Markensachen

Kinder kosten Geld, viel Geld. Einiges davon geht für Klamotten drauf, anderes für Spielzeug. Bei den Anziehsachen haben wir bewusst immer Second-Hand oder Aktionsware vom Discounter gekauft, ich bin zu keinem Zeitpunkt auf die Idee gekommen, meinem Kind Markensachen zu kaufen. Natürlich war bei den Gebrauchten das eine oder andere dazwischen, aber ich habe nie darauf geachtet. Mir war wichtig, dass es zu unserem Stil passt und nicht zu teuer ist.

Mit einigen unserer Freunde, die natürlich ebenfalls Kinder haben, wurde über das Thema letztens leidenschaftlich diskutiert. Aktionsware vom Discounter oder Cunda kam da nicht in Frage, alleine der Gedanke daran, dass ein anderes Kind genauso angezogen ist, wie das eigene, war offenbar unerträglich. Hinzu kommt, dass bei der klassichen Aktionsware natürlich so ziemlich jeder weiss, wo die Sachen herkommen. Auch wenn ich selbst damit kein Problem habe, so ist es mir zumindest schon aufgefallen, siehe auch meinen Artikel „Twins“. Gestern auf dem Spielplatz konnte die Mutter neben mir fast jedes Kind einordnen: „Cunda Sommer 2010, Aldi 2011 Herbst, Lidl 2012 und 2013 Frühling“ und so weiter. Da war ich schon beeindruckt. Vielleicht liegt mein Unverständnis einfach daran, dass ich ein Mann bin, ich tippe aber eher darauf, dass es daran liegt, weil es mir egal ist. 😉

Was bei den Klamotten für uns unwichtig ist, ist bei den Spielsachen umso wichtiger, da soll es bitte Marke sein. Vermutlich liegt dies an meiner letzten Tätigkeit als Produktmanager für Spielsachen. Bevor mein Sohn geboren wurde, war ich regelmäßig in den Werken in China und musste mich mit CE, WEEE, Batterieverordnung und der Verpackungsverordnung auseinander setzen. Die Diskussion um Weichmacher habe ich selbst oft genug mit den Produzenten geführt. Da ich also weiss, wie gerne sich nicht an die Grenzwerte gehalten wird, gehe ich da schlicht kein Risiko ein und meide, wenn irgend möglich, alles, was nicht in der EU hergestellt wurde. Das mag ein wenig paranoid sein, aber das passt ja offenbar ganz gut zu mir, denn ich verschlüssele inzwischen auch meine E-Mails.

In der Diskussion mit unseren Freunden und Bekannten waren sich aber fast alle einig, wenn man Markenklamotten kaufen will, dann sollte man dies bei Limango tun. Ganz ehrlich, von diesem Laden hatte ich noch nie gehört. Limango ist ein Internet-Versandshop inkl. Outlet-Bereich für beinahe alles, wo eine bekannte Marke draufsteht. Grundsätzlich aber in Form von Restposten, da muss man wohl schnell sein, will man etwas ergattern. Diese Konzepte kannte ich für normale Kleidung, aber für Kindersachen war mir das neu. Limango hat zwar auch noch ein größeres Sortiment, aber besonders interessant ist für Eltern eben der umfangreiche Bereich der Kinderartikel. Weiterlesen

iPiet

Piet und "sein" iPad

Piet und „sein“ iPad

Eines muss man Steve Jobs lassen, er hat mit seinem neuartigem Bedienkonzept die Welt verändert. Ich selbst konnte mit einem iPhone oder ähnlichen Geräten nie etwas anfangen. Auch heute noch ist mein Mobiltelefon eher altbacken. Mein Chef meinte, dies läge daran, dass ich nie kapiert hätte, wie man ein iPhone richtig bedient. Damit mag er richtig liegen. 🙂

Als wir nun vor einiger Zeit sehr preiswert an ein iPad kamen, war meine Reaktion zu Beginn sehr distanziert. Ich mag die Firmenphilosophie von Apple einfach nicht. Blöd ist nur, dass das iPad einfach schwei-ne-geil funktioniert. Von den von mir schmerzlich vermissten „Flash“-Funktionen mal abgesehen.

Man kann es einfach nicht nicht mögen, wenn man elektronische Geräte an sich nicht ablehnt. Verdammt. 😉 Weiterlesen

Silversurfer

Heute war es soweit, ich habe meinem Vater (67), bei sich zu Hause, das Internet zugänglich gemacht. Da er bereits einen Kabelanschluss und auch „Digital TV“ gebucht hatte, wurde es durch zubuchen des 32.000er (!) Internet-Zugangs sogar fünf Euro je Monat günstiger als vorher, und das inkl. Telefon-Flat. Jetzt kann er sich die 15,00 Euro Monats-Grundgebühr für die Telekom auch noch sparen. Er ist nun zehnmal schneller im Internet als ich.
Naja, zumindest theoretisch. 😉

Den Umgang mit PC und Internet muss er noch etwas üben, so eine Tastatur hat ja schon verdammt viele Tasten und ist ja nicht einmal alphabetisch sortiert.  🙂

Als ich mich bemühte, das Internetangebot mit den Augen eines Menschen zu sehen, der so etwas gar nicht kennt, wurde mir die ungeheure Menge an Informationen, die da auf einen nieder prasselt, plötzlich wieder bewusst.

Ich habe seit 25 Jahren einen Computer und seit 15 Jahren Internet, eigentlich ganz typisch für jemanden in meinem Alter, denke ich. Auch wenn ich sicher kein Computerfreak bin, ganz im Gegenteil, ist man doch an den Umgang und an das Filtern von Informationen am Bildschirm irgendwie gewohnt. Mein Vater konnte es gar nicht fassen, wie schnell ich den sinnvollsten Treffer einer Google-Suche herausgepickt hatte.

Da steht mir noch eine Menge Arbeit bevor. Aber ich finde mein Vater hat sich ganz tapfer geschlagen, ihm machte es sichtlich Spaß, als er erkannte, wie schnell man über das Internet an Informationen kommen kann.

Jetzt kann er auch endlich dieses Blog lesen und hat auch eine E-Mail-Adresse. Weiterlesen