Der Wipproller, oder wie es bei uns heißt: Wuppelroller

Während unseres Aufenthalts in Holland auf den Campingplätzen war uns immer wieder ein uns nicht weiter bekanntes Gefährt aufgefallen. Die Kinder kreuzten in jede Richtung mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Wendigkeit über den Platz. Unser Sohn war total fasziniert und nannte dieses tolle Gerät „Wuppelroller“.

Natürlich wollte er auch einen.

Wir planten diesen also als Weihnachtsgeschenk ein. Dann begann die Suche, erst beim Fahrradhändler, dann im Spielzeugladen, verschiedene Kaufhäuser, wir wurden einfach nicht fündig. Also doch im Internet bestellt, dabei hätten wir uns den Roller gerne vorher in Ruhe angesehen. Günstig ist das Teil nicht so wirklich, mit gut 130 Euro ist er eher vergleichbar mit einem Fahrrad. Gebraucht konnten wir ihn nirgends finden.

Zu Weihnachten stand der neue Wuppelroller dann doch unterm Baum und wurde begeistert ausgepackt.

Wipproller im Einsatz

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Schwalbe Tracer für den Chariot-Cougar, oder Erfahrungsbericht nach 5 Jahren

Unser Chariot Cougar Kinder-Fahrradanhänger ist in die Jahre gekommen. Der tägliche Einsatz bei wirklich jedem Wetter hat in den Jahren Spuren hinterlassen. Mittlerweile haben wir einige Alterserscheinungen zu beklagen, nach fünf Jahren intensiver Nutzung ist das wohl auch kaum zu vermeiden:

  • Die Räder „wackeln“, vermutlich sind die Lager hinüber, das sehe ich mit die Tage mal an
  • Das Moskito-Netz hat Löcher bekommen
  • Die Verstellung für die Federung ist defekt, da haben wir Schrauben verloren, das spielt allerdings keine Rolle mehr
  • Die Klemmen für das Verdeck lösen sich gerne von alleine, aber auch das ist kein echtes Problem
  • Das Verdeck bekomme ich mittlerweile nicht mehr sauber
  • Die Mäntel sehen zwar noch gut aus, was erstaunlich ist, aber ich hatte mal wieder einen Platten, den insgesamt sechsten

Die kleinen „Zimperlein“ spielen im Alltag kaum eine Rolle, das klappern nervt allerdings in der Stadt schon einmal etwas. Stören tat mich vor allem mal wieder ein platter Reifen. An meinen Fahrrädern habe ich in den letzten fünf Jahren keinen einzigen Platten gehabt, am Chariot Cougar dafür reichlich.

Schwalbe Tracer auf dem Chariot Cougar

Schwalbe Tracer auf dem Chariot Cougar

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Der Chariot-Cougar als Lastenträger

Chariot Cougar 2010, mit Einkäufen beladen

Chariot Cougar 2010, mit Einkäufen beladen

Als wir den Kinder-Fahrradanhänger 2010 gekauft haben, waren wir über die hohen Gebrauchtpreise schon recht verwundert. Wenn ein Chariot Cougar verkauft wurde, war er meistens drei Jahre alt und ging für immerhin noch 50-70 % des Anschaffungspreises von privat an neue Eigentümer.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, wir haben für den Chariot Cougar 1, Modell 2010 in rot, damals 923,85 Euro bezahlt, mit Zubehör. Jetzt, drei bis vier Jahre später, wird das Modell bei den Kleinanzeigen für 600 – 800 Euro angeboten. Fairerweise in einem besseren Zustand, als sich unserer befindet. Die wenigsten holen den Fahrradanhänger täglich aus der Garage oder dem Keller, egal ob Sommer, Winter, Regen oder Schnee. 😉

Drei Jahre sind ein typisches Alter für einen gebrauchten Kinderanhänger, wenn die Kinder selber fahren können, erübrigt sich für viele der Nutzen.  Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee einen gebrauchten Fahrradanhänger zu erwerben, wer meine Berichte gelesen hat, weiß, dass nur wenige Mängel aufgetreten sind und keine gravierenden dabei waren. Seit dem zweiten Jahr sind auch keine neuen mehr dazu gekommen.

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Drei Jahre mit dem Chariot Cougar (Ergänzung zum Erfahrungsbericht aus 2011)

Drei Jahre im Chariot Cougar

Drei Jahre im Chariot Cougar

Ja, wir fahren immer noch mit dem Chariot Cougar und sind immer noch zufrieden. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass, bei all dem Quatsch, den man so als frische Eltern kauft, der Chariot Cougar sein (vieles) Geld wirklich wert war.

Mein Sohn fährt immer noch gerne mit, inzwischen ohne die Sitzverkleinerung, die ich sehr empfehlen kann. Demnächst wird es vermutlich sogar wieder erheblich mehr, denn den Weg zum Kindergarten werde ich sicherlich mit dem Rad zurück legen.

Den ersten Erfahrungsbericht, übrigens immer noch der meist gelesene Artikel hier im Blog, gibt es hier:

Erfahrungsbericht zum Child Transport System (CTS)

Bald steht auf jeden Fall der nächste Frühjahrsputz an, der Wagen sieht mal wieder aus wie sau. 🙂

Weitere Mängel, außer denen aus dem ersten Jahr, sind nicht aufgetreten. Eine Sache möchte ich allerdings erwähnen: Weiterlesen

Ein Fisch für Teutonia

Die Frage nach dem richtigen Kinderwagen, lässt sich ungefähr so einfach beantworten, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens: 42

Bisher war ich mit unserem Quinny Speedi SX eigentlich sehr zufrieden, aber als wir von der Babyschale auf die Liegeposition wechselten, begann unser Kind immer wieder nach kurzer Zeit zu meckern. Einen konkreten Grund konnten wir dafür nicht finden, es sah eigentlich alles sehr bequem aus. Meine Frau hatte extra noch einen schönen Fußsack und die Sitzverkleinerung dazu gekauft, aber auch das half nicht.

Also machte meine Frau sich auf die Suche nach einer Alternative. Freunde von uns haben den Teutonia Mistral S, dessen maximale Zuladung und schnelle Klappfunktion uns schon beeindruckt haben. Beides kommt bei unserem Quinny nicht so gut weg, denn die Zuladung ist ein Witz und das Klappen nervt, weil immer, wirklich immer das Frontrad sich verkeilt. Bei den Kleinanzeigen fand sich dann eben dieser Teutonia für 120,00 Euro in ORANGE. Super dachte ich, wenn mir schon nicht die Form gefällt, die Farbe ist der Knaller und auch schön „piratig“. Noch einen Jolly Roger drauf gesprüht und fertig ist die Wahlwerbung. Leider musste meine Frau vor Ort feststellen, dass die Bremse (und der Wagen hat nur eine) keine Funktion hatte. Ein Problem, welches wohl häufiger auftritt. Dennoch, für uns war der Kinderwagen damit gestorben.

Kurze Zeit später schleppte meine Frau einen Teutonia in blau an, der war zwar etwas teurer, aber die Bremse funktionierte einwandfrei. Gut, blau ist besser als pink, aber noch spießiger geht es nicht mehr. Widerwillig machte ich die ersten Fahrten mit dem Wagen, zusammen mit meiner Frau, die ganz stolz auf ihre „Beute“ war. Als ich heute dann alleine mit unserem Sohn raus wollte, nahm ich den von mir bevorzugten Quinny. Ich war keine 50 Meter weit gekommen, da quengelte Piet auch schon ohne Unterlass. Ne, das tut ich mir nicht an. Also bin ich umgedreht, ich wollte es nun wissen. Ich packte den Mops vom Quinny in den Teutonia und machte mich wieder auf den Weg.

Erstaunlicherweise gab mein Sohn nun keinen einzigen Piep von sich und war sichtlich zufrieden mit der Welt. Damit ist die Sache wohl klar, wir behalten dann doch den Teutonia. Eine Sache muss ich jetzt noch erledigen, denn wenn schon spießig, dann richtig. Wo bekomme ich so einen Fisch her, der immer auf den Heckklappen der Autos von den Mittelspurkriechern zu finden ist? Der muss auf den Kinderwagen drauf, so viel steht mal fest. 🙂

Ab in’s Bett

wieder gut gelaunt

wieder gut gelaunt

Auch wenn ich gerade noch davon geschrieben habe, wie mein Sohn üblicherweise auf meinem Bauch pennt, ist mir heute ein wenig der Kragen geplatzt. Ich bin seit Wochen erkältet und mein Kopf war nicht sehr strapazierfähig. Gegen 14:00 Uhr war Piet sichtlich müde und fertig mit der Welt, aber jedesmal, wenn ich ihm die Flasche geben wollte, hat er mich wütend angebrüllt uns sich gewunden wie ein kleiner Aal, nur eben mit Armen und Beinen, was die Sache noch schwieriger machte. Nach dem vierten Versuch mit lautem, wütendem Gebrüll war es mir dann genug.

Ich habe Piet geschnappt, in den Schlafsack verfrachtet und in sein Zimmer „abgeschoben“. Über das Babyphon was das Gebrüll wesentlich leichter zu ertragen und das Beste daran: Man kann die Lautstärke regulieren. 😉
Es war ein Experiment, bisher hatte das noch nie geklappt, aber diesmal war mein Wille stark und Piet besonders müde. Siehe da, nach kurzer Zeit, vielleicht nach zwei oder drei Minuten, war Ruhe im Zimmer. Gefühlt war es eine halbe Ewigkeit. Ich staunte wegen der unerwarteten Stille und traute mich kaum irgendwas zu machen, aber er schlief.

Inzwischen haben wir gelernt, dass es besser ist, wenn Piet am Nachmittag: Weiterlesen