Arzneitee, Husten- und Bronchialtee, aus eigenem Anbau

Husten- und Bronchialtee

Husten- und Bronchialtee

Es hat mich voll erwischt. Seit Wochen jagt eine kleinere Erkältung die andere, wer ein Kind im Kindergarten hat, kann sich eines aktiven Immunsystems sicher sein. Nun aber scheint mich eine richtige Grippe auserwählt zu haben.

Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit, Zahnschmerzen, Gliederschmerzen, Vergesslichkeit, ich fühle mich wie zu meinen schlimmsten Fibromyalgie-Zeiten, nur die Halsschmerzen, die sind neu.

Obwohl Essen gerade nicht schmeckt und richtig weh tut, nehme ich kein Stück ab. Vermutlich ist das der Bewegungsabstinenz geschuldet, denn an Sport ist nicht zu denken, mein Grundumsatz scheint in den Keller gerutscht zu sein. Auch Morgen wird es mit dem Sport sicher nichts werden. Eine Woche kein Sport, ich kann mich nicht erinnern, wann mir dies das letzte Mal passiert ist.

Da auch Kaffee nicht mehr schmeckt, ist Tee trinken angesagt, der schmeckt zwar auch nicht, hilft aber zumindest. Im letzten Jahr habe ich diverse Kräuter aus dem Garten getrocknet und zu einem Bronchialtee zusammen gestellt:

  • Salbei
  • Thymian
  • (Katzen-)Minze
  • Brombeere (Blätter)
  • Huflattich
  • Quittensamen (ab nächstem Jahr)

Mit etwas gutem Honig vom Imker meines Vertrauens kann man den ganz gut runter bekommen. Fertige Mischungen enthalten oft Anis oder Süßholzwurzel, was ich gar nicht leiden kann.

Die Katzenminze hat den Nebeneffekt, dass unser „Fußball“ sich nicht mehr von mir weg bewegt, wenn ich den Tee erstmal in der Hand halte.

„Aus Katzenminze-Blättern kann Tee zubereitet werden. Die Volksmedizin schreibt ihm Linderung bei Erkältung, Grippe und Magenverstimmung zu, er gilt als fiebersenkend und schweißtreibend, krampflösend, entgiftend, harntreibend und leicht euphorisierend.“ Wikipedia

Noch reichen meine Vorräte, im nächsten Jahr werde ich wohl mehr Kräuter trocknen. Den Huflattich hatte ich letztes Jahr stark im Garten bekämpft, er hatte alles zu gewuchert, aber ich gehe davon aus, dass er sich irgendwo wieder an das Licht traut. 😉

So eine Nacht

Gestern hatten wir volles Programm, morgens war ich mit Fahrrad und Kind zum Schwimmen gefahren, Korschenbroich ist ja nicht wirklich weit weg, da mein Wagen noch in der Werkstatt ist und meine Frau noch an den Nachwirkungen der Streptokokken leidet. Eigentlich ist das Väter-Schwimmen am Wochenende ihr Ding. Dafür fuhr sie dann tapfer in den Baumarkt, wie es andere Familienväter eben auch machen und besorgte ein fehlendes Teil für die Gardinenstange in der Küche.

Unser Sohn hatte überhaupt keinen Spaß am Schwimmen, ich brach den Kurs nach 20 Minuten ab, das hatte keinen Zweck. Nachmittags waren wir dann alle zusammen an unserer alten Wohnung, meine Frau ging mit dem Mops auf „unseren“ Spielplatz, ich kümmerte mich um die Interessenten der Wohnung. Nach den Erfahrungen mit Maklern möchten wir die Wohnung lieber selbst vermitteln, hat beim letzten Mal ja auch gut geklappt.

Es war ein toller Tag, abends lief alles wie gewohnt, wir waren alle gut fertig und gingen früh in unsere Betten. Um Mitternacht ging es los:

  1. Ein Husten aus dem Kinderzimmer, ich wache auf, horche und drehe mich wieder um
  2. Mehr Husten, dann ein Würgen
  3. „Mama-Papa! Ich brauch Hilfe.“
  4. In Sekunden stehe ich vor dem Bett unseres Kindes und sehe die Kochwäsche-Berge schon vor mir Weiterlesen