Noch mal von vorn mit Ü40: Judo, JiuJitsu und Taekwondo

Budo-Pass (Judo-Pass) des DJB

Es ist jetzt etwas über 10 Jahre, da musste ich das Judo als Sport aufgeben, meine Fibromylagie machte das Training immer mehr zur Quälerei. Das traditionelle Jiu Jitsu hatte ich bereits zwei Jahre zuvor (2005) aufgeben müssen, meine Gelenke machten die zahlreichen Hebel nicht mehr mit und die Gelenkentzündungen machten es beinahe unmöglich effektiv zu trainieren.

Seit dem Verschwinden der Fibromylgie und der CFS durch die Ernährungsumstellung 2010/2011 habe ich nicht mehr anaerob trainiert. Im Fitness-Studio achtete ich stets darauf genug Puste zu behalten, Ausdauertraining machte ich nur im Pulsbereich bis 140, vermutlich habe ich das Gefühl der völligen Erschöpfung auch nicht mehr ertragen wollen. Vielleicht hatte ich einfach unbewusst Angst, dass es nicht mehr verschwinden würde.

Als unser Kind nun im letzten Jahr den Wunsch äußerte Taekwondo zu lernen, meldete ich mich kurzerhand ebenfalls an. Weiterlesen

Fibromyalgie und Gluten, Teil 2

glutenfrei

glutenfrei

Über die Zöliakie-Gruppe bei Facebook erreichte mich eine Umfrage vom Blog My-Free-Mind, bei der ich gerne mitmache, da ich davon überzeugt bin, dass diese Art der Berichterstattung Betroffenen wirklich helfen kann.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass mir zahlreiche Ärzte meine jahrelangen Beschwerden nie geglaubt haben, oder diese schlicht nicht ernst nahmen, frei nach dem Motto:

„Ein bisschen Kopfschmerzen und Müdigkeit hat jeder mal.“

Hier die Fragen von der Psychologin Monika Szelag aus Wien: Weiterlesen

Fibromyalgie und Gluten

Ganz ehrlich, ich habe mich schon sehr lange nicht mehr ernsthaft mit meiner Fibromyalgie (diagnostiziert 2008, 18/18 Tender) auseinandergesetzt, aus dem einfachem Grund, dass ich eigentlich keine Probleme mehr habe, seitdem ich mich glutenfrei ernähre. Viele Jahre habe ich mich zuvor gequält und Reihenweise Ärzte aufgesucht.

Wenn ich heute bei einer Mahlzeit versehentlich einer größeren Menge Gluten ausgesetzt bin, haut es mich zwar ca. 24 Stunden später um, also in ein Bett, aber das hält meist nur wenige Stunden an und Myalgie-Schmerzen bekomme ich dann eher nicht, wahrscheinlicher ist eine kleine Migräne-Attacke.

Wie es der Zufall will, habe ich vor einigen Tagen ein Interview zu diesem Thema gegeben und dort noch getönt, dass es mir absolut prima geht. Tatsächlich habe ich aber in den letzten Tagen enorme Probleme mit den Gelenken, Müdigkeit und Myalgie-Schmerzen gehabt, konnte mir diese aber nicht erklären, ich war nicht auswärts essen und achte eigentlich beim Einkaufen genau auf das, was ich mitnehme. Aber Gelenk- und Muskelschmerzen zusammen sind bei mir nie ein Zufall und deuten auf permanente Gluten-Aufnahme hin.

Als ich dann beinahe in einem altem Automatismus zu den Schmerztabletten griff, wusste ich, dass etwas tatsächlich nicht stimmt und ich nicht nur eine harte Woche hatte oder zu viel Sport getrieben habe, oder einfach schlecht geschlafen habe, oder was man eben sonst für Erklärungen sucht, wenn man einfach nicht mehr kann. Weiterlesen

Späte Erkenntnis: Ich habe Zöliakie

Ich ernähre mich nun seit Jahren glutenfrei, hatte aber nie daran gedacht, dass Zöliakie die Ursache für meine 2008 diagnostizierte Fibromyalgie sein könnte. In den letzten Tagen habe ich wieder viel über die Kranksheitsbilder gelesen, auch Studien zu dem Thema angesehen. Sagen wir mal, es ist schon speziell, auch wenn es rückblickend viel einfacher hätte sein können, vor allem vor dem Hintergrund zuvor jahrelanger Leiden.

Ich habe zum Beispiel nicht gewusst, dass Zöliakie auch im späteren Leben erst auftreten kann. Das war mir völlig neu und traf mich vor einigen Tagen wie ein Schlag in das Gesicht. Ich dachte vorher, man hat es von Geburt an, oder eben nicht. Offenbar erwischt es viele Erwachsene erst im Alter zwischen 30 und 40. Dass ich eine Weizenallergie (IgE) habe, stand schon im Kindesalter fest, ich habe da aber keinen Zusammenhang mit Zöliakie gesehen, den gibt es aber offenbar doch.

Mein Bluttest, den ich NACH der Diagnose „Fibromyalgie“ habe machen lassen, war genaugenommen eindeutig, im IgG und IgA Bereich.

„Bei Verdacht auf eine Zöliakie/Sprue muss die Diagnose in jedem Fall durch eine endoskopische Biopsie aus dem unteren Zwölffingerdarm gesichert werden.“ DZG

Der Arzt empfahl mir damals auf die Biopsie zu verzichten und direkt mit einer glutenfreien Diät zu starten, die Diagnose „Zöliakie“ wurde aber nie gestellt. Weiterlesen

Wir sind dann wieder weg…

Kindergeburtstage hatten wir ja schon so einige, aber abgeben und wieder fahren, das war neu … und toll.

Kind rein – Eltern raus.

Etwas seltsam war das nun schon, hat aber ganz hervorragend geklappt. Unser Kind wird halt immer selbstständiger, da muss man sich auch erst dran gewöhnen. Seinen eigenen Geburtstag planen wir daher nun auch ohne Eltern, die freuen sich dann hoffentlich auch genauso wie wir über zwei freie Stunden.

Der Kindergarten hat wieder begonnen und ich freue mich auf den Sport am Montag, endlich wieder. Das Wetter könnte etwas besser sein, denn ich würde gerne etwas im Garten machen. Davon abgesehen muss ich mich dringend um mein Fahrrad kümmern, das habe ich den Winter durch gefahren und so sieht das nun auch aus. Auch der Chariot hat es mal wieder nötig.

Am Montag zeigen wir unserem Kind einen neuen Sport, da bin ich ja mal gespannt. Das Turnen ist so langsam nichts mehr für ihn, er braucht ein wenig mehr Action. Weiterlesen

100% gfcf / 80% paleo

Vollzeitvater

Vollzeitvater

Ich musste meine Ernährung schon vor langer Zeit auf eine gluten- und caseinfreie Diät (im eigentlichem Sinne) umstellen, um die Symptome meiner Fibromyalgie-Erkrankung (18/18 Tender Points) und CFIDS (CFS) (60 von 100 Punkten) in den Griff zu bekommen. Inzwischen bin ich seit langer Zeit symptomfrei, wenn mir nicht etwas falsches zu Essen zwischen die Zähne gerät, gerade im Restaurant oder bei Freunden kann das schnell mal passieren.

Durch die Umstellung auf die gfcf-Ernährung habe ich allerdings nicht abgenommen, was mir meine Ärzte ergänzend dringend angeraten haben. Wie immer eigentlich, wenn ich bei einem Arzt aufgeschlagen bin, und ich war bei vielen. Allerdings haben alle diese Ärzte meine Probleme auf mein Übergewicht geschoben (teilweise bis heute), was schlicht nicht gestimmt hat.

Erst nachdem es mir wieder gut ging, konnte ich überhaupt erneut an Sport und Abnehmen (und Kinder 🙂 ) denken. Die Einschränkungen der gluten- und caseinfreien Ernährung machten eine klassische Gewichtsreduktion beinahe unmöglich, durch Zufall landete ich auf marksdailyapple.com, einer Seite, die sich mit der sogenannten Steinzeit-Ernährung beschäftigt.

Zuerst fand ich das den totalen Quatsch, bis mit klar wurde, dass es mit meiner gfcf-Diät gut kombinierbar war. Die „Primal-Blueprint“-Ernährung ist grundsätzlich gluten- und caseinfrei und verzichtet zusätzlich auf verarbeitete Lebensmittel und vor allem auf Zucker. Auf der Seite der Erfolgsberichte waren beeindruckende Geschichten zu lesen. Ich wollte das gar nicht glauben, bis ich die Geschichte von jemanden las, der vorher Fibromyalgie hatte und durch paleo wieder gesund wurde.

Die Story hätte von mir sein können, es gab nur einen Unterschied, er hat noch dabei abgenommen. 🙂

Also habe ich es versucht und habe Erfolg dabei. Was ich esse, bzw. nicht esse, möchte ich hier kurz zusammenfassen, für alle, die sich schon mal gefragt haben, was ich da eigentlich mache. Mir ist durchaus bewusst, dass diese Ernährungsweise der Ernährungspyramide der DGE deutlich widerspricht und natürlich auch keinen Veganer oder Vegetarier glücklich machen kann. Weiterlesen

Anmerkung zur „Küchentherapie“, aus Guter Rat 10-2011

In der Ausgabe 10 (Oktober) der Zeitschrift „Guter Rat“ habe ich einen Artikel mit dem Titel „Küchentherapie“ gelesen, der mich direkt ansprach und dann sehr stuzen lies. Es geht im Kern darum, dass aktuelle, aber leider nicht näher benannte, Studien belegen, dass der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit sehr stark ist.

In der Einleitung wird das Beispiel einer Migräne-Patientin gezeigt, die durch eine GFCF-Diät beschwerdefrei wurde  (Seite 63). Auch ich habe meine Ernährung auf eine gluten- und caseinfreie Ernährung umgestellt, nachdem mir CFIDS und Fibromyalgie diagnostiziert wurde, Migräne war auch eines meiner Symptome. Mittlerweile bin ich schon lange völlig beschwerdefrei und ich habe meine gesamte Leblensqualität zurück erlangt.

Nach der Einleitung driftet der Artikel aber dann plötzlich in allgemeine Hinweise zur Ernährung  ab und geht nicht näher auf das Beispiel in der Einleitung ein. Schade genug, aber eine Seite später wird es dann sehr konfus. Zu verschiedenen Symptomen werden „Ernährungsalternativen“ aufgezeigt, die eine Verbesserung bringen sollen. Weiterlesen