Fieber bei Kindern

Es scheint so zu sein, dass jedes Kind seine Vorlieben bei Krankheiten hat.

Im weiteren Bekanntenkreis erwischt es die Kinder sehr gerne regelmäßig mit ähnlichen Symptomen, bei den einen ist es die Mittelohrentzündung, bei den anderen Magen-Darm, oder eine Mandelentzündung. Als unser Sohn das erste mal krank wurde und Fieber bekam, waren wir ganz schön nervös.

Wir hatten bereits das Gefühl, dass der kleine Kerl bald hops geht, aber der Arzt schickte uns weg mit den Worten: „Da muss der durch„, oder: „Der ist mir noch viel zu fit.“ Dafür hat man dann ein bis zwei Stunden Zeit beim Arzt oder im Krankenhaus geopfert und kommt sich danach ganz schön bescheuert vor, aber für das Kind macht man ja alles.

Zumindest für das erste Kind im ersten Jahr. 😉

Lesetipp hier im Blog:

Danach sinkt die Stress-Schwelle erheblich, erst nach dem dritten Tag Fieber geht man dann zum Arzt, meistens, um die gleichen Sätze wie im ersten Jahr zu hören. Als erfahrene Eltern wird man viel gelassener, denn man hat ja schon einiges erlebt, nach drei Jahren ist mit Sicherheit jeder mal bekacktkotzt worden.

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Nächtliche Dusche

Gestern wurde uns die Situation dann doch etwas zu unheimlich, unser Sohn hatte immer noch Fieber, klagte über Bauchschmerzen und wollte immer noch nichts essen, seit Sonntag hat er nichts angerührt, immerhin trinkt er wieder was. Eine Nachbarin empfahl uns einen Kinderarzt in Mönchengladbach-Neuwerk, etwa vier Kilometer von uns entfernt. Ich packte den Kleinen ein und radelte los.

Die Strecke ist nicht besonders schön, die Radwege auf der Straße oder in einem erbärmlichen Zustand. Nach 12 Minuten war ich dort und fand für mein Gespann einen schönen Parkplatz im Hof des Arzthauses.

Ich hatte natürlich keinen Termin gemacht, vor mir standen bereits einige Mütter mit Kindern, nach mir kamen auch noch etliche, bevor die Türe geöffnet wurde. Nach kurzer Anmeldung haben wir eine Stunde tapfer gewartet und kamen dann dran. Der Kinderarzt wirke, erstaunlicherweise, nicht gestresst und gab flott Entwarnung:

Die Übelkeit und das Fieber haben nichts mit den Streptokokken zu tun, es ist ein „normaler“ Magen-Darm-Virus, welch eine Erleichertung. Das bedeutete allerdings auch, dass der Durchfall noch kommen würde.
Kaum zu Hause war es dann soweit, oben und unten gleichzeitig. Der kleine Kerl verbrachte den gesamten Tag auf mir liegend, wimmernd und jammernd.

In der Nacht um 1.00 Uhr rief er nach uns, meine Frau ging in sein Zimmer und ich hörte so was in der Art wie: „Ach du meine Güte, ich glaub ich muss K0%/§n!. Ich denke, ich brauche Hilfe.“

Der Gestank im Kinderzimmer war in der Tat überwältigend, während meine Frau (mal wieder) mitten in der Nacht mit unserem Sohn duschte, brachte ich die Klamotten, den Schlafsack und das Bettzeug zur Waschmaschine und stellte eine 95c° Wäsche an, hoffentlich bleiben keine braunen Flecken zurück.

Ich hatte für die Woche einige Verabredungen geplant und eine Spielgruppe klar gemacht, das muss nun alles wieder ausfallen, wirklich schade.

So eine Nacht

Gestern hatten wir volles Programm, morgens war ich mit Fahrrad und Kind zum Schwimmen gefahren, Korschenbroich ist ja nicht wirklich weit weg, da mein Wagen noch in der Werkstatt ist und meine Frau noch an den Nachwirkungen der Streptokokken leidet. Eigentlich ist das Väter-Schwimmen am Wochenende ihr Ding. Dafür fuhr sie dann tapfer in den Baumarkt, wie es andere Familienväter eben auch machen und besorgte ein fehlendes Teil für die Gardinenstange in der Küche.

Unser Sohn hatte überhaupt keinen Spaß am Schwimmen, ich brach den Kurs nach 20 Minuten ab, das hatte keinen Zweck. Nachmittags waren wir dann alle zusammen an unserer alten Wohnung, meine Frau ging mit dem Mops auf „unseren“ Spielplatz, ich kümmerte mich um die Interessenten der Wohnung. Nach den Erfahrungen mit Maklern möchten wir die Wohnung lieber selbst vermitteln, hat beim letzten Mal ja auch gut geklappt.

Es war ein toller Tag, abends lief alles wie gewohnt, wir waren alle gut fertig und gingen früh in unsere Betten. Um Mitternacht ging es los:

  1. Ein Husten aus dem Kinderzimmer, ich wache auf, horche und drehe mich wieder um
  2. Mehr Husten, dann ein Würgen
  3. „Mama-Papa! Ich brauch Hilfe.“
  4. In Sekunden stehe ich vor dem Bett unseres Kindes und sehe die Kochwäsche-Berge schon vor mir Weiterlesen

Oben wie unten

Was ist genau doppelt so lästig wie eine Magen-Darm-Grippe?

Richtig, zwei Magen-Darm-Grippen. Die letzte Woche war wirklich kein Spaß, meine Frau war unterwegs und mich streckte so ein Virus nieder. Mein Sohn hatte irgendwie kein Verständnis für einen Papa, der nicht vom Sofa hochkommt und wenn, dann direkt in das kleine Zimmer mit den Wasserspielen läuft. Als mich Piet dann in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch aus meinem Bett holte, rannte ich wie üblich die Treppe runter in die Küche, um seine Flasche fertig zu machen. Ich hatte den zweiten Löffel Milchpulver noch nicht drin, da wurde mir schwarz vor Augen.

Ach, hey, ich bin ein über 100 Kg Brocken, das geht schon, oder?

Nein, ging es nicht. Gerade noch fiel mir die Cola-Flasche im Kühlschrank wieder ein, die war von unserer letzten Party übrig geblieben und fristete seitdem ein einsames Schicksal. Ich hatte die Cola noch nicht offen, schon räumte ich doch noch final die Küche ab und ging scheppernd zu Boden. Es brauchte eine ganze Weile, bis ich wieder hoch kam. Mein Rücken und mein Kopf hatten auch neue Bekanntschaften geschlossen. Nach einem Glas Cola ging es dann endlich besser, wenn auch noch ein wenig schmummerig. So was passiert einem auch immer, wenn man alleine ist. Weiterlesen

Nur auf dir, dir allein…oder Papa

Frische Luft muss sein

Frische Luft muss sein

Es war Freitag Abend, wir freuten uns auf unser Wochenende, wir hatten schöne Pläne. Piet war die ganze Woche sehr anstrengend gewesen und hatte täglich ein bis zwei Trotz-Wutanfälle, der längste dauerte 35 Minuten. Auch diesen Abend brüllte Piet, aber irgendwas war anders. Es stellte sich schnell heraus, dass er förmlich glühte. Die Messung ergab über 40c° Temperatur. O.K., dies war kein Trotzanfall, es ging ihm wirklich schlecht. Eine Ursache konnten wir nicht feststellen, Piet hatte aber seit einer Woche einen nicht allzu heftigen Husten.

Meine Frau wollte direkt in die Kinderklinik fahren, ich konnte sie jedoch überreden, noch etwas zu warten. Unser Sohn bekam ein Fieberzäpfchen rein und wurde zu Bett gebracht. Es half leider nichts, er schlief nicht, dafür kotzte er. Wir hampelten uns bis Mitternacht durch, danach gaben wir auf. Er wollte nicht in sein Bett, er wollte nur auf uns schlafen. Sobald man ihn in Richtung Bett brachte, klammerte er sich wie verrückt am uns und brüllte so laut er konnte. Meine Frau und ich nahmen ihn also mit in unser Bett, wo er im zwei Stunden Rhythmus auf unseren Bäuchen schlief. Blöd daran ist, dass wenn unser Sohn auf unserem Bauch schläft, wir das nicht auch machen können. Ich kann nicht auf dem Rücken schlafen, es wurde also eine sehr anstrengende Nacht. Weiterlesen

Doppelt Impfen ist keine gute Idee

Mittags war noch alles gut.

Mittags war noch alles gut.

Beim letzten Kinderarztbesuch bekam Piet die zweite Spritze der MMR-Impfung und eine Auffrischung der 5-in-1. Das war keine gute Idee, denn Piet ging es danach wirklich elend. Um uns dies eindrücklich nahe zu bringen, hat er abends das Bett, das Laminat, den Teppich, den Sessel, seinen Schlafsack, seine Kuscheltiere und uns so richtig voll gegöbelt. Zweimal.

Das wurde eine sehr kurze Nacht.

Insgesamt war die ganz Woche sehr anstrengend, denn ich bekam selten mehr als 4 bis 5 Stunden Schlaf die Nacht, inkl. 30 – 60 minütiger Unterbrechungen. Hinzu kam das sehr bescheidene Wetter. Wir sind zwar tapfer trotzdem raus gegangen, aber bei Regen ist das Spielen schon arg eingeschränkt.

Jetzt bin ich heilfroh, das Wochenende ist.

Möglichkeiten einen Vollzeitvater Vollzeit zu beschäften #1: Brechdurchfall

Am Montag begann es völlig ohne Vorwarnung, ich hatte gerade im Baumarkt neues Katzengras gekauft, als Piet auf dem Weg nach Hause auf der Rückbank anfing zu röcheln und zu würgen. Dank des neuen Kinder-Autositzes konnte ich im Rückspiegel erkennen, dass es ernst war. Dennoch brauchte ich zu lange den Wagen anzuhalten. Piet göbelte auf den wunderbaren, niegelnagelneuen Recaro Young Sport. Einen Teil konnte noch nach draußen abegeleitet werden, aber Piet ging es wirklich dreckig. Zum Glück waren wir mit dem Wagen meiner Frau unterwegs, als erfahrene Außendienstlerin hat sie immer eine Packung Einweg-Wischtücher im Auto. Mit diesen Tüchern wurde Piet wieder vorzeigbar gesäubert, so dass ich doch noch zum Supermarkt fahren konnte. Dachte ich.

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel noch einmal, mit dem Unterschied, dass Piet diesmal nicht im Recaro saß, denn der war ja voll gekotzt, sondern im Maxi-Cosi, der zum Glück auch noch im Wagen war. Ich liebe Kombis.
Leider war nun auch der Maxi-Cosi von oben bis untern versaut, super. Das gibt reichlich Arbeit. Zu Hause wurde Piet mit dem Kärcher abgebraust und neu eingelkleidet. Wir auch, denn Piet hatte meiner Frau, gerade angekommen, einen super Empfang bereitet. Mal sehen, ob ich die Jeans wieder sauber bekomme. 🙂

Das ging den ganzen Tag so weiter, bis ca. 16:00 Uhr hatten wir ungefähr 10 Kleidungswechsel hinter uns, in der Mittagspause erwischte es meine Frau, später dann mich. Abends schien alles wieder O.K. zu sein, meine Frau flog direkt am nächsten Morgen sehr früh auf eine Geschäftsreise. Ich fuhr, wie immer dienstags, zum Babyclub, denn die Lage hatte sich ja offenbar beruhigt, Durchfall hatte Piet in der Nacht nicht gehabt, daher ging ich von einer kleinen Magenverstimmung aus. Soll ja vor kommen. Weiterlesen