He got the key

Ein Rolltainer mit Schloss

Der Einschulungstermin kommt immer näher, das Kinderzimmer ist von uns schon größtenteils schultauglich umgerüstet worden. Der neue Schreibtisch erfreut sich großer Beliebtheit, mit Ablagen war es aber noch etwas knapp. Wir hatten schon für Bastelkram alte Fahrradkörbe zweckentfremdet, aber das reichte noch nicht aus. Bei weitem nicht.

Unser Kind wünschte sich also ein eigenes Bücherregal, oder einen Rolltainer. Seit Wochen hatte er uns bearbeitet, bei den Kleinanzeigen war aber nichts passendes dabei und neu kaufen vermeiden wir, wenn irgendwie möglich. Meine Frau fuhr dann aber, natürlich an einem Samstag, mit dem Kind alleine zu einem in Deutschland beinahe unbekanntem schwedischem Möbelhaus und steuerte dort zielsicher die Reste-Ecke an. Der Plan sollte eigentlich sein, nichts zu finden und auf diese Weise das Kind vorerst zu vertrösten.

Zumindest hatte man mir den Ausflug so verkauft. 😉 Weiterlesen

Sicherheit für Kinder in Haus und Garten

Unser zukünftiger Garten, noch ohne Zaun aber schon ohne gefährliche (giftige) Pflanzen, leider auch noch ohne Rasen

Unser zukünftiger Garten, noch ohne Zaun aber schon ohne gefährliche (giftige) Pflanzen, leider auch noch ohne Rasen

Unsere Haussanierung ist natürlich auch die perfekte Gelegenheit, die Kindersicherheit auf den aktuellen Stand zu bringen, drinnen wie draußen.

Die Sicherheit für Kinder in Haus und Garten ist auch für die Tätigkeit als Tagesvater und Tagesmutter maßgeblich. Ohne einige grundlegende Sicherungsmaßnahmen erteilt das Jugendamt keine Pflegeerlaubnis. Natürlich gilt es, auch ohne beruflichen Hintergrund, sein Haus oder die Wohnung kindersicher zu gestalten.

Werdenen Eltern haben wir unseren Sohn gerne dafür ausgeliehen, er fand jede Schwäche in der Verteidigung der Wohnung, garantiert. 😉

Dinge wie die Treppensicherung lasse ich hier einmal außen vor und schreibe dafür mal etwas bauseitiges: Weiterlesen

Kindersichere Einbaulautsprecher

1996 kaufte ich mir, von meinem sauer verdientem ersten Geld, eine 5.1 THX-Anlage von Teufel, das Theater 2, M600 und M3000 als Set, damals das erste, was den THX-Standard schaffte. Ich war total stolz darauf und schaffte es damit sogar, dass die Glasscheiben in den Bilderrahmen „atmeten“, wenn der T-Rex in „Jurassic Park“ auftrat. Waren das noch Zeiten. 🙂

Als meine Frau und ich zusammenzogen, mussten die „hässlichen schwarzen Kisten“ bald weichen, wir einigten uns auf Canton RC-L, die hübscher aussahen, aber im Stereo-Betrieb sogar besser klangen, 5.1 wurde bei mir abgeschafft, als alle Welt anfing, derartige Boxen zu erwerben. Vermisst habe ich es immer.

Als dann mein Sohn das Krabbeln lernte, machten wir uns (begründete) Sorgen, dass er die Boxen zum Kippen bringen würde. Da diese über 20 Kilo auf die Waage brachten, gab es nur eine Lösung: Die mussten weg. Als Ersatz installierte ich sehr provisorisch kleine Auf-Wandboxen, die wir aus einer Pioneer-Komplettanlage zweckentfremdeten. Immer noch besser als der reine Fernseh-Klang, aber schon wirklich jämmerlich.

Es war klar, wenn wir noch einmal renovieren, dann bekomme ich wieder brauchbare Boxen, am besten in einer 5.1-Anordnung, so installiert, dass es kindersicher ist. Nun ist es endlich soweit.

Heute habe ich die Boxen geordert, wir hatten 500 Euro dafür im Budget zurückgestellt. Das reichte nicht ganz für meine Wunschausstattung, aber ich habe eine sinnvolle Kombination gefunden:

  • Magnat Interior IWQ 62 als Frontboxen
  • Magnat Interior IW 510 C als Mittelbox
  • Canton ASF 75 SC als aktiver Subwoofer „On-Wall“
  • SPE 150 Monacor als Sourround-Boxen


Alles zusammen kostet deutlich unter 500,00 Euro und sollte seinen Zweck erfüllen. Die gesamte Technik wird in die Wände eingebaut, auch das HDMI-Kabel für den Beamer wird unter Putz gelegt, GIRA hat für alles passende Dosen im Programm. Die Kabel liegen bereits unter Putz, nächste Woche wird die Wand für die Lautsprecher vorbereitet. Die SPE-150 begnügen sich mit 3,5 cm Einbautiefe, die Frontlautsprecher benötigen moderate 6,5 cm.

Dekotipp: Schneelandschaft im Wohnzimmer

Ich stand in der Küche, kochte und hörte nichts. Das war verdächtig. Immer, wenn Piet sehr ruhig ist, stellt er etwas an.

Die untere Etage unserer Wohnung ist 100% kindersicher und zu immerhin 85% pietsicher, dennoch schafft er es immer wieder mich zu überraschen. Diesmal hatte er sein Bobbycar quer vor die Absperrung der Küche gerollt, ist darauf geklettert und hat sich etwas aus dem noch offenen Apothekerschrank gemopst, was er eigentlich nicht hätte erreichen dürfen.

Da er die Deckung des Schrankes optimal genutzt hat, war mir nichts aufgefallen. Das alleine ist schon eine beachtenswerte Leistung, was er danach fabriziert hat, toppte die Beschaffung des Materials aber bei weitem. Das Wohnzimmer erstrahlte in einem völlig neuen Look, unser Sohn hatte eine Winterlandschaft erschaffen, aus einem gutem Kilo Trauben-Puderzucker.

Ich habe in diesem Moment viele neue Dinge gelernt: Weiterlesen

Räumaktion

Heute sind wir umgezogen. Naja, fast. Unser Büro wanderte von unten nach oben, Piets Zimmer dafür von der Oberen in die untere Etage. Damit wir den kleinen Krabbler dabei nicht die gesamte Zeit unter den Füßen haben, wurde er kurzerhand zu meiner Mutter ausquartiert. Die Räumaktion hat den ganzen Tag gedauert. Einige Aktenschränke mussten fünf Etagen runter in den Keller, andere Dinge, vor allem Kindermöbel und Spielzeug, mussten hoch.

Ich spüre meine Beine nicht mehr. Vermutlich werde ich diese Morgen um so mehr bemerken.

Piets neues Zimmer ist nun komplett kindersicher und von der Küche aus einsehbar. Einige Fotos dazu reiche ich nach, denn die sollen auch in den Bereich „über die Tagespflegestelle“. In dem Zimmer werde ich später auch die Tageskinder betreuen, zumindest, bis er in den Kindergarten kommt. Das Jugendamt kommt am Dienstag vorbei und bringt die lang erwartete Pflegeerlaubnis mit. Morgen erwarte ich eine Journalistin aus Hamburg für ein Interview, dabei geht es um ein Buchprojekt. Am Montag kommt dann eine Journalistin aus Neuss und wird einen Bericht in der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung veröffentlichen. Eine weitere freie Autorin hat sich aus Berlin gemeldet.

Darf ich das behalten?

Darf ich das behalten?

Ich bin offenbar immer noch eine Rarität, wobei ich hoffe, dass sich dies möglichst schnell ändert und andere Väter einen ähnlichen Weg beschreiten werden.

Unser Sohn fand sein neues Zimmer übrigens total spannend und war sichtlich begeistert. Da hat sich die Arbeit wenigstens gelohnt.

Der verbotene Schlüssel

Als ich 18 Monate alt war, habe ich mich in der Wohnung meiner Eltern in der Gästetoilette eingeschlossen, es aber nicht mehr geschafft heraus zu kommen. Ich kann mich daran sehr, sehr gut erinnern. Meine Mutter war in voller Panik, nach einer Stunde konnte ich mich selbst wieder befreien. Piet ist nun in dem Alter, in dem Schlüssel sehr interessant werden und es dauert nicht mehr lange, bis er laufen kann.

Wir haben daher nun alle relevanten Schlösser gegen Versionen ohne Schlüssel (Gaststättenschloss /Bad, WC ,Türgriffe, Türdrücker) ausgetauscht. Die Beschläge kosteten 21,50 Euro je Tür, die Schließanlage (Vierkant /Einsteckschloss) noch einmal 11,98 Euro. Das ist nun nicht nur kindersicher, sondern sieht auch noch netter aus als vorher. Die Kosten halten sich noch in Grenzen, ich fand das eine sehr gute Idee, auch wenn meine traumatische Erfahrung sicher ihren Teil dazu beigetragen hat. Weiterlesen

Die nächste Stufe

Heute war es soweit, ich war im Wohnzimmer, meine Frau im Bad, Piet spielte mit seiner neuen Kugelbahn. Mir war irgendwie kalt. Ein Blick auf die Heizung bestätigte meinen Verdacht, unser Sohn hatte die Temperatur am elektronischen Thermostat auf angenehme 9 c° eingestellt. Da es eine Weile dauert, bis der Raum wieder wärmer wird, holte ich mir einen Pulli aus der oberen Etage. Ich hatte die Schranktür noch nicht zu, da entdeckten wir Piet dabei, wir er die Wendeltreppe empor kletterte. Er war bereits auf der dritten Stufe angekommen.

Gut, dass wir die Wendeltreppe bereits gesichert haben, jetzt müssen wir diese nur auch noch benutzen. 🙂

Die grüne Laterne

Der Titel bezieht sich nicht auf „The Green Lantern„, einem absolutem Sahnestück der Filmgeschichte, welches man ganz sicher nicht gesehen haben muss, sondern auf Piets Verwunderung über unsere neue Lampe im Wohnzimmer. Er fand ja bereits vorher unsere schwedische Papierlampe sehr interessant, zum Leidwesen meiner Frau, aber die neue Grüne am Fenster ist auch nicht schlecht. Seltsam daran  ist bloß, dass sie piekst. 🙂

Da hatten wir uns wieder einmal Sorgen über Dinge gemacht, die gar nicht eintreten. Wir sollten wirklich unbedingt damit aufhören. Unser Sohn verschwendet keine Zeit an den Weihnachtsbaum, den Stecker für die Lämpchen raus zu ziehen ist ja sowieso viel spannender. Daher ist die Beleuchtung auch öfter ungewollt aus, als gewollt an. Weder die Kugeln noch die Lämpchen an sich wurden seinem üblichen Geschmackstest unterzogen, wir hatten fest damit gerechnet einige Kugeln im Laufe der Zeit zu verlieren. Haben wir auch, allerdings nicht an Piet, sondern an meine Frau.

Sie hat heldenhaft noch spät am Abend, nachdem der Kleine im Bett war, ganz alleine den Baum geschmückt. Da man aber eben gerne etwas fallen lässt, wenn man sehr müde ist, zerlegte sich die eine oder andere Kugel wie von selbst in tausend Teile. Gut, dass wir so viele haben. Dazu wollten wir eigentlich Lametta aufhängen, haben uns dann doch für die Strohsterne entschieden, nur für den Fall, dass Piet doch noch etwas vom Baum essen möchte. 🙂