„Ich bin heute geboren“

Es ist soweit, heute wird unser Sohn drei Jahre alt. Gefeiert wird an einem anderen Tag, aber einige Geschenke hat er natürlich heute schon bekommen. Allen Anrufern sagte er freundlich:

„Hallo, ich bin heute geboren.“

Er nahm den Hörer, nachdem wir nachgesehen hatten, wer anruft, selbst ab und telefonierte ganz alleine und legte auch wieder auf. Ob an der anderen Seite alles verstanden wurde, ist allerdings fraglich. Nachdem er ja nun endlich wieder topfit ist, hatten wir nun auch einige kleine Erfolgserlebnisse, um seinen kleinen „Blues“ wegen des Umzugs in den Griff zu bekommen.

Wir wurden von einem Geschwisterpärchen eingeladen, die wir vom Turnen her kennen, der Nachmittag war ein großer Erfolg, der kleine Mann wollte gar nicht mehr nach Hause. Der Weg dorthin führte uns an der Niers entlang, ein wirklich schöner Weg mit dem Fahrrad. Heute Nachmittag trifft er auf seine alten Freunde aus Neuss, bei einem Ausflug auf den Kinderbauernhof.

Die Krönung war dann, als ein Mädchen aus der Nachbarschaft klingelte, ob unser Sohn „raus zum Spielen“ kommen kann. Wir sind wohl angekommen. 🙂 Weiterlesen

Das ist nicht Jesus!

In den letzten Tagen waren alle Handwerker fleißig beschäftigt, um die Heizungsanlage wieder in Betrieb nehmen zu können. Heute war es dann soweit:  Die alte Viessmann-Ölheizung von 1997 schnurrt wieder. Einige Heizkörper in der ersten Etage fehlen zwar noch, aber das Haus kühlt nun zumindest nicht mehr ganz so arg aus.

Als der Installateur mir noch im Rausgehen sagte, dass die Trinkwasser- und Ölpumpe Stromfresser sein und vielleicht doch getauscht werden sollten, war ich skeptisch. Ich habe dann mal nachgerechnet und umgehend zwei neue bestellt. Die neuen Pumpen amortisieren sich innerhalb von maximal zwei Jahren, das macht nun wirklich Sinn.

Der Fliesenleger hat die Arbeiten in der Küche heute ebenfalls beendet, merkte jedoch an, dass die Fliesen ein wenig knapp werden könnten. Ich bin dann also heute noch einmal zum Baumarkt gefahren und habe tatsächlich noch drei Pakete der gleichen Brandfarbe ergattern können. Glück gehabt.

Im Baumarkt war es erstaunlich voll, für eine Sekunde fragte ich mich, was die da alle machen, dann erinnerte ich mich an Freunde von uns, die an Heligabend grundsätzlich immer ihr Aquarium gereinigt haben. Einmal im Jahr musste so eine Grundreinigung eben sein und was kann besinnlicher sein, als ein Aquarium zu schrubben. 🙂 Weiterlesen

„Bloß kein Druck“

Bei uns in der Familie ist die Formulierung „bloß kein Druck“ ein sarkastischer Ausdruck für genau das Gegenteil, und dies schon lange bevor Piet da war. Immer wenn die Vorgesetzten einem erzählen, dass sie ja keinen Druck aufbauen möchten, tun sie in der nächsten Minute genau das: „Ich möchte sie ja nicht unter Druck setzen, aber das muss heute noch raus…“

Vermutlich kennen solche Situationen die meisten Leser des Blogs, es gibt ja auch zahlreiche Ratgeber in Buchform, wie man damit umgehen soll. Wir verwenden die Redewendung immer dann, wenn wir uns über uns selbst, oder auch über Kommentare von anderen in unserer Nähe lustig machen. Seitdem wir Eltern sind, hat dies eine neue Qualität erreicht.

Als Kindertagespflegeperson hat man ein klar definierten Förderauftrag, um diesen erfüllen zu können, muss man viel beobachten und vergleichen. Naturgemäß machen das alle Eltern, die pädagogische Fortbildung hilft jedoch, ein möglichst realistisches Bild zu erstellen und vor allem, von allen Seiten zu beobachten. Wenn man einmal gewohnt ist, darauf zu achten, macht man es immer. Einmal Tagesvater, immer Tagesvater.

„Mein Kind kann das und das schon lange…“ ist eine typische Formulierung von Eltern, die man auf Spielplätzen trifft. Wir sind da keine Ausnahme, viel wichtiger ist es aber zu erkennen, was das Kind noch nicht kann und es genau an dieser Stelle ein wenig fördern. Unser Sohn ist für sein Alter sehr aktiv und klettert gerne. Da er die meiste Zeit mit mir verbringt, darf er auch im Vergleich recht viel und lernt es dadurch natürlich auch umso besser. Fördern muss ich ihn zum Beispiel in ruhigen Dingen, wie Puzzeln, mit Bausteinen spielen, oder Bücher „lesen“. Da hat er ein kleines Defizit. Weiterlesen

Wache Augen, tolle Wimpern

Heute war es wieder soweit, Piet hatte seinen zweiten Impftermin von der Sechsfach-Impfung (5+1). Das Wetter sah noch nicht so doll aus heute Morgen, aber wir fuhren trotzdem mit dem Rad. Zum Kinderarzt in Neuss-Reuschenberg sind es sechs Kilometer, also gut 20 Minuten mit dem Rad.

Ein guter und auch schöner Radweg, erst ein Stückchen am Rhein entlang, dann die Erft hoch, durch Selikum hindurch und ein kleines Stück 30er Zone und schon ist man da. Auf dem Weg habe ich durch Zufall den „Kinderbauernhof“ gefunden und auch noch das Schloss Reuschenberg, da wollte ich sowieso schon mal hingefahren sein. Es hat schon echte Vorteile seine Umgebung mit dem Rad zu erkunden, noch habe ich zwar kein Fahrrad-Navi, aber ich arbeite daran.

Piet meckerte nur kurz nach der zweiten Spritze, der Doktor schaute noch einmal kurz über Piet drüber, und gab sein Fazit ab: Weiterlesen