Hirschhausen und Weisband sprechen über MECFS

Innerhalb kurzer Zeit stolpere ich über gleich zwei Beiträge zu MECFS, zuerst zappe ich durch absoluten Zufall in die ARD Sendung “Hirschhausen – Corona ohne Ende?” in der es zwar vordergründig “nur” um LongCovid ging, aber zumindest zwischendurch der Zusammenhang mit MECFS  durchschien, wenn auch für meinen Geschmack viel zu wenig.

Gut war: Die ARD hat tatsächlich die richtigen Ärzte gefunden, wie z.B. Prof. Carmen Scheibenbogen, um diese zu LongCovid und Myalgischer Enzephalomyelitis (MECFS) zu befragen und auch ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Betroffenen gehabt.

Glückwunsch, das war wirklich gut.

Leider musste ich den Eindruck gewinnen, dass Herr Hirschhausen zwar LongCovid richtig erfasst hat, aber den Zusammenhang mit Myalgischer Enzephalomyelitis (MECFS) nicht begriffen hat, es sind nicht zwei verschiedene Krankheiten, sondern die eine ist eine Folge der Anderen. Ohne die Virusinfektion gibt es auch kein MECFS, LongCovid ist nur der Übergang. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber die Schätzungen gehen von bestenfalls 10% LongCovid-Patienten aus, die die Kriterien für Myalgische Enzephalomyelitis (ME) erfüllen, die meisten von 30% und die schlimmsten Schätzungen von 50%. Das sind sehr, sehr viele neue Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis.

Was in dem ARD-Beitrag auch, ganz nebenher, deutlich wurde, war, dass besonders viele Personen aus dem medizinischen Bereich betroffen sind, die die erste Welle voll und völlig schutzlos erwischt hat. In den USA hat es einige sehr bekannte Ärzte getroffen, die nun dafür sorgen, dass die Forschung wirklich voran kommt, in Deutschland merkt man davon noch nichts, aber mir persönlich ist auch egal, woher die zukünftigen Fortschritte kommen. Besonders eindrücklich empfand ich den Bericht eines Neurologen, der in der amerikanischen Variante des “Ärzteblatts” einen Bericht über seine Erkrankung lieferte und in diesem Text sich bei allen Patienten entschuldigte, die er zuvor mit der Myalgischen Enzephalomyelitis nicht ernst genommen hat. Er gab das jahrelange “Gaslightning” zu, dafür musste er nur selber betroffen sein, besser späte Erkenntnis als nie. Wünschenswert wäre eine neue Denkweise auch bei vielen anderen Ärzten, leider wird das wohl noch was dauern. Weiterlesen

Eltern-Podcast, das etwas andere Interview

rosa Einhorn

Interviews habe ich in den letzten fünf, jetzt beinahe schon sechs, Jahren reichlich gegeben, meist für Zeitschriften, aber auch für TV-Shows und Medienberichte. Oft waren diese Interviews mehrere Stunden lang, wobei am Ende eigentlich davon kaum etwas übrig blieb und dann selten so, wie ich mir das vorgestellt habe. Viele Interview-Anfragen habe ich auch aus diesen Gründen strikt abgelehnt, da mich selbst Zeitschriften, die ich für eher anspruchsvoll halte, sehr enttäuscht haben.

Hier ist die Übersichtsseite über veröffentlichte Medienberichte: Presse / Webpräsenz

Als nun vor einigen Wochen eine Anfrage für den Eltern-Podcast kam, musste ich erst eine Weile darüber nachdenken. Ich hörte in die bereits veröffentlichten Beiträge hinein und war doch sehr überrascht. Teilweise kannte ich die Interviewten Personen über ihren Blog, war aber dennoch erstaunt, wie anders der Eindruck bei so einem gesprochenem Interview ist. Es ist eben kein Blog-Beitrag und schon gar nicht ist es ein Zeitungsartikel. Man spricht erheblich anders, als man schreibt.

Der Zeitrahmen ist nur gute 30 Minuten und dennoch steckt in den Beiträgen viel mehr, als in jedem Blog-Beitrag und sicher 100x mal mehr, als in einem Zeitungsartikel, obwohl die Interviews für Zeitschriften und das Fernsehen viel länger dauerten. Dazu kommt eine andere, persönliche Note, einfach über die Stimme. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich an den Klang meiner eigenen kaum gewöhnen kann. 😉

Ich finde die Idee hinter dem Eltern-Podcast wirklich gut und es sind einige tolle Geschichten dabei, die erheblich ungefilterter daher kommen und sich auch sehr stark voneinander unterscheiden. Da sollte für jeden Elternteil was interessantes dabei sein. Was auch gut ist: Frauen und Männer sind beide in etwa gleich vertreten.

“Das Ziel dieses Podcasts ist es, Eltern in das Familienleben anderer Eltern einen Einblick zu geben. Und aufzuzeigen, dass viele Situationen und Herausforderungen die man mit Kindern erlebt, völlig normal sind.”

Inzwischen sind 17 Interviews online, letzteres ist von mir. Also, wer mal etwas von mir hören will, statt zu lesen, darf da gerne mal rein schauen. Für Leser des Blogs gibt es sicher kaum etwas neues, aber so verpackt ist es eben doch etwas anderes.

 

Interview für Familienleben.ch

Das Interesse aus dem Internet an meiner Person hat mit den Jahren eher nachgelassen, ich bin ja auch nicht der einzige bloggende Vater, der auch Hausmann ist.

Allerdings mache ich das nun auch schon seit über drei Jahren, was nicht jeder Blogger schafft. Im großen und ganzen ist das Blog “Vollzeitvater” eher schwach verlinkt, was mich aber nicht weiter stört.

Jetzt gab es mal wieder eine Interviewanfrage, die ich angenommen habe. Die letzten drei Anfragen waren für Fernsehdokumentationen und Kochshows, da habe ich dann doch lieber abgewunken, die sehe ich mir lieber an, als dass ich dort mitmache. 😉

Für Leser meines Blogs gibt es dort sicher nichts neues, dennoch poste ich hier für Interessierte den Link zu Interview auf Familienleben.ch.