Wie macht eine Möve?

Wenn Kinder sprechen lernen, helfen Bilderbücher, in denen Tiere und Dinge benannt werden. Da einige Worte zu Beginn noch zu schwer sind, erfinden Kinder eine eigene Babysprache. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst für nicht eingeweihte:

  • WauWau für Hund
  • I-aa für Esel
  • Mäh für Schaf
  • Bäh für Ziege
  • usw.

Wichtig ist es dann, das Kind zu bestätigen, sofern es richtig ist, und dann das richtige Wort zu wiederholen. Anfangs wird gerne generalisiert: Alles was fliegt, ist zum Beispiel ein Vogel, alles, was langes Fell hat, ein Schaf. Weiterlesen

18 Monate: Feinmotorik und Visuomotorik

Beim Steckspielen

Beim Steckspielen

Kindertagespflegepersonen sind vom Gesetzgeber dazu angehalten, die Betreuung und Entwicklung ihrer anvertrauten Kinder zu beobachten und auch zu dokumentieren. Ich komme dieser Aufgabe gewissenhaft nach und orientiere mich dabei an den Richtlinien für Kitas und der entsprechenden Fachliteratur, also Arbeitshilfen für Krippen und Kindergärten.

Die eigentliche Dokumentation mache ich zwar auch webbasiert, aber natürlich nicht öffentlich sichtbar. Zugriff auf die Berichte haben nur die Erziehungsberechtigten der Kinder. In festen Abständen mache ich kurze Notizen über Fortschritte in der Entwicklung und in regelmäßigen Abständen auch richtige „Tests“, wobei diese natürlich immer in das tägliche Spiel mit einbezogen werden.

Bei diesen Tests wird grundsätzlich in verschiedene Entwicklungsbereiche unterschieden:

  1. Haltungs- und Bewegungssteuerung
  2. Feinmotorik und Visuomotorik
  3. Sprache rezeptiv und expressiv
  4. Kognitive Entwicklung
  5. Soziale Entwicklung
  6. Emotionale Entwicklung

Zu jedem Entwicklungsbereich gibt es zahlreiche Hinweise und kleine Tests oder Aufgaben, die man mit den Kindern machen kann, um den entsprechenden Stand festzustellen. Diese entsprechen sozusagen den „Mindestanforderungen“, die alle Kinder im gleichen Alter erreichen sollten. Dies bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass sobald eine Aufgabe nicht bewältigt wird, gleich ein Defizit vorhanden ist.

Scheibenturm, Steckspiel

Scheibenturm, Steckspiel

Die Aufgaben im Bereich Feinmotorik und Visuomotorik  für ein 18 Monate altes Kind stelle ich hier nun kurz vor. Dies passiert aus aktuellem Anlass, denn Piet ist nun genau 18 Monate alt und hatte zuletzt die Anforderungen für 12 Monate alte Kinder in diesem Bereich nicht wirklich erfüllt, in anderen Bereichen war er dafür weit voraus. Über die Zeit relativieren sich Vorsprünge und Rückstände meist.

  1. Aufgabe: Das Kind kann zwei bis drei Holzbauklötze, mit einer Kantenlänge von 3 cm, sicher aufeinander stapeln und so einen kleinen Turm bauen.
  2. Aufgabe: Das Kind kann Gegenstände zusammenstecken, zum Beispiel mit einem Steckbrett oder einer Steckpyramide
  3. Aufgabe: Das Kind kann mit Stiften auf Papier kritzeln, typischerweise mit Wachsmalern oder Buntstiften
  4. Aufgabe: Das Kind setzt den Zeigefinger gezielt zum aktivieren von Objekten ein Weiterlesen

Männer schwimmen anders

Babyschwimmen, mit Papa im Wasser.

Babyschwimmen, mit Papa im Wasser.

Heute war wieder Babyschwimmen in der Niederrhein-Klinik. Eigentlich macht das ja meine Frau mit unserem Sohn zusammen, ohne mich. Da sie aber aus medizinischen Gründen heute nicht ins Wasser durfte, „musste“ ich ran. Der Kurs ist offiziell voll ausgebucht, was zehn Teilnehmer im Wasser bedeutet. Diesmal waren aber nur vier anwesend. Ich fand das kleine Becken auch schon so voll genug. 😉

„Das gemeinsame Spielen und Erleben im Wasser unterstützt die geistige  und körperliche Entwicklung Ihres Babys, insbesondere die Atmung und das Herz-Kreislaufsystem. Es kräftigt Arm-, Bein- und Rumpfmuskulatur und den gesamten Bewegungsapparat. Durch engen Körper- und Hautkontakt werden sowohl die Mutter-Vater-Kind-Beziehung als auch das soziale Kontaktverhalten gegenüber anderen Babys positiv stimuliert. “ savita.de

Piet ist mit sechs Monaten mit Abstand der Jüngste im Kurs (7-12 Monate), das fällt jedoch nicht weiter auf, denn die Anderen können ja auch noch nicht schwimmen. Wie so oft wurde wieder reichlich gesungen.
Jaja, singen ist pädagogisch wertvoll. Ich singe nicht. Weiterlesen

Neue persönliche Bestleistung im Schnuller-Weitwurf, Piet erreichte 35,8 cm.

„Der macht das noch nicht bewusst, Babys begreifen erst nach gut drei Monaten, dass die Hände zu ihnen gehören und wie man diese dann benutzt.“ Diese Aussage stammt von unserer Hebamme, der ich natürlich auch glaube.

Dennoch ist es erstaunlich, wenn man beobachtet, wie ein drei Wochen altes Baby den Schnuller packt und zielsicher in einen 35 cm entfernten Kaffee-Becher wirft. In den letzten Tagen hat Piet begonnen, seine Michflasche festzuhalten, alleine. Wie erkläre ich dem jetzt, das er das noch gar nicht kann? 😉

„Beim etwa vier Wochen alten Kind kann man beobachten, wie es die Hand unwillkürlich zum Mund führt.“ kidsgo

Hmm, spannend. Unser Sohn hat bereits direkt nach der Geburt begonnen, wenn er Hunger hat, seine Faust zu essen. Dies war so markant, dass wir schon dachten,  wir hätten besser einen indianischen Namen gewählt:

„Der, der seine Faust isst“ oder so was in der Art wäre sicher passend gewesen. 🙂

Meine Mutter brachte es auf den Punkt: „Kinder sind immer einen Schritt weiter, als man denkt.“