Männerabend

Meine Frau war einige Tage beruflich in München und ich somit alleine mit Piet zu Hause. Zufällig hatte mein bester Freund gerade Urlaub. Welches Ereignis resultiert daraus? Genau, ein Männerabend.

Für mich gehören zu einem Männerabend nur wenige Dinge:

  • Keine Frauen, ist ja logisch
  • Was gutes zu Essen, ich koche selbst, bei Anderen mag es die Pizza vom Lieferservice sein
  • Ein blutrünstiger Film, den kaum eine Frau freiwillig mit ansehen würde, zumindest keine, die verheiratet ist.  🙂

Da meine Frau ja sowieso nicht da war und ich bereits vorgekocht hatte, brauchte ich jetzt nur noch einen passenden Film. Ich fuhr daher zum „roten Riesen“ in Düsseldorf, da ich in der Gegend noch was zu erledigen hatte und stöberte durch die FSK18 Abteilung der Blu-Rays. Ich fand einen Film, von dem ich noch nichts gehört hatte und der ein blutiges Gemetzel versprach: CENTURION, in diesem Film spielt Michael Fassbender die Hauptrolle.

Das Gemetzel blieb tatsächlich nicht aus, es floss reichlich CGI-Blut, was man leider auch zu gut erkennen konnte. Wie bei den meisten Filmen ist der historische Hintergund eher Nebensache, an die man sich nicht so genau halten muss. Auch Logikfehler nimmt man bei einem solchem Film eher in Kauf. Insgesamt war es aber trotzdem an der Grenze zum Erträglichem. Einige Schauspieler sind richtig gut, andere zum Weglaufen. Herr Fassbender schlägt sich insgesamt ganz gut, die Kampfzenen sind O.K., ich bin und bleibe aber kein Fan von ruckliger Kameraführung.

„Der Adler der neunten Legion„ist sicherlich auch kein Dokumentarfilm, aber eine ganze Klasse besser umgesetzt. Wer nur einen Sandalenfilm im Jahr sehen möchte, sollte daher zu diesem greifen und „CENTURION“ im Regal stehen lassen.
Ein B-Movie ist der Film dennoch noch lange nicht, mit etwas mehr Liebe zum Detail wäre der Film durchaus auf ein Level mit dem „Adler der 9ten“ gekommen, der nebenbei bemerkt, auch nur besserer Durchschnitt ist.

Es war ein netter Abend und eine gelungende Abwechslung. Meinen Sohn Piet hatte ich rechtzeitig in sein Bett gebracht. Meine Frau kam gerade dann nach Hause, als wir den Männerabend für beendet erklärt hatten. Perfektes Timing.

From Dusk Till Dawn

Heute war es soweit! Piet hat die erste Nacht quasi durchgeschlafen. Um halb sieben Uhr abends habe ich ihn ins Bett gebracht und um halb sieben Uhr morgens ist er wieder aufgewacht. Zwölf Stunden Ruhe. Wahnsinn.

Der Titel „From Dusk Till Dawn“ passt nicht ganz, denn es war ja noch keine Dämmerung, als ich meinen Sohn in sein Bett brachte und morgens war die Sonne ja auch schon lange da. Ich wollte den Titel aber unbedingt mal anbringen, ist es doch einer meiner absoluten Lieblingsfilme aus meiner Jugend. Es ist wohl der Film, den ich am häufigsten im Kino gesehen habe, schätzungsweise mindestens ein Duzend mal. 🙂

From Dusk Till Dawn, NTSC Laserdisc

From Dusk Till Dawn, NTSC Laserdisc

Erst lief er nur in den kleinen Programmkinos, als Geheimtipp, ein Jahr später aber auch in den Sälen der großen Ketten. Selbst noch nach Jahren konnte man jeden Freitag um 24:00 Uhr in Oberhausen den Film, in einem gar nicht so schlecht gefüllten Kinosaal, genießen.

Später besorgte ich mir den Film als NTSC Laserdisc, also ungeschnitten, da in Deutschland bis heute, soweit ich weiss, nur eine „verstümmelte“ Version auf DVD zu bekommen ist.  Der Film ist aus dem Jahr 1996, ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen DVD-Spieler, der damals unglaubliche 1300,00 DM gekostet hat, für das Gerät von Panasonic musste ich lange sparen. Ich war sehr ernüchtert, als ich dann die ersten DVDs mit Laserdiscs vergleichen konnte. Weiterlesen