3 Monate „Lean-Gains-18-6“ als „Reverse-Diät“

Von Oktober bis Weihnachten habe ich mich bemüht das Intermittend-Fasting 16-8 als „Reverse-Diät“ umzusetzen. Während das Abnehmen mit dieser Methode für mich ausgesprochen gut funktioniert hat, bin ich mir beim Zurückführen auf das normale Erhaltungsniveau und anschließend dem Aufbau beim Erfolg nicht so ganz sicher.

Dazu muss ich vielleicht anmerken, dass ich während der Diätphase sehr genau „getrackt“ habe und es auch beim Zunehmen zu Beginn sehr genau genommen habe, das hat aber nur vier Wochen gut funktioniert. Dann habe ich eindeutig auch für den geplanten Aufbau zu viel gegessen, die Methode behielt dennoch ich bis Ende Dezember bei. Über die Feiertage habe ich auf nichts Rücksicht genommen und habe nun in den letzten zwei Wochen langsam begonnen, alles wieder einzurenken. Weiterlesen

Was sollten Kinder über Essen wissen?

Wenn Eltern über Ernährung diskutieren, geht es meist hoch her. Denn mit gesunder Ernährung kennt sich ja eigentlich jeder aus und jeder weiß, was man essen soll und was besser nicht.

Was sollten denn unsere Kinder über unser Essen wissen?

Da die Eltern stets Vorbild sind, übernehmen die Kinder meistens die Essgewohnheiten ihrer Eltern. Gern gesprochene Sätze von Eltern:

„Unser Kind isst das nicht.“
„Das gebe ich unserem Kind nicht zu essen“

Unser Sohn isst nicht alles, das ist auch gut so. Er muss zum Beispiel keinen Ketchup mögen. Auch gebe ich meinem Kind nicht alles zu essen, „Kindermenüs“ sind mir meist ein Greul. Ich bemühe mich intensiv, um (frittierten) Industriemüll einen Bogen zu machen, wo es geht. Das gilt aber für uns alle. Bei uns gibt es nie Fischstäbchen oder Chicken-Nuggets, auch keine Fertigpizza oder Dosenfutter. Im Kindergarten bekommt er es oft genug vorgesetzt, ob er es dort isst, weiß ich leider nicht wirklich.

Brathähnchen

Brathähnchen

Ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich meinem Kind keine Chicken-Nuggets „koche“, weil ich es für Müll halte, oder weil ich veganen Prinzipien folge. Kinder werden durch das geprägt, was in den ersten Jahren zu Hause auf den Tisch kommt. Unser Kind mag es am liebsten ursprünglich, eben so, wie wir zu Hause gerne essen. Mit meinen Eintöpfen kann ich ihn zwar nicht überzeugen, aber er isst gerne Brathähnchen, geräucherten Fisch, Eier mit Speck, Pute mit Reis ohne Sauce und beinahe alle Arten Rohkost.

Unserem Sohn habe ich nie erklärt, dass ich viele Dinge für nicht gut oder gesund halte, ich kaufe und esse diese Dinge einfach nicht und das prägt. Wenn er woanders isst, darf er essen, was er mag, meistens mag er es aber eben nicht. Weiterlesen

Morgens wie ein Kaiser?

Regelmäßig erscheinen neue Studien zum Thema Ernährung, viele, die mich interessieren, lese ich tatsächlich ganz durch oder suche eine brauchbare Zusammenfassung. Ich habe festgestellt, dass die Überschrift mancher Artikel in den Medien, die auf diesen Studien basieren, einfach sehr fragwürdig sind, oder schlicht die Studie nicht viel taugt.

Ich bin weder Ökotrophologe noch habe ich Biologie studiert, dennoch kann man oft auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um eine ernsthafte Studie handelt, oder ob jemand „Marketing“ für ein Produkt machen möchte. Nicht selten habe ich letzteren Eindruck.

Es gibt viele Mythen, die auf den Schlagzeilen vergangener Zeiten beruhen, die sich hartnäckig bis heute, selbst bei Ärzten, halten, obwohl längst klar ist, dass die Studie von vornherein nichts taugte oder inzwischen mehrfach widerlegt wurde. (Salz und Bluthochdruck, rotes Fleisch und Herzanfälle und so weiter.)

Gerade habe ich die Zusammenfassung einer Studie („High caloric intake at breakfast vs. dinner differentially influences weight loss of overweight and obese women.“) gelesen, die mich wirklich interessierte, denn im allgemeinen heißt es immer wieder: Egal wann man die Kalorien zu sich nimmt, am Ende entscheidet die Bilanz über die Zunahme oder den Diäterfolg. Die Studie besagte das Gegenteil.

Was uns zu der Überschrift bringt, denn der Spruch dazu ist uralt:

  • Iss morgens wie ein Kaiser – mittags wie ein König – und abends wie ein Bettler

Zumindest in Deutschland kennt den Spruch wohl jeder. Kann das denn wirklich wahr sein und funktionieren? Weiterlesen

Bodybuilding Rezepte, Ernährung für den Muskelaufbau und Erhalt

Tintenfisch mit Hackfüllung
Tintenfisch mit Hackfüllung

Zugegeben, wer braucht schon Rezepte für eine Bodybuilding Diät?

Meine Gerichte sind jedoch auch für abnehmwillige interessant, die kein Bodybuilding machen, ohne dabei speziell Low-Carb oder Low-Fat zu sein. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen, es gibt auch einige Blogs speziell zu dem Thema „Bodybuilding-Rezepte“, aber nur wenige sind gut gepflegt und kommen über die üblichen 10 Gerichte hinaus.

Bei mir im Blog hat sich in den letzten Monaten einiges angesammelt, da dachte ich mir, eine kleine Auflistung kann nicht schaden. Die Nährwerte sind stets mit aufgeführt, die Portionen orientieren sich, je nach meiner Diätphase, an 500 – 700 kcal je Mahlzeit. Allen gemeinsam ist natürlich ein ansprechend hoher Proteinanteil, je Portion sind mindestens 35 g Eiweiß enthalten. In meinen Blog schaffen es übrigens nur Rezepte, die ich jederzeit wieder kochen würde.

Einige Rezepte hören sich zuerst überhaupt nicht nach der Ernährung eines Bodybuilders an, wer sonst nur Pute mit Reis isst, wird hier auch nicht glücklich, denn ich koche gerne. 😉 Weiterlesen

Neuer Trainingsplan

Meine Diät entspricht von der Idee her der Ernährung der Classic Physique Builder aus den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Als Vorbild dient mir insbesondere Bruce Randall. Seine Diät ziehe ich jetzt schon seit einigen Wochen durch, allerdings ein wenig an die heutigen Zeiten angepasst. Whey gab es damals noch nicht und dient mir als guter Ersatz für Milch, denn glutenfrei und caseinfrei bleibe ich natürlich trotzdem.

Auch das Training habe ich nun angepasst, für die großen Muskelgruppen mache ich nun 12-20 Wiederholung je Satz. So habe ich noch nie trainiert. Die erste Erkenntnis:

Leichte Gewichte schmerzen ebenso wie schwere, aber noch mehr schmerzt das Ego.

Ganz ehrlich, ich halte mich grundsätzlich für jemanden, der in der Lage ist, sein Ego für das Training zu Hause zu lassen, aber der Wechsel von z.B. 46 Kg Kurzhanteln für vordere Schulter runter auf 22-26 Kg ist echt hart. Hinzu kommt, dass mir das Training in der Diät doppelt so schwer vorkommt, dafür klappt das Cardio-Training im Anschluss jetzt viel besser.

Immerhin dafür war die Wanderung wohl gut. 🙂 Weiterlesen

100% gfcf / 80% paleo

Vollzeitvater

Vollzeitvater

Ich musste meine Ernährung schon vor langer Zeit auf eine gluten- und caseinfreie Diät (im eigentlichem Sinne) umstellen, um die Symptome meiner Fibromyalgie-Erkrankung (18/18 Tender Points) und CFIDS (CFS) (60 von 100 Punkten) in den Griff zu bekommen. Inzwischen bin ich seit langer Zeit symptomfrei, wenn mir nicht etwas falsches zu Essen zwischen die Zähne gerät, gerade im Restaurant oder bei Freunden kann das schnell mal passieren.

Durch die Umstellung auf die gfcf-Ernährung habe ich allerdings nicht abgenommen, was mir meine Ärzte ergänzend dringend angeraten haben. Wie immer eigentlich, wenn ich bei einem Arzt aufgeschlagen bin, und ich war bei vielen. Allerdings haben alle diese Ärzte meine Probleme auf mein Übergewicht geschoben (teilweise bis heute), was schlicht nicht gestimmt hat.

Erst nachdem es mir wieder gut ging, konnte ich überhaupt erneut an Sport und Abnehmen (und Kinder 🙂 ) denken. Die Einschränkungen der gluten- und caseinfreien Ernährung machten eine klassische Gewichtsreduktion beinahe unmöglich, durch Zufall landete ich auf marksdailyapple.com, einer Seite, die sich mit der sogenannten Steinzeit-Ernährung beschäftigt.

Zuerst fand ich das den totalen Quatsch, bis mit klar wurde, dass es mit meiner gfcf-Diät gut kombinierbar war. Die „Primal-Blueprint“-Ernährung ist grundsätzlich gluten- und caseinfrei und verzichtet zusätzlich auf verarbeitete Lebensmittel und vor allem auf Zucker. Auf der Seite der Erfolgsberichte waren beeindruckende Geschichten zu lesen. Ich wollte das gar nicht glauben, bis ich die Geschichte von jemanden las, der vorher Fibromyalgie hatte und durch paleo wieder gesund wurde.

Die Story hätte von mir sein können, es gab nur einen Unterschied, er hat noch dabei abgenommen. 🙂

Also habe ich es versucht und habe Erfolg dabei. Was ich esse, bzw. nicht esse, möchte ich hier kurz zusammenfassen, für alle, die sich schon mal gefragt haben, was ich da eigentlich mache. Mir ist durchaus bewusst, dass diese Ernährungsweise der Ernährungspyramide der DGE deutlich widerspricht und natürlich auch keinen Veganer oder Vegetarier glücklich machen kann. Weiterlesen

Lieblingsgerichte

Kinder haben Lieblingsgerichte, die meisten Erwachsenen auch. Die üblichen Verdächtigen bei den Pens sind schnell genannt, dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe heute einige Tagesmütter befragt. Hier die Hitliste:

  • Nudeln mit roter Sauce
  • Fischstäbchen mit Bratkartoffeln
  • Pizza, hausgemacht

In Haushalten in denen „normal“ gekocht wird, sind dies sicherlich die Klassiker der Kinderküche. Bei mir gibt es diese allerdings nicht, denn ich koche grundsätzlich gluten- und caseinfrei, auch für die Kinder. Die Hintergründe dazu gibt es an vielen Stellen hier im Blog.

Meine Kindergerichte sind ebenfalls eher einfach, daher tauchen diese hier im Blog selten auf. Gestern hat mich aber ein sehr nettes Kommentar erreicht, da wollte ich heute mal die Lieblingsgerichte meines Sohnes und des Tageskindes posten.

„[…]Wir haben unsere Ernährung auf gf/cf wegen des Autismus unseres Sohnes umgestellt […] Zudem bist Du unser Mittagessenretter…mir fällt im Moment nämlich nichts mehr ein, da unserer Kleiner auch nicht alles isst.“

LG, Steffi

Also hier die top drei Gerichte bei uns am Mittagstisch: Weiterlesen

Low-Carb – Paleo-Ernährung, oder doch LCHF?

Ich ernähre mich seit zwei Jahren gluten- und kaseinfrei. Anfangs habe ich dadurch insgesamt 10 Kg abgenommen, diese später, als ich mich daran gewöhnt hatte, allerdings auch wieder zugenommen. Seit ich zu Hause bin, hatte sich an meinem Gewicht auch nicht mehr viel geändert, da ich auch kaum noch zum Sport gekommen bin und auch das Tanzen spät am Abend einfach nicht mehr geschafft habe. Bereits mit einem Kind und den üblichen Einkäufen ist mir klar geworden, dass sich am Gesamtgewicht etwas ändern muss, wenn ich weiterhin in der Lage sein möchte, ein bis drei Kinder plus Zubehör in die dritte Etage zu wuchten. Da kommen schnell 30 Kg zusammen, jedes Kilogramm, das man selbst zu viel auf den Rippen hat, macht sich da direkt bemerkbar.

Ich hatte daher bereits im März begonnen abzunehmen. Der Plan sah 1 kg in der Woche vor, ich zählte mal wieder Punkte in Eigenregie, das funktioniert ganz gut. Die ersten 10 Kg waren wie geplant runter, dann kam die berühmte Mauer, es ging wochenlang nicht voran. Ich suchte Hilfe bei einem Freund, der gerade eine sehr strenge Bodybuilding-Wettkampf-Diät macht, die ist nicht unbedingt gesund, aber er kennt sich gut aus, denn der macht das öfters.
Er vermutete eine zu hohe Aufnahme von Kohlenhydraten und zu wenig Sport, zu diesem Zeitpunkt war es nur eine Stunde in der Woche.  Er gab mir Hausaufgaben, sozusagen, ich sollte das Verhältnis von Eiweißen (EW) zu Fetten und Kohlenhydraten (KH) ermitteln und genau aufschlüsseln und die KH reduzieren, die Eiweiße erhöhen und mehr Sport treiben. Damit erfülle ich quasi die Kriterien einer Low-Carb-Ernährung.

Gesagt – getan. Das brachte eine kleine Überraschung, denn obwohl ich mich extrem genau an meine 30 Punkte je Tag gehalten habe, waren die tatsächlichen Kalorien (kcal) extrem verschieden. (Hinweis: 1 g KH und EW hat je 4,1 kcal, Fett 9,3)  Ich nahm täglich zwischen 1500 kcal und 2100 kcal zu mir, bei dreimal Sport (1 Stunde) und zwei Stunden Radfahren in der Woche. Bei einem Grundumsatz von 4200 kcal war das Kaloriendefizit, zumindest das Theoretische, enorm.

Tipp: Online-Berechnung des Grundumsatzes der Universität Hohenheim

Nach einigen Tagen purzelten die Kilos, endlich, so muss das sein. 🙂  Ich holte mir noch ein wenig Hilfe in Form von Proteinpulver. Da ich ja kein Kasein vertrage, verwendete ich zuerst Protein aus Soja, dies stellte sich allerdings leider als extrem widerlich heraus. Durch Zufall landete ich auf einem Blog, der sich auch mit gfcf-freier Ernährung beschäftigt, allerdings im Rahmen der Paleo-Ernährung: „becomingvollblutWeiterlesen

„Gesunde Ernährung“

Ich habe ja schon vor längerer Zeit meine Meinung zu „gesunder Ernährung“ hier im Blog verewigt, damit wollte ich es eigentlich auch gut sein lassen, aber ich hatte ja in meiner Fortbildung zur Kinder-Tagespflegeperson (Tagesvater) gestern meinen zweiten Abend zu Ernährung, diesmal mit Kochen.

Zu Beginn erhielten wir die Rezepte, die wir anschließend kochen sollten. Ich überflog die Zutatenlisten und war etwas überrascht. Aktuell leben in Deutschland über 80 Millionen Menschen, gut 10% vertragen Lactose nicht, weitere beinahe 10% vertragen Gluten nicht. Wenn also eine Gruppe Menschen aus Deutschland zusammenkommt und diese mindestens 10 Personen aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass je einer dabei ist, der Lactose oder Gluten nicht verträgt, praktisch 100%. Wir waren zu elft, eine vertrug keine Lactose, ich kein Gluten, von Kasein spreche ich an dieser Stelle nicht, denn das ist deutlich seltener.

Die Rezpte enthielten alle Gluten und Lactose. Liebe Dozentin, schwache Leistung. Aber es wird noch besser. Ich rechnete im Kopf flott die Kalorien zusammen, es waren reichlich, Angaben dazu gab es allerdings nicht. Ich fragte nach. Als Antwort erhielt ich ein ziemlich patziges: „Wir sind hier 11 Frauen und wollen alle einen netten Abend haben, den wir uns nicht verderben lassen werden.“ (Ich war wie immer der einzige Mann.)

Ach so, da hatte ich wohl die Veranstaltung verwechselt, ich war wohl doch auf einer Tupperparty gelandet und nicht auf einem Seminar über Ernährung. Davon abgesehen war die Aussage sexistisch und diskrimienernd, wäre die Situation umgekehrt gewesen, es hätte einen Aufstand ausgelöst. Aber so muss ich mich wohl damit abfinden, eine Unverschämt war es trotzdem. Weiterlesen

Die gluten- und kaseinfreie Ernährung (gluten and casein free diet)

Ich möchte diese gfcf-Ernährungsweise niemandem empfehlen, sondern nur denen eine Hilfestellung geben, die diese Entscheidung bereits für sich getroffen haben.
Diese „Diät“ ist nicht zum Abnehmen gedacht, ich bin dafür der lebende Beweis. 😉
Es ist auch keine Lebenseinstellung wie zum Beispiel die vegane Ernährung. Wer sich gfcf-frei ernährt, hat meist keine Alternative, außer heftige Symptome zu akzeptieren. Alle, die eine der weiter unter genannten Erkrankungen diagnostiziert bekommen haben, sollten sich mit dem Thema beschäftigen und mit einem Arzt, der sich wirklich auskennt, unterhalten. Letztere sind sehr schwer zu finden, ich spreche da aus Erfahrung.

In den USA wird diese Ernährung für autistische Kinder und Kinder mit ADHS von vielen Eltern empfohlen. Aber auch bei CFIDS (CFS) und Schizophrenie sind positive Erfahrungen belegt.
Im Kern geht es darum, Eiweiße aus Getreide und Milch, sowie Produkte daraus komplett ohne Ausnahmen zu vermeiden. Da dies viel schwieriger ist, als man auf den ersten Blick vermuten kann, möchte ich meine Erfahrungen gerne weitergeben. Die Steinzeit-Ernährung hat, als eine Art Lebenseinstellung, nicht direkt damit etwas zu tun, es gibt aber viele Gemeinsamkeiten. Weiterlesen