Wie macht eine Möve?

Wenn Kinder sprechen lernen, helfen Bilderbücher, in denen Tiere und Dinge benannt werden. Da einige Worte zu Beginn noch zu schwer sind, erfinden Kinder eine eigene Babysprache. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst für nicht eingeweihte:

  • WauWau für Hund
  • I-aa für Esel
  • Mäh für Schaf
  • Bäh für Ziege
  • usw.

Wichtig ist es dann, das Kind zu bestätigen, sofern es richtig ist, und dann das richtige Wort zu wiederholen. Anfangs wird gerne generalisiert: Alles was fliegt, ist zum Beispiel ein Vogel, alles, was langes Fell hat, ein Schaf. Weiterlesen

Dadaismus und die Pyjamahelden

Alles ist Dada – Dada ist alles.

An diesen Satz aus dem Kunstunterricht habe ich mich irgendwann in den letzten Tagen erinnert. Der Sohn hat beschlossen, doch nicht die üblichen Bezeichnungen für seine Eltern zu verwenden, sondern auf seinen eigenen Dialekt auszuweichen.

Meine Frau ist „Nana“ ich bin „Dada“.

Unser Kind ist inzwischen auch in der Lage, zwei Silben sinnvoll zu kombinieren: „Nana, da!“ oder „Dada, Nanane!“.

„Nanane“ ist übigens immer noch sein Lieblingsobst. Mein Tageskind kann bereits „Ball“ sagen, wobei Ball alles ist, was rund ist, oder eine Kugelform hat. Zum Beispiel auch unsere Katze. Die findet das aber überhaupt nicht lustig.

Hinweis:  „Der Name „Dada“ wurde angeblich aus der Sprache des französischen Kleinkindes abgeleitet, in der es „Steckenpferd“ bedeutet. Mit dieser Bezeichnung wollten die Künstler die Einfachheit ihrer Kunst symbolisieren, die zugleich ein Neubeginn sein sollte.   Eine andere Erklärung besagt, dass „Dada“ der Name eines Haarwaschmittels war, dass damals gerade sehr gebräuchlich war. Allein schon der Mythos um die Namensgebung ist typisch für die Ironie und die Unsinns-Kultur der Bewegung.  Der Dadaismus entstand 1916 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges.“ WAS IST WAS

 

Butterkekse

Wer will Ärger?

Wer will Ärger?

Rituale sind für Kinder sehr wichtig, gleiche Abläufe geben Sicherheit, bei großen aber eben auch bei kleinen Dingen.

Mein Sohn erwartet inzwischen grundsätzlich einen halben Keks, wenn er im Kinderwagen fährt, ist der Keks alle, ist auch schnell der Spaß im Wagen dahin. Daher habe ich stets einen kleinen Vorrat in der Tasche, sonst bekommt er keine weiteren Süßigkeiten, es sei denn, man zählt die Fruchtgläser dazu, die auch Zuckerfallen sind, dazu schreibe ich aber noch einmal einen gesonderten Artikel.

Mit einem Keks kommen wir gut zwei Kilometer weit, das sind also 0,5 K/Km. Ein Keks hat so einige Kalorien, aber immer noch weniger, als ein Becher Apfelsaft. Unser Sohn trinkt ausschließlich Wasser, das schont die Zähne.

 

Gecko-Finger

Als Eltern beobachtet man sein Kind sehr genau und findet eigentlich jeden Tag etwas, das einen überrascht oder verwundert. Mich erstaunt in den letzten Tagen immer wieder, was (und wie) mein Sohn mit seinen klitzekleinen Fingern heben und bewegen kann. Er legt einen einzigen Fingen auf das i-Pad und ich benötige zwei Hände, um dagegen zu halten. Wie ist das möglich?

Er legt beide Hände flach auf unser glattes Ledersofa und zieht sich daran hoch. Er packt einen Ball mit einer Hand, der im Vergleich so groß wäre, wie für mich einer dieser Sitzbälle, die man Fitness-Studios findet, oder auch in so manchem Büro. Er findet draußen jede Zigarettenkippe und davon gibt es leider reichlich, hält diese zwischen Daumen und Zeigefinger und es ist mir kaum möglich,  ihm diese wegzunehmen.

Es gibt für dieses Rätsel nur eine Lösung, wenn alle anderen logischen Gründe ausgeschlossen werden können, muss der Letzte die Ursache sein, auch wenn dieser noch so unwahrscheinlich klingt:

Mein Sohn ist ein Mutant mit Gecko-Fingern und wird vermutlich in wenigen Monaten in der Lage sein, glatte Wände hoch zu laufen, ganz sicher.

Mama, Papa und Mmba

Gestern war es soweit, Piet hat mit kaum acht Monaten zum ersten Mal bewusst und gezielt Mama, Papa und Mmba gesagt. Zumindest wir sind davon überzeugt. Meine Mutter war der festen Meinung, dass wir uns das nur einreden bzw. einbilden.

„In der Regel gibt ein Baby ab 10 Monaten Laute von sich, die einem „Mama“ oder „Papa“ ähneln. Die Sprache ist ein dreifacher Prozess, der aus einer intellektuellen, einer neuromotorischen und einer affektiven Komponente besteht, die eng miteinander verknüpft sind. “ gofeminin.de

Zum Tathergang: Meine Frau verabschiedete sich von Piet am späten Nachmittag, da sie noch zu einem Termin musste. Als Meine Frau dabei war, die Wohnungstür zu schließen, brüllte unser Sohn ein herzzerreißendes „Mamaa!“.
Er schaute eine ganze Weile fassungslos zur Tür und brüllte dann: „Paapa!“

Mich konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht sehen, ich saß schon eine ganze Weile hinter ihm. Als ich ihn dann hoch hob und tröstete, war nach einigen Minuten wieder alles in Ordnung. Kaum lag er erneut auf seinem Krabbelteppich kam unsere Katze vorbei. Kimba huschte vorüber und Piet robbte los, begeistert „Mmba“ rufend. Das mit dem „Ki“ ist wohl noch ein wenig viel verlangt. Da wir uns da alles nur einbilden, spielt es ja auch keine Rolle. 🙂