen. 🙂

Die Koniferen sind aktuell in der Beliebtheit direkt gefolgt von den Kirschlorbeeren, einzeln lasse ich mir die gefallen, in Reihe finde ich die ebenfalls fürchterlich. Beide haben als Heckenplanzen ihre Berechtigung, sie sind preiswert, einfach in der Pflege und wachsen zügig, Kirschlorbeer sogar wie Unkraut.

Aber beide haben auch echte Nachteile, denn wenn nicht rechtzeitig und richtig geschnitten wird, ist der Spaß an der Hecke schnell vorbei. Beide Planzen können riesig werden. Wer eine frische Hecke planzt, denkt selten daran, dass die kleinen, putzigen Bäumchen einmal riesig werden. Unsere Fichtenhecke, der Renner in den 60ern, konnte das bezeugen. Weiterlesen

Grünzeug

Außenansicht unseres 60er-Jahre-Reihenmittelhauses

Außenansicht unseres 60er-Jahre-Reihenmittelhauses

Auch wenn der Winter bereits kräfitg an die Türen klopft, so hoffe ich trotzdem, dass wir auch noch bei der Entkernung des Gartens weiterkommen, damit wir im März wieder aufbauen können.

Um aus dem „Ex-Fichten-Wald“, auch als unser Garten hinter dem Haus bekannt, wieder eine bespielbare Fläche zu erzeugen, wird noch einiges an Arbeit nötig sein. Noch stehen und liegen zum Beispiel die Überreste von 9 Fichten, 6 Kirschlorbeeren und diversen Friedhofsbäumchen auf der zukünftigen Rasenfläche herum. Auch vor dem Haus warten meterhohe Cotoneaster und Krüppelkiefern auf die Entfernung. Dabei sind die Pflanzen immer für eine Überraschung gut. Oben sieht es aus wie eine kleine Hainbuche, aber als ich den Spaten ansetzte, wurde daraus ein 20 cm Stamm. Irgendwie kam ich mir vor wie bei MiB 2, wo jemand an einer Blume zupft und ein Wurmmonster dranhängt. 😉 Weiterlesen