Gemüse im Vorgarten

Die neue Gartensaison steht in den Startlöchern. Die Krokusse und Narzissen kommen zusammen mit den ersten Schneeglöckchen aus der Erde, für die Voranzucht ist es aber noch ein wenig zu früh, auch wenn ich es kaum noch abwarten kann.

Ich habe im letzten Jahr bereits das erste Gemüse ernten können und habe nun eine Ahnung davon, was an welcher Stelle gut wachsen könnte. Alle Rüben-Sorten wandern auf jeden Fall in das neue, wenn auch kleine Hochbeet, auf einem Drittel des Hügelbeets werde ich eine kleine Milpa einrichten.

Die essbare Hecke sollte dieses Jahr die ersten Früchte tragen, einige Pflanzen haben nicht überlebt, aber die Kirsch-Pflaumen-Sträucher sehen gut aus. Von der Tante meiner Frau haben wir Johannisbeer-Sträucher abbekommen, die die entstandenen Lücken füllen sollen. Geschenkte Pflanzen sind meist härter im Nehmen, als die gekauften Varianten.

Glückskleerübchen, die Hauptwurzel ist essbar.

Glückskleerübchen, die Hauptwurzel ist essbar.

Die Planung für den Vorgarten ist auch schon durch, die Kürbisse fühlten sich dort sehr wohl, was eigentlich ein Versehen war, denn vorne sollten Zucchini hin, ich hatte aber die Jungpflanzen verwechselt. Zu den Kürbissen pflanze ich dieses Jahr also tatsächlich ein bis zwei Zucchini-Planzen.
Statt der Paprika kommen dieses Jahr Chilis dran, die Paprika-Ernte lohnte sich nicht wirklich, außerdem kamen die in den Töpfen erheblich besser. Die Kräuter-Auswahl habe ich noch erheblich erhöht: Rosmarin, Thymian, Salbei, Currykraut, Minze, Estragon habe ich mit etwas Lavendel eingerahmt, einige weitere müssen erst noch zeigen, ob sie den Winter überlebt haben.

Die Ostpreußischen-Walderdbeeren haben sich unglaublich vermehrt und dienen wie geplant als winterfester Bodendecker. Die Nutzpflanzen setze ich, wenn es soweit ist, wie letztes Jahr einfach dazwischen, das hat gut geklappt. Die einzige Ausnahme sind die Glücksklee-Rübchen, die habe ich nicht wieder gefunden. Ich habe zwar einige Zwiebeln im Keller, aber die eigentliche Ernte ist ausgefallen. Vielleicht haben ja einige überlebt, obwohl die nicht winterhart sein sollen.

Die "geerbten" Herbst-Annemonen blühten sehr lange und erfreuten Bienen und Hummeln gleichermaßen.

Die „geerbten“ Herbst-Annemonen blühten sehr lange und erfreuten Bienen und Hummeln gleichermaßen

Die Nektarine, die laut Schild ein Weinberg-Pfirsich hätte sein sollen, hat bereits letztes Jahr gut getragen, von einem Bekannten habe ich netterweise noch zwei „echte“ Pfirsich-Bäumchen erhalten, die er selbst gezogen hatte. Die Tomaten werde ich dieses Jahr nicht wie vorher frei im Beet platzieren, sondern über einen Lichtschacht direkt an der Hauswand hochziehen.
Im Herbst habe ich noch eine Tafeltraube gesetzt, die es sich an der Hauswand gemütlich machen soll.

Gemüse im Vorgarten ist sicher nicht üblich, viele der Passanten haben sich sehr gewundert und lange geschaut. Vermutlich hat kaum ein anderer Vorgarten in der Gegend so viel Aufmerksamtkeit auf sich gezogen, wie unserer. Dabei stehen ja auch durchaus noch einige echte Zierpflanzen darin, die meisten sind „geerbt“ oder geschenkt worden. Die Kürbisse waren auf jeden Fall im Herbst erst sehr dekorativ und später dann sehr lecker.

Leider habe ich es versäumt, ein gutes Foto zu machen, das hole ich in diesem Jahr nach.

Hier mal die Liste von meinem Saatgut, teilweise sind es Reste vom Vorjahr, teilweise habe ich diese geschenkt bekommen, einige habe ich selbst vermehrt und wieder andere über den Bio-Saatgut-Kettenbrief erhalten: Weiterlesen

Haussanierung: Update Garten

Vorgarten, linke Seite

Vorgarten, linke Seite

Auf dem Garten liegt natürlich nicht die Priorität, aber ich hätte es sehr gerne, wenn Piet seinen Geburtstag eventuell im neuen Garten feiern könnte. Nachdem der grobe Grünschnitt, immerhin ca. 20 m³, entfernt war, ging es an die Gartenplanung.

Die Hecke zur rechten Seite habe ich mit Pflanzen aus dem alten Bestand aufgefüllt und nur unliebsame Gewächse entfernt. Alle Sträucher haben einen ordentlichen Schnitt erhalten, der auch bitter nötig war. Die linke Seite ist bereits vom Nachbarn gut bestückt und muss im Frühjahr von unserer Seite aus nur aufgehübscht werden. Die sehr alten Rosen aus dem Hochbeet an der Terasse habe ich zum Beispiel bereits dorthin umgesetzt. Ein Haselnussbaum und ein Buchsbaum, sowie eine Hortensie wollen noch einen neuen Platz finden.

Einer der Vorteile eines alten Hauses ist, dass der Garten meist schon einmal richtig angelegt wurde. In unserem Fall war das auch so, nur leider hat sich 30 Jahre keiner mehr darum gekümmert. Viele Pflanzen waren nie geschnitten und daher viel zu groß geworden, einige vertragen einen radikalen Rückschnitt ganz gut, andere müssen leider ganz weichen. Diese Arbeit ist zum großen Teil erledigt.

Ein wenig Sorge bereitet mir noch das alte Hochbeet, welches wir zugunsten einer neuen Terrassenbegrünung und mehr Rasenfläche komplett entfernen wollen. Leider besteht es beinahe nur aus schwerem Lehmboden und Farnwurzeln, was die Neugestaltung des Gartens enorm anstrengend macht. Am Ende des Grundstücks habe ich im Herbst ein richtiges Hügelbeet erstellt, dafür habe ich schon einiges an Erde bewegt. Der Garten ist stark uneben und fällt nach hinten links erheblich ab. Das möchte ich gerne noch ein wenig weiter ausgleichen.

Zwischenzeitlich habe ich mich dem Vorgarten angenommen, eigentlich sollte da komplett aufgegraben werden, der Kellersanierung wegen. Das haben wir aber nun aus verschiedenen Gründen vorerst verschoben. Wir wollen vor allem erstmal fertig werden und einziehen, bevor wir das nächste Großprojekt in Angriff nehmen. Den Vorgarten werde ich daher nur entkernen und mit preiswerten Staudenpflanzen auffüllen, die sich später leicht wieder umsetzen lassen. Eigentlich war mein Plan ein wenig aufwendiger, da der Vorgarten Südseite ist und viele schöne Möglichkeiten zur Gestaltung bietet. Noch warten aber die Wurzeln von 30 – 40 Jahre alten Krüppelkiefern, Stachelpalmen, Cotoneaster und Hainbuchen auf die Entfernung.

Bevor jetzt hier einer meint, vorher wäre es besser gewesen, wir haben nun Winter. 😉

 

Oben ohne

Die Treppe ist entkleidet

Die Treppe ist entkleidet

Das schmiedeeiserne Geländer ist Geschichte, das Treppenhaus ist sozusagen „oben ohne“. Ursprünglich wollten wir es nur neu lackieren, aber Freunde haben uns überzeugt, an der gegenüber liegenden Wand einen neuen Handlauf zu installieren und das Treppenhaus aufzumauern. An diese Stelle soll dann zukünftig die Garderobe, der ursprüngliche Platz hinter der Haustüre ist nun tabu, dort laufen alle, wirklich alle Stromkabel durch.

Am Montag kommen nun auch die Tischler, um die alte Haustüre aus Holz aufzuarbeiten. Auch die ersten neuen Fenster haben sich für die KW49 ganz pünklich angemeldet. Der Brunner Systemofen steht inzwischen, wird nun aber doch noch verputzt, was einen Tag extra dauert. Dann wird es endlich wieder warm. Weiterlesen

20 m³

„Den bekommen Sie doch nie voll!“ sagten einige Nachbarn zu uns, als wir anfingen den Grünschnitt aus dem Garten in den Container zu laden. Wir hatten einen 20 m³ Container liefern lassen und waren ganz und gar nicht sicher, ob dieser denn auch reichen würde. Zumindest wollten wir alles was Nadeln hat in diesem Monster versenken, den Rest würde ich dann schreddern und als Hügelbeet wiederverwenden. Das war zumindest der Plan.

Samstag Morgen fingen wir an: Grünzeug schnappen, die Kellertreppe hinunter wuchten, durch den gesamten Keller schleifen, die Einfahrt wieder hoch und anschließend in den Container wuchten.

Der 20 m³ Container gegen Mittag, links mein Auto zum Vergleich

Der 20 m³ Container gegen Mittag, links mein Auto zum Vergleich

Um es abzukürzen: Weiterlesen