Papa, es nieselt doch nur!

Bulls Kinderrad 24″

Es gibt Momente, da bin ich stolz auf unser Kind, aus völlig unerwarteten Gründen.

Heute Morgen regnete es recht ordentlich und das bei knapp über null Grad Celsius. Er zog seine Regenhose zwar leicht widerwillig an, aber als wir die Tür öffneten, kam bloß ein vorwurfsvolles: „Papa, es nieselt doch nur!“

Das dürfte dann doch die Untertreibung des Tages gewesen sein, umso erfreuter war ich, dass es keinerlei Diskussionen gab. Er fuhr wie immer tapfer die 1800 Meter zur Schule mit seinem Fahrrad. Auf dem Weg kamen wir noch an einigen Vätern und Müttern vorbei (Elterntaxis), die sehr gestresst ihre Kinder in die SUV’s scheuchten, damit bloß nichts nass wird – Kinder sind ja bekanntermaßen aus Zucker. Von den hektischen Szenen an den Elterntaxen waren es übrigens noch sage und schreibe 400 Meter bis zur Schule. Weiterlesen

Plötzlich selbstständig

Mit drei Jahren war Fahrradfahren kein Problem mehr. Aber mit sechs soll er nicht zur Schule fahren können?

Mit drei Jahren war Fahrradfahren kein Problem mehr. Aber mit sechs soll er nicht zur Schule fahren können?

Es ist schon erstaunlich zu beobachten, wie schnell sich Kinder an neue Situationen anpassen können. Zumindest kann ich mit gutem gewissen behaupten, dass sich unser Kind schneller an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, als ich.

Heute ist gerade mal der dritte „richtige“ Schultag und wenn ich ihn morgens am Tor abgebe, habe ich den Eindruck, er macht das schon seit Jahren so. Wir fahren nun doch mit dem Fahrrad zur Schule, der Wipproller erfreut sich nicht mehr der nötigen Beliebtheit, was mir persönlich auch ganz recht ist, mit dem Rad geht es dann doch mittelfristig schneller.

Es gibt genau zwei Kinder, die mit dem Rad zur Schule kommen. Zwei, in allen vier Stufen mit je zwei Klassen. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Polizei auf dem Info-Abend ausdrücklich davon abgeraten hat, dass die Grundschulkinder mit dem Rad fahren. Weiterlesen