Pflegeerlaubnis für die Tagespflege, Oma knows first

Wie hat man das früher eigentlich gemacht, als es noch keine Handys, SMS, Facebook, Xing, Google, Twitter und E-Mail gab? Da muss man doch völlig uninformiert gewesen sein, oder? Nun bin ja auch schon was älter, zumindest so alt, dass wir noch keine Handys in der Schule dabei hatten. Mein Abi habe ich 1996 gemacht, Internet hatte ich erst drei Jahre später, ein Handy auch nicht viel früher. Dennoch wussten wir in groben Zügen über alles Bescheid, was um uns herum vorging, möglicherweise waren die Laufzeiten der Informationen etwas länger als heute, vielleicht aber auch nicht.

Heute laufe ich schon Amok, wenn das Internet nur für eine Stunde offline ist. Unser Telefon geht dann, dank VOIP,  übrigens auch nicht. Plötzlich ist man wieder 100 Jahre zurück und kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie das früher mal ohne ging. Meine Oma hingegen lebt heute noch ohne den ganzen Quatsch und ist dennoch optimal informiert, sie hat ein unglaubliches, analoges, soziales Netzwerk. Dagegen können alle anderen Social-Networks einpacken, das ist mal sicher. Als gestern über unsere Familie in der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung der Artikel „Vollzeitvater bloggt im Netz“ erschien, wusste von meiner Familie niemand, dass ich überhaupt mit der Journalistin Hanna Koch gesprochen hatte. Natürlich habe ich, als der Artikel raus war, eine kleine Info auf Twitter und Facebook raus gejagt, aber von meiner Familie schaut da niemand rein.

Umso überraschter war ich, dass meine Oma bereits am Tag des Erscheinens des Artikels in der Zeitung, darüber Bescheid wusste. Respekt Oma, das gelingt sicher nur wenigen. Meine Oma wohnt nicht im Verteilungsgebiet der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung, was daher umso beeindruckender ist. Sie nutzte die Gelegenheit und informierte die gesamte Verwandtschaft, bevor ich auch nur eine Ausgabe Zeitung am Kiosk gekauft hatte.

Ebenfalls in dieser Woche ist es nun soweit, ich habe vom Jugendamt in Neuss meine Pflegeerlaubnis für drei U3 Kinder erhalten.

Damit bin ich nun offiziell Tagesvater.

Die Zertifizierung dauert aber noch ein wenig. Ich habe eine umfangreiche ToDo-Liste: Versicherungen abschließen, Webseite ausbauen und vor allem den Betreuungsvertrag fertig stellen. Ich schätze die Arbeit noch auf ca. 20 Stunden. Da ich immer nur abends und auch nicht jeden Abend daran arbeiten kann, wird es noch eine Weile dauern, leider. Einige grundlegende Fragen konnte ich heute noch im Gespräch klären, was aber nur noch zu mehr Arbeit für die Homepage führte. Eigentlich ist das gut, denn je mehr Informationen ich bereitstellen kann, desto besser.

Die ersten Nachfragen hatte ich schon, bisher hat es aber nicht gepasst. Die Kinder waren leider deutlich älter als unser eigenes Kind, dies möchte ich am Anfang vermeiden. Wenn der Zeitungsartikel in der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung über den Sohn und mich erscheint, sollten sich genug Eltern für meine Webpräsenz interessieren.

 

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