Vier Jahre „Schwalbe Tracer“ am Kinder-Fahrradanhänger

Vor vier Jahren ereilte mich eine Pannenserie an meinem Chariot Cougar Kinder-Fahrradanhänger, heute Thule.

Viel Auswahl an besseren Mänteln gab es nicht, ich kaufte daher die Schwalbe Tracer und war sehr angenehm überrascht. Der Wagen fuhr viel besser, besonders beim harten Bremsen und nasser Fahrbahn machte es einen unglaublichen Unterschied. Vier Jahre blieb ich nun von Pannen verschont, der Hänger und somit auch die Mäntel, haben in dieser Zeit rund 10.000 Kilometer runter. Jetzt hatte ich in wenigen Tagen gleich drei Mal einen Platten. Die Mäntel sind wohl nicht mehr ganz fit.

Damals, als ich den ersten Artikel zu diesem Thema schrieb, empfahlen mir viele einen Ballonreifen zu nehmen, wie den „Big Apple“, auch von Schwalbe, also habe ich mir den auch angesehen.

Erstaunlicherweise kostet der Big Apple in 20″ rund das Doppelte vom Tracer, da habe ich mich dann doch kurz gewundert.

Da ich eigentlich mit dem Tracer sehr zufrieden war, habe ich diesen nun erneut erworben und mich gegen den Big Apple entschieden, würde ich tatsächlich noch Kinder im Fahrradanhänger transportieren, wäre diese Entscheidung fairerweise vielleicht anders ausgefallen.

Der Schwalbe Tracer nach 10000 Kilometern (unten) im Vergliech zu einem neuen (oben).

Der Schwalbe Tracer nach 10000 Kilometern (unten) im Vergliech zu einem neuen (oben).

Optisch war die Abnutzung nach 10.000 Kilometern eigentlich noch recht gering, auch im direkten Vergleich zum neu gelieferten Mantel, beim nächsten Platten tausche ich dann aber komplett alles aus, Mäntel und Schläuche auf beiden Seiten. Insgesamt hat das keine 30 Euro gekostet, für 4 Jahre Alltagsnutzung geht das echt in Ordnung. Weiterlesen

8 Jahre Vollzeitvater

Vor einigen Tagen wurden Kind und Blog 8 Jahre alt. Acht Jahre bin ich nun Vollzeitvater und Hausmann und immer noch recht zufrieden damit.

2012

2012

Die Kinderparty startet erst am nächsten Wochenende, da der Geburtstag des Kindes in die Osterferien gefallen ist. Aktuell planen wir einen Ausflug auf eine Bowling-Bahn, ich werde mir wohl noch einen unauffälligen Gehörschutz besorgen. 😉

Zum Geburtstag hat er sich ein Stelzenhaus gewünscht, seine Schaukel haben wir dafür bereits verkauft. Eine recht große Anschaffung, daher hat die gesamte Familie zusammen gelegt. In zwei bis drei Wochen soll es ankommen. Da wartet also reichlich Arbeit auf uns.

Zusätzlich haben wir ihm für den Urlaub noch ein günstiges BMX-Rad spendiert, sein Schulweg-Fahrrad sollte er nicht auf dem „Pump-Track“ zu Schrott fahren. Außerdem bekommen wir das BMX-Rad noch in den Kofferaum, so sparen wir uns den Dachlift für Fahrräder, der dann doch etwas aufwendig zu montieren ist. Die zwei großen Räder kommen auf den Deichsel-Träger des Wohnwagens, aber mehr geht halt nicht.

Den Geburtstag nehme ich gerne zum Anlass einen Blick  in die Blog-Statistik zu werfen: Weiterlesen

Schwalbe Tracer für den Chariot-Cougar, oder Erfahrungsbericht nach 5 Jahren

Unser Chariot Cougar Kinder-Fahrradanhänger ist in die Jahre gekommen. Der tägliche Einsatz bei wirklich jedem Wetter hat in den Jahren Spuren hinterlassen. Mittlerweile haben wir einige Alterserscheinungen zu beklagen, nach fünf Jahren intensiver Nutzung ist das wohl auch kaum zu vermeiden:

  • Die Räder „wackeln“, vermutlich sind die Lager hinüber, das sehe ich mit die Tage mal an
  • Das Moskito-Netz hat Löcher bekommen
  • Die Verstellung für die Federung ist defekt, da haben wir Schrauben verloren, das spielt allerdings keine Rolle mehr
  • Die Klemmen für das Verdeck lösen sich gerne von alleine, aber auch das ist kein echtes Problem
  • Das Verdeck bekomme ich mittlerweile nicht mehr sauber
  • Die Mäntel sehen zwar noch gut aus, was erstaunlich ist, aber ich hatte mal wieder einen Platten, den insgesamt sechsten

Die kleinen „Zimperlein“ spielen im Alltag kaum eine Rolle, das klappern nervt allerdings in der Stadt schon einmal etwas. Stören tat mich vor allem mal wieder ein platter Reifen. An meinen Fahrrädern habe ich in den letzten fünf Jahren keinen einzigen Platten gehabt, am Chariot Cougar dafür reichlich.

Schwalbe Tracer auf dem Chariot Cougar

Schwalbe Tracer auf dem Chariot Cougar

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Mehr Platz für die Familie?

Es ist jetzt etwas über ein Jahr her, dass wir umgezogen sind. Von der Etagen-Wohnung in ein Reihenmittelhaus, wie man das als typische Spießer-Familie eben so macht, wenn die Zweisamkeit durch Kinder erweitert wird. Man braucht ja mehr Platz, das oder die Kinder brauchen früher oder später ein eigenes Zimmer, wenn Kinder im Wohnzimmer spielen, ist dies auch nicht immer das Wahre, es muss ja nicht überall was rumliegen. Die berühmten Einer-Lego-Steine dringen auch durch die härteste Hornhaut. 😉

Also, haben wir alles richtig gemacht, oder?

Nach einem Jahr kommt nun die Erkenntnis, dass wir ruhig noch hätten ein Weilchen warten können. Unser Sohn hat natürlich sein eigenes Zimmer, sogar zwei, genau genommen, aber drin aufhalten? Zum Schlafen bevorzugt er die direkte Nähe zu uns, der Kompromiss ist sein kleines Bett in unserem Schlafzimmer. Wir haben wirklich alles versucht, damit er alleine schläft, er hat das in etwa so gekontert:

„Warum muss ich alleine schlafen? IHR schlaft doch auch nicht alleine!“

Tja, erwischt, das ist richtig. Man kann jetzt ja auch nicht evolutionär argumentieren, denn früher hatte sicher nicht jedes Kind seine eigene Höhle, da war wohl eher Gruppenkuscheln angesagt. Gruppenkuscheln hört sich nett an, ist aber nichts anderes, als Kinderfüße im Gesicht oder an anderen schmerzempfindlichen Stellen, wo man diese nicht haben möchte und als Liebesbeweis eine kleine Kopfnuss zum Aufwachen. Weiterlesen

Der Chariot-Cougar als Lastenträger

Chariot Cougar 2010, mit Einkäufen beladen

Chariot Cougar 2010, mit Einkäufen beladen

Als wir den Kinder-Fahrradanhänger 2010 gekauft haben, waren wir über die hohen Gebrauchtpreise schon recht verwundert. Wenn ein Chariot Cougar verkauft wurde, war er meistens drei Jahre alt und ging für immerhin noch 50-70 % des Anschaffungspreises von privat an neue Eigentümer.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, wir haben für den Chariot Cougar 1, Modell 2010 in rot, damals 923,85 Euro bezahlt, mit Zubehör. Jetzt, drei bis vier Jahre später, wird das Modell bei den Kleinanzeigen für 600 – 800 Euro angeboten. Fairerweise in einem besseren Zustand, als sich unserer befindet. Die wenigsten holen den Fahrradanhänger täglich aus der Garage oder dem Keller, egal ob Sommer, Winter, Regen oder Schnee. 😉

Drei Jahre sind ein typisches Alter für einen gebrauchten Kinderanhänger, wenn die Kinder selber fahren können, erübrigt sich für viele der Nutzen.  Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee einen gebrauchten Fahrradanhänger zu erwerben, wer meine Berichte gelesen hat, weiß, dass nur wenige Mängel aufgetreten sind und keine gravierenden dabei waren. Seit dem zweiten Jahr sind auch keine neuen mehr dazu gekommen.

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Erfahrungsbericht Chariot-Cougar (Teil 4) mit Pedelec / E-Bike (Bulls Green Mover Cross Disc 2012)

Der Chariot-Cougar ist inzwischen in seiner vierten Saison angekommen, er wird immer noch täglich genutzt. Seit meinem letzten Artikel sind keine weiteren Mängel mehr aufgetreten, allerdings hatte ich, trotz neuer Schläuche, wieder zwei platte Reifen. Damit ist nun eindeutig klar, dass die Mäntel nicht viel taugen, wer viel fährt sollte sich Mäntel mit Pannenschutz aufziehen lassen. Ich empfehle welche mit Reflektor-Streifen, denn von den gelben Speichen-Reflektoren ist mir inzwischen auch einer abhanden gekommen. Mit meinem Fahrrad (bisher Radon TCS 9.0 Disc) habe ich übrigens in vier Jahren keinen einzigen platten Reifen gehabt, mit dem Chariot Cougar sind es nun insgesamt sechs Pannen.

Übersicht über meine Chariot-Artikel und Erfahrungsberichte:

  1. Testfahrt mit dem Chariot-Cougar 1
  2. Erfahrungsbericht zum Child-Transport-System (CTS)
  3. 12 Monate mit dem Chariot Cougar
  4. Drei Jahre mit dem Chariot Cougar

Die Mäntel werde ich nun tauschen lassen. Was sich auch geändert hat, ist das Zugpferd. Mein schönes Radon TCS 9.0 Disc muss einem neuen Gefährt weichen. Zum Geburtstag hab ich ein Pedelec (E-Bike) bekommen, das Bulls Green Mover Cross Disc 2012. Wir haben es gebraucht erworben und für unseren Bedarf etwas umrüsten lassen. Dazu gehören Gepäckträger, geänderte Beleuchtung und natürlich die Weber-Kupplung für den Chariot.

Pedelec / E-Bike (Bulls Green Mover Cross Disc 2012) mit Fahrradanhänger (Chariot Cougar 1 2010)

Pedelec / E-Bike (Bulls Green Mover Cross Disc 2012) mit Fahrradanhänger (Chariot Cougar 1 2010)

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Häschen hüpf

Das Spielhaus von Smoby erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, die Fensterläden haben "den Sturm" überlebt, aber nicht die Gewalt unseres Kindes

Das Spielhaus von Smoby erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, die Fensterläden haben „den Sturm“ überlebt, aber nicht die Gewalt unseres Kindes

Unser Kind kann vieles, vor allem in der Gegend rum titschen. Ich bin sehr, sehr froh, dass niemand mehr unter uns leben muss. Er hüpft den halben Tag durch das Haus, den Garten und leider auch auf die Sofas und Betten, was ihm natürlich nicht erlaubt ist. Wir haben schon vor einigen Wochen erkannt, dass wir dringend Abhilfe schaffen müssen. Zuerst dachten wir an ein Hamsterrad, idealerweise mit Dynamo dran, dies würde sich auch in der Öko-Bilanz des Hauses sehr gut machen, gab es aber leider nicht zu kaufen.

Wir haben nun vor, bei mytoys eine Erweiterung für die Spiellandschaft im Garten zu erwerben. Die Schaukel mit der Rutsche war nicht der Knaller, das Spielhaus ist aber nach wie vor sehr gefragt. Jetzt wollen wir doch noch ein Trambolin dazu stellen. Ich mochte das ursprünglich nicht kaufen, weil so ziemlich jeder mit Kindern so ein Teil im Garten stehen hat, ich finde die Dinger nicht besonders attraktiv. Aber so wie es aussieht, ist es für „aktive“ Kinder eine super Sache. Auf mytoys sind wir übrigens gekommen, weil wir dort immerhin 80 Euro für das Spielhaus von Smoby weniger gezahlt hätten. Diesmal haben wir zuerst dort im Onlineshop nachgesehen. Weiterlesen

Impfen und Nebenwirkungen

Bisher waren die Impftermine für unser Kind nicht weiter schlimm, er hat eigentlich alle mit stoischer Geduld ertragen.

Heute war es anders.

Da ich heute kein Tageskind da hatte, nutze ich die Gelegenheit einen weiteren Termin beim Kinderarzt wahrzunehmen.

Wie üblich bin ich mit dem Rad und dem Sohn im Chariot / Thule Kinder-Fahrrad-Anhänger gefahren. So langsam hätte ich gerne auch so ein Fahrrad mit Elektromotor-Unterstüzung, also ein Pedelec, du meine Güte ist der Mops schwer geworden. Touren mit ihm im Schlepp ufern so langsam in echte Sporteinheiten aus, insbesondere wenn es Brücken zu überqueren, oder Straßen und Schienen zu unter fahren gilt. Leider bietet Radon-Bikes  keines (mehr) an und da ich mit meinem Radon TCS 9.0 Disc  aus 2010 so etwas von zufrieden bin, kommt eine andere Alternative aktuell nicht in Frage.

Erstaunlicherweise war beim Arzt, im Gegensatz zum letzten Mal, heute nicht viel los, wir kamen beinahe sofort dran. Die Spritzen fand unser Kind heute total gemein. Unser echt netter Kinderarzt quittierte dies mit einem sehr resigniertem:

„So, jetzt kann auch er mich bis zur U7 nicht mehr leiden.“

Vermutlich liegt er da richtig.

Auf dem Rückweg waren wir noch einkaufen, der Sohn durfte im Einkaufswagen sitzen, das hat er bisher nur einmal gemacht, sonst fahre ich mit dem Kinderwagen zum Supermarkt um die Ecke. Da wir aber nun ohnehin schon auf großer Tour waren, lohnte sich ein kleiner Umweg in das nächst gelegene große Einkaufszentrum.

Der Nachmittag war dann sehr anstrengend, unser Sohn litt sichtlich unter der Impfung. Morgen soll es noch schlimmer werden. Na super.

Eigentlich wollte ich heute Abend noch zum Sport fahren, aber die letzten beiden Nächte fordern ihren Tribut, ich gehe dann doch lieber früh ins Bett, wer weiß, wie oft ich diese Nacht wieder aufstehen muss.

Grundsätzlich sich meine Frau und ich für alle Impfungen, die man bekommen kann. Meinen Impfpass halte ich stets aktuell, obwohl ich eigentlich nach jeder Impfung heftige Nebenwirkungen für einige Tage habe. Die Hepatitis-Impfung hat mich zwei Wochen flach gelegt, eine Grippe-Impfung tut dies üblicherweise für zwei oder drei Tage.

Mit Anfang 30 hatte mich eine schwere Grippe erwischt, die gefühlt nie wieder weg ging. „Postvirales Erschöpfungssyndrom“ wurde Jahre später diagnostiziert, dies führte zum CFS, der Fibromyalgie und löste die Zöliakie aus.

Alles, was mein Immunsystem angreift, macht mich kurz fertig. Aber besser drei Tage durch die Impfung, als mehrere Wochen durch die Grippe.

Bei unserem Kind hatte die Impfung diesmal auch durchschlagenden Erfolg.

Der Sohn hatte ja die zweite Spritze der MMR-Impfung erhalten und eine Auffrischung der 5-in-1. Das war keine so gute Idee, denn ihm ging es danach wirklich elend. Um uns dies eindrücklich nahe zu bringen, hat er abends das Bett, das Laminat, den Teppich, den Sessel, seinen Schlafsack, seine Kuscheltiere und uns so richtig voll gegöbelt. Zweimal.

Das wurde eine sehr kurze Nacht.

Insgesamt war die ganz Woche sehr anstrengend, denn ich bekam selten mehr als 4 bis 5 Stunden Schlaf die Nacht, inkl. 30 – 60 minütiger Unterbrechungen. Hinzu kam das sehr bescheidene Wetter. Wir sind zwar tapfer trotzdem raus gegangen, aber bei Regen ist das Spielen schon arg eingeschränkt. Jetzt bin ich heilfroh, das Wochenende ist.

Nach dem Kotzen kam dann das Fieber, mit dem Fieber kamen die Impfmasern.

Für alle, die keine Kinder haben, hier noch einmal kurz die Bedeutung einer solchen Aussage:

  1. Das Kind schreit.
  2. Immer.
  3. Es will immer auf den Arm, nie auf den Boden oder sonstwo hin
  4. Es schläft nie länger als eine Stunde am Stück.
  5. Nie.
  6. Es isst nicht.
  7. Wenn das Kind heiser wird, schreit es noch mehr und jammert abwechselnd.
  8.  Das passiert nach ca. 12 Stunden Dauergebrüll.

Diese acht Punkte haben natürlich gewisse Auswirkungen auf die Eltern. Was Schlafentzug alles verursachen kann, habe ich ja schon mal ausführlich beschrieben, zu lesen in den ersten drei Monaten dieses Blogs.

Alle Planungen für das letzte Wochenende mussten aufgegeben werden. War das anstrengend. Eigentlich ist es das noch, denn unserem Kind geht es nach drei Tagen nun besser, ist aber immer noch extrem nörgelig, hinzu kommt natürlich seit heute auch wieder das Tageskind. Montage mit Tageskind sind immer etwas besonderes, im Sinne von besonders schwierig, heute war da keine Ausnahme.

Meine Frau ist geschäftlich unterwegs und kommt erst sehr spät heute Abend wieder. Ich habe meinen Sohn eine Stunde lang in sein Bett gebracht, nachdem er mich eine Stunde zuvor dauer-bebrüllt hat. Mein Abendessen habe ich sehr genossen (SARKASMUS). Nun liegt er in seinem Bett  und brüllt mich durch das Babyphon an, während ich diesen Artikel weiter schreibe.

In drei Minuten muss ich wieder zu ihm runter, dann beginnt er voraussichtlich Ersticken vorzutäuschen.

Vermutlich geht das ab jetzt stundenweise so weiter, bis ich die Nerven verliere und dann doch Schmerzsaft gebe, obwohl ich das eigentlich nicht machen wollte.

Hinweis: Impfmasern sind nicht ansteckend

 

Maul und Klauenseuche

Ich hatte mich zu früh gefreut.

Letzten Dienstag war ich wieder zum Impftermin mit unserem Mops, die letzten Spritzen hatten ja etwas länger nachgewirkt. Dachte ich.

Als der Kinderarzt fragte, wie das Kind die 5+1 Auffrischung vertragen hat, gab es eine kleine Diskussion, denn ich dachte unser Sohn hätte beim letzten Termin auch eine weitere MMR bekommen, daher auch die Impfmasern.

Tja, was soll ich sagen, unser Sohn hatte gar keine MMR, folglich auch keine Impfmasern, sondern die Hand-Mund-Fuss-Krankheit, auch als Kleinkinder-Maul und Klauenseuche bekannt.

Ist jetzt auch egal, denn vorbei. Vermutlich hatte mein Tageskind dann auch kein Herpes-Simplex, sondern ebenfalls HMF, nur eben mit anderer Ausprägung, das soll vorkommen. Wer da nun wen angesteckt hat, kann ich nicht mehr sagen, ich frage mich auch, woher die beiden es ergattert haben.

Diesmal gab es die Meningitis-Impfung. Bisher halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, Der Sohn ist aber ein wenig anhänglicher als sonst, was meine Arme und mein Rücken zu spüren bekommen. Ein Freund fragte mich, wieso ich das so anstrengend finden würde, wo ich doch so dicke Arme und einen breiten Rücken habe. Wer sich das auch fragt, kann sich ja mal eine 10-Kg-Scheibe an den linken Arm hängen und 12 Stunden angewinkelt damit rumlaufen.

 

Zehn kleine Fingernägel

Zehn kleine Fingernägel, die hatten Hand-Mund-Fuß;
Einer bog sich um, da blieben nur noch neun.

Neun kleine Fingernägel, die gaben kurz nicht acht;
Einer brach den andern ab, da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Fingernägel, die gingen und stahlen Kekse;
Den einen schlug der Deckel tot, da blieben nur noch sieben.

Sieben kleine Fingernägel begegnen einer Hex‘;
Einen zaubert sie gleich weg, da blieben nur noch sechs.

Sechs kleine Fingernägel gehn ohne Schuh und Strümpf;
einen schnippt der Papa ab, da blieben nur noch fünf.

Fünf kleine Fingernägel, die hielt nichts mehr hier;
Den einen schnippt die Mama ab, da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Fingernägel, die aßen einen Brei;
Einer knibbelte am Tellerrand, da blieben nur noch drei.

Drei kleine Fingernägel spazierten am Bau vorbei;
Einer kratzte an einem Steine – da blieben nur noch zwei.

Zwei kleine Fingernägel, die plantschten schön im Rheine;
Den einen fraß ein Frosch – da blieb nur noch der eine.

Den einen kleinen Fingernagel biß der Sohn sich selber an;
Zehn kleine Fingernägel sind bald wieder dran.

 

Ich fand das Gedicht, leicht verändert, irgendwie passend für die Nebenwirkungen der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Der Kinderarzt hatte uns gewarnt, dass im Anschluss die Fingernägel sehr empfindlich sind, und so kam es dann auch. Einer nach dem Anderen verabschiedete sich ca. auf dem halben Weg. Da lief es uns jedes mal kalt den Rücken runter, wenn wir wieder einen kleinen Fingernagel amputieren mussten. Das sah wirklich nicht gut aus. Inzwischen sind alle wieder auf dem Weg der Besserung.

Zwei – vier – sechs – acht — Der Papa rennt die ganze Nacht.

Gestern hatte Piet begonnen, sich ständig auf den Bauch zu drehen, um dann frustriert einsehen zu müssen, dass zurück oder vorwärts noch nicht so ganz klappt. Leider macht er dies nun auch in der Nacht, im schönen zwei Stunden Rhythmus.

Boah, ich hatte schon komplett vergessen, wie doof das ist. Extrem unausgeruht war der heutige Tag echt kein Spaß, weder für mich, noch für meinen Sohn. Selbst das Radfahren fand er doof. Dabei ist ER doch trocken geblieben.
In „seinem“ Fahrradanhänger ist er optimal vor dem Wetter geschützt, im Gegensatz zu mir.

Hoffentlich klappt das diese Nacht besser. Ich könnte auch einfach das Babyphon auf lautlos stellen. 🙂

Erfahrungsbericht zum Child Transport System (CTS)

 

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1

So, es ist soweit. Mein Sohn und ich sind nun einige hundert Kilometer mit dem Chariot Cougar 1 gefahren. Ich erlaube mir nun die ersten Eindrücke zusammenzufassen. Piet saß das erste Mal mit drei Wochen im Anhänger, jetzt ist er beinahe drei Monate alt und schon ein richtiger „Hänger-Profi“.

Ich bin sicherlich alles andere als ein Rad-Profi, jahrelang bin ich überhaupt kein Rad gefahren. Erst mit der Aktion der AOK „Mit dem Rad zur Arbeit“ habe ich letztes Jahr begonnen, mindestens einmal in der Woche die 10 Km zur Arbeit (einfache Strecke) mit dem Rad zu fahren. Anfangs noch mit meinem Hollandrad, ich sah schnell ein, dass dies auf Dauer keine gute Idee ist. Die Geschichte dazu findet sich hier: Wenn man nicht DIN-kompatibel ist, hat man ein echtes Problem. Ich habe mich dann im Oktober 2010 für das Radon TCS 9.0 Disc entschieden, mit dem ich immer noch sehr zufrieden bin.

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1, Rückansicht

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1, Rückansicht

Mittlerweile fahre ich beinahe alle Strecken mit dem Rad, hin und wieder auch nur zum Spaß Radwanderwege, aber in erster Linie sind es Besorgungsfahrten. Zum Krankenhaus (14 km), zum Einkaufen (5 Km oder 15 Km), zum Kinderarzt (12 Km), zu Freunden (42 Km), zur Oma (44 Km), zum Fitnessstudio (20 km) oder auch mal zum Friseur (30 km).
Die Kilometerangaben beziehen sich in diesem Fall auf hin und zurück zusammen gerechnet. Insgesamt fahre ich mehr Kilometer mit dem Rad, als mit dem Auto. Piet ist dank des Chariot Cougar beinahe immer mit dabei. Weiterlesen