Wie macht eine Möve?

Wenn Kinder sprechen lernen, helfen Bilderbücher, in denen Tiere und Dinge benannt werden. Da einige Worte zu Beginn noch zu schwer sind, erfinden Kinder eine eigene Babysprache. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst für nicht eingeweihte:

  • WauWau für Hund
  • I-aa für Esel
  • Mäh für Schaf
  • Bäh für Ziege
  • usw.

Wichtig ist es dann, das Kind zu bestätigen, sofern es richtig ist, und dann das richtige Wort zu wiederholen. Anfangs wird gerne generalisiert: Alles was fliegt, ist zum Beispiel ein Vogel, alles, was langes Fell hat, ein Schaf. Weiterlesen

Das Universalrufwort

Kinder rufen nach ihren Eltern, ständig. Wie ständig wird einem erst klar, wenn man welche hat.

Unser Sohn hat es doppelt schwer, denn wir kümmern uns ja beide recht intensiv um den Mops. Also musste er immer „Maaaamaaaa-PAAAPAAA!“ rufen. Auf Dauer viel zu umständlich. Da Kinder im allgemeinen sehr kreativ und erfindungsfreudig sind, ist unser Sohn schnell darauf gekommen, dass wenn er nur Mama ruft, Papa nicht kommt und natürlich umgekehrt. Die Lösung lag für ihn auf der Hand, er hat ein Unviversalrufwort erfunden:

„MAAAAPAAA!“

Neue Tierart entdeckt: Das Berner-Sennen-Schaf

Wir üben aktuell fließig mit unserem Sohn sprechen, meistens über das Benennen von Dingen und Tieren, da können auch Bilderbücher helfen.

Als meine Frau gestern mit Piet unterwegs war, trafen sie auf einen Mann in Begleitung eines großen, haarigen Tieres.

Piet sagte: „Da! Mäh!“

Der Mann guckte beleidigt und meine Frau sagte zu Piet: „Nein, das ist kein Schaf, das ist ein Hund.“
Darauf Piet: „Wau?“„Ja genau, ein Wau-Wau, ein Hund.“

Piet sah den Mann fragend an, dieser musste daraufhin richtig losprusten, der Hund hatte offenbar alles verstanden und würdigte unseren Sohn keines Blickes mehr.

Kindermund tut Wahrheit kund, oder? 🙂

Dada-Ismus

Alles ist Dada – Dada ist alles. An diesen Satz aus dem Kunstunterricht habe ich mich irgendwann in den letzten Tagen erinnert. Piet hat bschlossen, doch nicht die üblichen Bezeichnungen für seine Eltern zu verwenden, sondern auf seinen eigenen Dialekt auszuweichen. Meine Frau ist „Nana“ ich bin „Dada“.

Piet ist inzwischen auch in der Lage, zwei Silben sinnvoll zu kombinieren: „Nana, da!“ oder „Dada, Nanane!“.

„Nanane“ ist ürbigens immer noch sein Lieblingsobst. Mein Tageskind kann bereits „Ball“ sagen, wobei Ball alles ist, was rund ist, oder eine Kugelform hat. Zum Beispiel auch unsere Katze. Die findet das aber überhaupt nicht lustig. 🙂

 

Hinweis:  „Der Name „Dada“ wurde angeblich aus der Sprache des französischen Kleinkindes abgeleitet, in der es „Steckenpferd“ bedeutet. Mit dieser Bezeichnung wollten die Künstler die Einfachheit ihrer Kunst symbolisieren, die zugleich ein Neubeginn sein sollte.   Eine andere Erklärung besagt, dass „Dada“ der Name eines Haarwaschmittels war, dass damals gerade sehr gebräuchlich war. Allein schon der Mythos um die Namensgebung ist typisch für die Ironie und die Unsinns-Kultur der Bewegung.  Der Dadaismus entstand 1916 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges.“ WAS IST WAS

Verräter!

Nachdem wir uns ja die ersten Worte eingebildet hatten, war es heute nun tatsächlich soweit. Piet hat eindeutig und objekt- bzw. personenbezogen sein erstes Wort gesagt. Es ist nicht, wie von mir erhofft, Sternenzerstörer geworden. Es ist auch nicht Papa, Daddy oder ein ähnliches Wort für Vater geworden. Ich hätte mich auch über die chinesische Variante „bàba“ gefreut. Aber nein, es ist doch tatsächlich „Mama“.
Meine Frau hat sich darüber natürlich waaaahnsinnig gefreut.

Was soll ich dazu sagen? Verräter! 🙂

Als mein Sohn wenig später bei mir auf den Arm wollte, habe ich passend gekontert:

„Du kommst hier erst wieder hoch, wenn du Papa gesagt hast.“

Aber ich habe den Augen nicht lange stand gehalten. Mann, ist der gut darin. 😉

 

Mama, Papa und Mmba

Gestern war es soweit, Piet hat mit kaum acht Monaten zum ersten Mal bewusst und gezielt Mama, Papa und Mmba gesagt. Zumindest wir sind davon überzeugt. Meine Mutter war der festen Meinung, dass wir uns das nur einreden bzw. einbilden.

„In der Regel gibt ein Baby ab 10 Monaten Laute von sich, die einem „Mama“ oder „Papa“ ähneln. Die Sprache ist ein dreifacher Prozess, der aus einer intellektuellen, einer neuromotorischen und einer affektiven Komponente besteht, die eng miteinander verknüpft sind. “ gofeminin.de

Zum Tathergang: Meine Frau verabschiedete sich von Piet am späten Nachmittag, da sie noch zu einem Termin musste. Als Meine Frau dabei war, die Wohnungstür zu schließen, brüllte unser Sohn ein herzzerreißendes „Mamaa!“.
Er schaute eine ganze Weile fassungslos zur Tür und brüllte dann: „Paapa!“

Mich konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht sehen, ich saß schon eine ganze Weile hinter ihm. Als ich ihn dann hoch hob und tröstete, war nach einigen Minuten wieder alles in Ordnung. Kaum lag er erneut auf seinem Krabbelteppich kam unsere Katze vorbei. Kimba huschte vorüber und Piet robbte los, begeistert „Mmba“ rufend. Das mit dem „Ki“ ist wohl noch ein wenig viel verlangt. Da wir uns da alles nur einbilden, spielt es ja auch keine Rolle. 🙂