Miss Tabbytortie

Für unser Kind war die Trauerbewältigung eine klare Sache:

Die Katze ist tot, also bekommt er einen Hund. Ist doch logisch.

Für mich war die Sache aber nicht ganz so einfach, allerdings überredete man mich nach einigen Tagen im „zu leerem“ Haus, wieder eine Katze zu uns zu holen. Wir erklärtem unserem Kind, dass nicht wir die Katze aussuchen, sondern die Katze uns. Ein großartiger Tipp eines erfahrenen Katzenhalters aus unserem Freundeskreis, der bei Kimba sehr geholfen hatte. Wir fuhren also in das nächste Tierheim, was bei uns fast um die Ecke ist, um einer Katze ein neues Zuhause anzubieten.

Miss Tabbytortie

Wir waren schon wieder auf dem Weg nach draußen, denn keine Katze wollte uns haben. Kaum zu glauben, bei gut 50 Tieren vor Ort, aber wir hatten unser Kind ja nicht ohne Grund mitgenommen. 😉

Als wir mit enttäuschten Blicken Richtung Ausgang marschierten, bekamen wir noch den Hinweis, ausnahmsweise in einen abgetrennten Raum gehen zu dürfen, dort wäre noch ein verschüchterter Neuzugang. Weiterlesen

Umzug mit Kind und Katze

Die Umzugswagen sind da.

Die Umzugswagen sind da.

Am Montag Morgen war es soweit, das Umzugsunternehmen stand pünklich vor der Türe. Nach einer kurzen Besichtigung durch die fünf Monteure und Packer hieß es vom Vorarbeiter:

„Dimitri, du machst die Wohnung raus.“

Dann ging es mit volldampf los, es waren ca. 75 Umzugskartons von uns gepackt worden, die mussten vier Etagen runter und dann auch noch 50 Meter bis zum Wagen. Als dann die ersten Möbel dran kamen, fiel mir ein alter Spruch meiner Mutter wieder ein: „Bei einem Umzug schämt sich auch die beste Hausfrau.“

Dann kann man sich ja gut vorstellen, wie ich mich geschämt habe. 🙂

Früher habe ich meine Mutter immer angemotzt, wenn sie mit dem Putzlappen und dem Staubsauger den Handwerkern unter den Füßen herum hantierte. Nun machte ich das selbst.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Nachbars Katze schaut sich alles an.

Unsere Katze war bereits morgens, bevor der ganze Trubel losging, von uns eingetütet worden. Sie war die Erste im neuen Haus und musste im Bad ausharren, bis alles vorbei war. Die war echt gestresst. Dafür war Nachbars Katze echt entspannt. Die hatte gesehen, wie ich Kimba im Katzenkorb zu Auto trug und dachte sich dann wohl: „Prima, da zieht jemand aus, dann sehe ich mir mal die Wohnung an.“Diese Katze hatte so was von gar keine Angst, während da geschraubt, gehämmert und geflucht wurde, ging sie in aller Ruhe die ganze Wohnung ab.

Um 13:30 Uhr waren beide LKW voll, die Wohnung und der Keller leer und alle Fahrräder aus der Tiefgarage geholt. Wir haben alles, auf zum Haus. Kaum auf der Autobahn wurde mir dann klar, ich habe irgendwas wichtiges vergessen, ich hatte so ein ungutes Gefühl, da war doch noch was, ach verdammt: Weiterlesen

Tiere in der Kindertagespflege: Ein Hygiene-Problem?

Über die Hygiene-Richtlinien in der Kindertagespflege wird schon seit einigen Monaten ausgiebig diskutiert, denn jede Kindertagespflegeperson wird mittlerweile grundsätzlich als „Lebensmittel erzeugender Betrieb“ eingestuft und das hat Konsequenzen für den Alltag. Ich habe zu den aktuellen Richtlinien in NRW bereits einmal Stellung bezogen, werde aber sicherlich erneut darüber schreiben. Heute geht es um Haustiere und deren Einfluss auf die Hygiene. Heute habe ich einen Artikel in der ZET (Zeitschrift für Tagesmütter und -väter) gelesen, hier nimmt eine Tierärztin Stellung.

Die Tierärztin hält Hunde und Katzen für gut geeignete Haustiere, denn sie sind sehr robust. Das kann ich bestätigen, unsere Katze hat ihren Schwanz erstaunlicherweise immer noch. 🙂

„Wenn entsprechende Hygienemaßnahmen befolgt werden […] ist gegen Tiere in der Kindertagespflege nicht einzuwenden.“ Anja Baltes, Interview in der ZET 5-2012

Haustier oder Kuscheltier?

Haustier oder Kuscheltier?

Einige Kriterien sollten die Haustiere allerdings erfüllen, um Gefahren gänzlich auszuschließen: Weiterlesen

Leck mich!

Gestern saßen meine Frau und ich am Nachmittag zu einem Kaffee zusammen auf dem Sofa. Piet spielte im Wohnzimmer mit seiner neuen Kugelbahn, als meine Frau eine, der für unseren Sohn bereit stehenden Flaschen, hoch hob und mit dem Kommentar: „Wo kommt das denn schon wieder her?“ ein Kimba-Haar von dem Sauger der frisch abgekochten Flasche entfernte. Diesen Vorgang beobachtet ich mit dem linken Auge, während mein Rechtes Piet folgte, der mit leisen Krabbelschritten auf Kimba zuging, die sich auf Piets Kuscheldecke niedergelassen hatte.

Sein Kopf näherte sich dem Rückenfell unserer Katze, sein Mund öffnete sich und Piets Zunge, die es in Relation locker mit der sehr berühmten von Gene Simmons (KISS) aufnehmen kann, fuhr komplett heraus und…

Piet leckte die Katze von oben bis unten ab. Drei Mal.

Meine Frau hielt das Haar und die Flasche noch in der Hand, hatte das Ganze mitverfolgt und klebte mit einem: „Was soll der Quatsch“ das Haar wieder an den Sauger.

Kimba zog sich danach auf die Heizung zurück, warf uns einen angewiderten Blick zu und fing an sich zu putzen.

Pietzilla

In der letzten Woche haben wir Piet die, bereits vor langer Zeit auf dem Kindertrödelmarkt erworbenen, bunten Bauklötze zum Spielen überreicht. Er war direkt hellauf begeistert, wobei der Korb, in dem die Steine liegen, mindestens genauso spannend ist. Er begann in aller Ruhe den Korb auszuräumen und testete jeden Stein persönlich auf den Geschmack der Farbe. Dann plötzlich war das Geschrei groß, er hatte ihn entdeckt, den Bauklotz des Grauens. Einer der gesammelten Klötze ist viel, viel größer als alle anderen Bauklötze und passt nicht in seinen Mund,  egal wie man ihn auch dreht und wendet.

So was frustriert offenbar.  🙂 Weiterlesen

Feuerwerk? Wann genau?

Die letzten Jahre, also die Jahre ohne Kind, haben wir Silvester immer bei Freunden verbracht und uns in das neue Jahr hinein gefressen. Vorher oder nachher wurde eventuell noch das eine oder andere Spiel gespielt und dann um Mitternacht dem Feuerwerk zugesehen. Am Feuerwerk selbst beteilige ich mich nie, ich kann mit Böllern nichts anfangen und gebe dafür kein Geld aus, dann schon lieber für gutes Essen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht anderen Menschen, die es etwas anders sehen, nicht gerne dabei zusehe, wie sie mit Krach und Feuer das neue Jahr begrüßen. So war es bisher immer.

Jetzt haben wir den kleinen, schreienden Wecker. Unsere Freunde luden uns auch diesmal ein und boten sogar an, über Nacht zu bleiben. Nun ist das mit Kind so eine Sache, denn wir waren ja bereits mit Piet im Urlaub und wissen daher, was auf uns zukommen würde, wenn wir auswärts übernachten. Mit einem „BUKo“ (*)  ist es da nicht getan. Es erinnert eher an einen Umzug. Große Lust darauf hatten wir nicht und in den letzten Monaten gehen wir üblicher weise gegen 22:00 Uhr ins Bett. Da wird 0:00 Uhr zur Herausforderung, ehrlich. Weiterlesen

Tapfere Katzen gibt es nicht nur in Stiefeln

Gerade läuft ja in den Kinos „Der gestiefelte Kater“, bekannt aus den Shrek-Filmen:

Aber eine Katze muss nicht unbedingt Stiefel tragen, um tapfer zu sein. Unsere Kimba legt zurzeit eine Gelassenheit an den Tag, die an Masochismus grenzt. Piet ist inzwischen beinahe ständig hinter ihr her und greift ihr ins Fell, an den Schwanz, in die Ohren oder an die Barthaare. Wir verhindern es so gut es geht, aber sie geht selten mehr als 50 cm auf Seite, was unseren Sohn nur umso mehr animiert, hinter ihr her zu robben. Kimba meckert dann zwar schon mal, meistens erträgt sie die Streichel-Übungen unseres Sohnes aber mit einer unglaublichen Ignoranz. Hoffentlich bringen wir Piet schnell bei, wie man ein Tier richtig streichelt.

Ich habe mir fest vorgenommen, dabei nicht in die „Ei“- Sprache zu verfallen. Wenn jemand im Babyclub mal wieder „Mach mal ei“ sagt, stellen sich bei mir immer die Nackenhaare hoch. Als ich dem Mädchen, das gerade versuchte bei Piet „ei“ zu machen (was eher wie ein Schlag mit offener Hand aussah), erklärte, wie man eine Faust macht und richtig zuhaut, hatte sich das „bei Piet ei machen“ auch schnell erledigt. 🙂

Eine Garderobe für Piet

Eine Garderobe für Piet

Eine Garderobe für Piet

Meine Frau ist gerade mit unserem Sohn zum Schwimmen gefahren, die Gelegenheit habe ich genutzt, um die Garderobe für Piets Jacken anzubringen.

Bisher lagen die immer gut verteilt in unserer Wohnung herum, dies hat nun ein Ende. Bohren fand ich immer schon nicht gerade toll und bin irgendwie sehr geräuschempfindlich geworden. Unsere Katze steckt das erstaunlicherweise besser weg, die bewegt sich kein Stück mehr, wenn ich den Bohrhammer anwerfe. Irgendwie finde ich das schon bemerkenswert.

Direkt über der Garderobe für Piet ist unsere eigene, so sind alle Jacken beieinander und müssen nicht erst gesucht werden.

Es kann nur eine Möhre geben

Die Erkenntnis, dass ein Stück Möhre meinen kleinen Finger schont, hatte ich ja bereits vor einiger Zeit gemacht. Inzwischen sind zwei Zähne im Unterkiefer bei Piet durchgebrochen.

Das bereitet ihm Zahnschmerzen und uns Ohrenschmerzen. Er kaut auf allem rum, was er finden kann:

  • Beißringe
  • Knotentücher
  • Spucktücher
  • Kimbas Schwanz
  • und mit besonderer Vorliebe immer noch auf kleinen, gekühlten und geschälten Möhrchen.

Inzwischen ist er in der Lage, die Möhre selber zu halten und mit ein oder zwei Anläufen, selbige in die richtige Öffnung zu befördern.

Die Wendel-Treppensicherung

Wir hatten ja schon einiges versucht, um unsere Wendeltreppe kindersicher zu machen. Meiner Frau ließ das keine Ruhe. Sie fand tatsächlich eine Sicherung, die funktionieren könnte. Eine Art Rollo:  LASCAL Kiddy Guard avant Türgitter 800

Kinder-Sicherung Wendeltreppe

Kinder-Sicherung Wendeltreppe

Das gab es nur zwei Probleme. Erstens ist die UVP 134,90 Euro je Stück, und wir brauchen ja zwei, zweitens ist dieses Teil nirgendwo neu zu bekommen. Obwohl ein Online-Händler es auf  „grün“ stehen hatte, lieferte dieser auch nach zwei Wochen noch nicht, wir haben dann die Bestellung storniert. Mittlerweile hat meine fleißige Frau zwei Stück bei ebay ergattert, für Preise um die 80 Euro. Die sind zwar gebraucht, aber dafür haben wir sie jetzt.

„Eine stufenlos ausrollbare Trennwand aus stabilem Material ist von Erwachsenen problemlos zu öffnen und zu schließen, während kleine Kinder den gesicherten Mechanismus nicht überlisten können. Die Trennwand selbst ist aus festem synthetischen Material, das auch wütendem Ansturm bis 100kg nicht nachgibt, es ist weich, aber nicht dehnbar. Kinder können sich nicht daran verletzen, es bietet keine Klettermöglichkeit und keine kleine Hand kann sich darin einklemmen.“ Herstellerinformation Weiterlesen