Die Kniepause ist vorbei, es wird wieder gerollt, gefallen und getreten.

Zehn Wochen war ich wegen meiner Knieverletzung zur Sportpause gezwungen. Radfahren ging glücklicherweise schon wieder erheblich früher, vor kurzem bin ich nun offiziell vom Arzt entlassen worden, aber für den war es ja schon super, dass ich wieder Treppen runter kam, ohne mich festzuhalten. Ich hatte mit das Kreuzband, das Außenband, den Innenmeniskus und den Außenmeniskus ordentlich angerissen.

Mein Anspruch ist dann aber doch etwas höher, ich wollte natürlich auch nicht sofort alles wieder riskieren.

Zuerst kam das Fitness-Studio wieder dran, nach ungefähr zwei Wochen, natürlich für die Beine nur das Reha-Training, das der Physiotherapeut mir aufgetragen hatte. Das schwere Beintraining ist nach wie vor aus dem Trainingsplan gestrichen und durch ein bis zwei Kurse ersetzt worden, meistens einen Yoga-Kurs und einen Bauch-Beine-Po-Kurs, der mit dem Eigengewicht des Körpers arbeitet. Das sollte auch längerfristig reichen.

Nach sechs Wochen versuchte ich es mit dem Taekwondo, was auch ganz gut funktionierte, nur auf dem geschädigtem Knie Halbkreistritte zu machen ist etwas schwierig. Eine Woche später machte ich das erste Mal wieder Judo, wo mir nur beim Randori im Stand noch das Knie ein wenig Sorgen macht, sonst klappt aber alles ganz gut, selbst links zu fallen ist kein Problem mehr.

DTU Kup-Urkunde

Das brasilianische Jiu-Jitsu (BJJ) musste am längsten warten, erst nach 10 Wochen habe ich mich wieder zum Training getraut, hier habe ich auch noch die meisten Probleme, wobei das Jammern auf hohem Niveau ist, bedenkt man den Umfang der Schädigung und der relativ kurzen Heilungszeit. Als ich wieder beim Training aufschlug, stellte ich fest, das es in meiner Abwesenheit noch zwei weitere, schwerwiegendere Unfälle gegeben hatte, ein weiteres Knie und einen Arm waren so stark verletzt worden, dass der Sport bei den Betroffenen längere Zeit pausieren muss. Diese Häufung an Unfällen gibt mir schon etwas zu denken. Weiterlesen

Noch mal von vorn mit Ü40: Judo, JiuJitsu und Taekwondo

Budo-Pass (Judo-Pass) des DJB

Es ist jetzt etwas über 10 Jahre, da musste ich das Judo als Sport aufgeben, meine Fibromylagie machte das Training immer mehr zur Quälerei. Das traditionelle Jiu Jitsu hatte ich bereits zwei Jahre zuvor (2005) aufgeben müssen, meine Gelenke machten die zahlreichen Hebel nicht mehr mit und die Gelenkentzündungen machten es beinahe unmöglich effektiv zu trainieren.

Seit dem Verschwinden der Fibromylgie und der CFS durch die Ernährungsumstellung 2010/2011 habe ich nicht mehr anaerob trainiert. Im Fitness-Studio achtete ich stets darauf genug Puste zu behalten, Ausdauertraining machte ich nur im Pulsbereich bis 140, vermutlich habe ich das Gefühl der völligen Erschöpfung auch nicht mehr ertragen wollen. Vielleicht hatte ich einfach unbewusst Angst, dass es nicht mehr verschwinden würde.

Als unser Kind nun im letzten Jahr den Wunsch äußerte Taekwondo zu lernen, meldete ich mich kurzerhand ebenfalls an. Weiterlesen