Ohne Worte

Namens-Geste für unseren Sohn

Namens-Geste für unseren Sohn

Am Veilchendienstag waren wir auf einem Kindergeburtstag und es war ein fast surreales Erlebnis:

Sieben Kinder und kein Geschrei, kein Lärm, kein Gebrüll und das über mehrere Stunden.

Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Für mich bedeutet die Kombination aus „Ruhe“ und „Kind“ immer irgendwie, dass Gefahr oder Ärger in Verzug ist.

Das war schon ein außergewöhnliches Erlebnis.

Unser Sohn war auf der Party das einzige Kind, das nicht schwer-hörig war. Das stellte aber überhaupt kein Problem dar, denn die Kinder verstanden sich ohne Worte. Weiterlesen

„Filmung“ für Anfänger


Unser Sohn hatte während des Aufenthalts in der Jugendherberge seinen ersten Filmabend erlebt, nicht nur, dass es tatsächlich der erste Film gewesen ist, es war auch noch das erste Mal auf einer Leinwand. Er war total begeistert und verfolgte den Film mit großer Anteilnahme und Aufmerksamkeit.

Es war: „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ von Disney, das passte ganz gut, denn der Film ist ebenfalls großes Thema im Kindergarten. Wir haben dazu passend auch noch Bücher.

Da es ihm wahnsinnig gut gefallen hat, wollten wir ihm das zu Hause auch noch einmal gönnen. Als wir ihm es mitteilten, war er ganz aufgeregt und meinte dazu:

„Aber wir haben doch gar kein Runterzierunterzieh!“ Weiterlesen

Krankes Kind dank Impfung

Die letzte Impfung hat unseren Sohn nieder gestreckt, sozusagen als Nebenwirkung. Kein Kindergarten, was mittlerweile Folter für uns bedeutet. Glücklicherweise bastelt mein Sohn ganz gerne, zumindest ein oder zwei Tage kann man damit überbrücken, wäre draußen nicht so ein Traumwetter, fände ich das alles gar nicht so wild. Einkaufen ist für heute auch gestrichen, ich koche aus den Reserven, heute Abend gibt es eine deftige, fettarme Bohnensuppe, das Rezept folgt natürlich.

Gestern waren wir noch mit Freunden Essen, meine Schwiegereltern waren dafür bei uns und haben Wache gehalten. Unser Kind hat die Situation schamlos ausgenutzt und alles bei uns zu Hause (mit Oma) gemacht, was wir sonst verbieten, wie zum Beispiel Aufkleber auf Möbel kleben. Zum Glück kleben die heutzutage bei weitem nicht mehr so, wie die Aufkleber aus meiner Kindheit. So einen Duplo-Fußball-Sticker aus den 80ern bekam man nie, nie, niemals wieder irgendwo von runter.

Im Moment geht es ihm schon bedeutend besser, das lässt für Morgen hoffen. Er hat uns heute Morgen angebettelt, doch bitte in den Kindergarten zu dürfen, wo alle seine Freunde sind.

Flashed bei Musike

Schönes Wetter im September, das muss man nutzen.

Schönes Wetter im September, das muss man nutzen.

Der Kindergarten hat einige Nebenwirkungen auf unseren Sohn, die neuen Umgangsformen hatte ich ja bereits erwähnt, es ist aber noch einiges mehr.

Wenn ich den Racker aus dem Kindergarten nach Hause geholt habe, kann ich ihm keine Minute den Rücken zudrehen, ohne dass er irgendwas anstellt. Tendenziell war das vorher auch schon so, aber es hat doch tatsächlich noch eine neue Qualitätsstufe erreicht. Damit meine ich, das er mit Vorliebe Dinge tut, von denen er genau weiß, dass sie uns ärgern und die ihm natürlich ausdrücklich verboten sind. Seit er in den Kindergarten geht, provoziert er uns ganz zielgerichtet.

Kleines Beispiel:

Unser Sohn steht in unserem Schlafzimmer, ich creme mich gerade ein. Er hat bereits einige leere Creme-Dosen zum Spielen in seinem Zimmer. Die Dose, die ich gerade verwende, ist aber noch ganz voll.

„Papa, darf ich die Dose haben?“

„Nein, mein Sohn, aber wenn die leer ist, dann kannst du sie bekommen, jetzt nicht.“

Diese Aussage war ein fataler Fehler. Weiterlesen

Eine Runde kuscheln

Unser Sohn ist seit einigen Wochen trocken, auch nachts. Er schläft meist durch, was ein echter Segen ist und wacht morgens gegen 6:00 Uhr auf, weil er auf die Toilette muss. So weit, so gut. Aufstehen wollen wir aber erst gegen 6:45 Uhr.

Bisher war es so, dass wir es strikt vermieden haben, dass er in unserem Bett schläft. Wir wissen, bei einigen Freunden ist dies ganz anders. Die meisten wollen es auch so, oder stören sich zumindest nicht daran. Ich finde das O.K., aber ich habe das bisher nur erlaubt, wenn der Kleine wirklich krank war. Nachdem er aber gegen 6:00 Uhr auf dem Klo war, möchte er gerne mit uns noch eine Runde kuscheln. Ich blocke das nach Möglichkeit ab, aber wir können einem:

„Darf ich bitte noch eine Runde mit euch kuschlen bevor wir aufstehen? Bittööööö – Bittööö“ meist nicht widerstehen.

Eigentlich könnte das ganz toll sein, denken wir. Seite an Seite, den Kopf gemeinsam auf einem Kopfkissen, kuscheln eben.

Wir fallen immer wieder darauf herein, seit Wochen fast jeden Morgen aufs neue. Unser Sohn kuschelt nicht.

Er liegt ungefähr so ruhig in unserem Bett, wie er am Esstisch sitzt. Was permanente Bewegung bedeutet. Leider ist das nicht alles, er zappelt und tritt nicht nur, nein, er QUATSCHT auch noch die ganze Zeit, wenn er nicht quatscht, dann singt er.

Ich bin mir da nicht sicher, was schlimmer ist, denn er singt ungefähr so gut wie ich.

Das führt dazu, dass wir meist gegen 6:30 Uhr aufstehen, weil wir es einfach nicht mehr aushalten.

Schöne neue Kuscheltwelt.

 

Doppelte Trockenlegung

Dreamteam: Naßsauger und Loch im Regenrohr

Dreamteam: Naßsauger und Loch im Regenrohr

Es war letztes Wochenende, wir wollten gerade losfahren zu Freunden, als es begann 50 Liter auf den m² zu regnen. Wir hatten hier in der letzten Zeit schon des öfteren Starkregen und Stürme, bisher hatten wir auch alle ohne Schäden überstanden. Bisher.

Ich wollte noch kurz meine regenfesten Schuhe aus dem Keller hohlen, als ich es seltsam plätschern hörte.

Der Keller lief voll. Wie konnte denn das nun passieren?

Wir haben eine Rückstauklappe, eine neue Pumpe, da dürfte nichts reinkommen. Zuerst musste jedoch das Wasser wieder raus, bzw. gestoppt werden. Es kam geradewegs in Sturzbächen aus der Wand. Nicht durch ein Fenster, nicht durch das Abwasserrohr oder den Pumpensumpf, sondern wirklich aus der Wand. Wir stellten zuerst eine Kiste darunter. Spannenderweise nicht aus einer Außenwand, sondern mitten im Keller.

Mit unserem Naßsauger waren die ca. 200 Liter innerhalb einer Stunde wieder weg, der Regen hatte nachgelassen. Ein „stillgelegtes“ Regenrohr, das komplett durch den Keller verläuft, war von außen geflutet worden, der Druck hatte die alten Rohre aus Ton gesprengt.

Da muss noch mal ein Handwerker ran. Weiterlesen

Unser Sohn ist drei, das Blog „Vollzeitvater“ auch

Mit der Geburt unseres Sohnes habe ich auch mit dem Schreiben hier im Blog angefangen.

Händchen halten hilft.

Händchen halten hilft.

Es ist schon erstaunlich, für mich zumindest, was hier in drei Jahren an Texten so zusammengekommen ist, vor ein paar Tagen hat ein Verlag angefragt, ob ich nicht ein Buch daraus machen möchte.

Möchte ich übrigens nicht, ich bin Blogger mit allem was dazu gehört. Ich habe mich ganz bewusst für diese Art der Veröffentlichung entschieden, ich mag Rückfragen, auch wenn viele hier im Blog nicht in den Kommentaren auftauchen und es ist noch viel Luft nach oben. Ich kann immer noch besser werden, aktuell ist es vor allem der Zeitmangel, was sich ändert, wenn mein Sohn in den Kindergarten kommt.

Im Vergleich mit den besten und erfolgreichsten Elternblogs ist „Vollzeitvater“ immer noch ein kleines Licht. Die top Blogs dieser Kategorie haben teilweise 50.000 bis 100.000 Leser im Monat, da muss ich noch ganz lange schreiben. Allerdings sind diese Blogs auch viel älter, ein direkter Vergleich ist daher ein wenig unfair.

Meine aktuellen Zahlen lege ich einmal im Jahr offen, immer zum Geburtstag des Blogs: Weiterlesen

Kleiner Strolch

Die Vorteile unseres neuen Eigenheims habe ich ja schon grob umrissen, es gibt aber auch echte Nachteile.

Der Garten aktuell, mit Schaukel und etwas Rasen

Der Garten aktuell, mit Schaukel und etwas Rasen

In unserer Wohnung hatten wir alles optimal abgesichert, die obere Etage konnte unser Sohn nicht ohne uns erreichen. Im Haus haben wir (vorerst) bewusst auf derartige Beschränkungen verzichtet, damit unser Sohn selbst entscheiden kann, wann er in sein Zimmer möchte.

Bei Freunden haben wir das so auch gesehen, da funktioniert es ausgezeichnet. Hinzu kommt, dass das Haus viel größer und unübersichtlicher ist, als unsere letzte Wohnung und auch akustisch viel schwieriger ist, bezogen auf „man bekommt alles mit“. Das ist eben nicht der Fall.

Unser Sohn nutzt die neue Situation schamlos aus, ich möchte hier einmal kurz ausführen, was mein Sohn AN EINEM EINZIGEM TAG an Blödsinn angestellt hat: Weiterlesen

Umzug mit Kind und Katze

Die Umzugswagen sind da.

Die Umzugswagen sind da.

Am Montag Morgen war es soweit, das Umzugsunternehmen stand pünklich vor der Türe. Nach einer kurzen Besichtigung durch die fünf Monteure und Packer hieß es vom Vorarbeiter:

„Dimitri, du machst die Wohnung raus.“

Dann ging es mit volldampf los, es waren ca. 75 Umzugskartons von uns gepackt worden, die mussten vier Etagen runter und dann auch noch 50 Meter bis zum Wagen. Als dann die ersten Möbel dran kamen, fiel mir ein alter Spruch meiner Mutter wieder ein: „Bei einem Umzug schämt sich auch die beste Hausfrau.“

Dann kann man sich ja gut vorstellen, wie ich mich geschämt habe. 🙂

Früher habe ich meine Mutter immer angemotzt, wenn sie mit dem Putzlappen und dem Staubsauger den Handwerkern unter den Füßen herum hantierte. Nun machte ich das selbst.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Unsere Katze war bereits morgens, bevor der ganze Trubel losging, von uns eingetütet worden. Sie war die Erste im neuen Haus und musste im Bad ausharren, bis alles vorbei war. Die war echt gestresst. Dafür war Nachbars Katze echt entspannt. Die hatte gesehen, wie ich Kimba im Katzenkorb zu Auto trug und dachte sich dann wohl: „Prima, da zieht jemand aus, dann sehe ich mir mal die Wohnung an.“Diese Katze hatte so was von gar keine Angst, während da geschraubt, gehämmert und geflucht wurde, ging sie in aller Ruhe die ganze Wohnung ab.

Um 13:30 Uhr waren beide LKW voll, die Wohnung und der Keller leer und alle Fahrräder aus der Tiefgarage geholt. Wir haben alles, auf zum Haus. Kaum auf der Autobahn wurde mir dann klar, ich habe irgendwas wichtiges vergessen, ich hatte so ein ungutes Gefühl, da war doch noch was, ach verdammt: Weiterlesen

Ein krankes Kind zu Weihnachten

Es gibt eine Menge Dinge, die man zu Weihnachten ganz sicher nicht gebrauchen kann. Ein krankes Kind gehört sicherlich dazu, das ist ganz einfach sehr schade, denn Weihnachten ist ja gerade für die kleinen Nervensägen besonders reizvoll.

Unser Sohn hat schon den ganzen Tag ordentliches Fieber. Gerade haben wir ihn von oben bis unten neu einkleiden müssen, das Bett und der Schlafsack waren komplett durchgeschwitzt.

Hoffentlich ist er Morgen wieder etwas fitter, damit er seine Geschenke und den Besuch, der ganz sicher nicht wegen uns kommt, verkraften kann.

Zumindest bekommt er irgendwie etwas passendes vom Christkind unter den Baum gelegt.