Stressfaktoren

Jetzt aber schnell...

Jetzt aber schnell…

Es gibt Tage, an denen ist Piet total entspannt, spielt angeregt mit anderen Kindern und ist insgesamt sehr ausgeglichen. An anderen Tagen ist er unausstehlich. Bisher haben wir das immer auf „Zähne kriegen“, „Hunger“, „schlecht geschlafen“ und so weiter geschoben. Seit einiger Zeit war mir aber ein Muster aufgefallen. Als ich damals den Artikel „Trotz bis Rotz“ geschrieben habe, war mir das noch nicht klar.

Ich sprach wegen der extremen, bis zu 45 Minuten andauernden, Brüllattacken mit meiner Dozentin in der Ausbildung zum Tagesvater. Sie hatte spontan eine Ursache parat und brachte mir zum nächsten Unterrichtsabend eine Studie mit, die sich mit Stressfaktoren von Kindern auseinander setzt.

Wenn ein Elternteil verreist, ist dies für ein Kleinkind offenbar beinahe genauso schlimm, als wenn ein Elternteil stirbt. Da bekommt die Lieblingsseite von Piet in „Emma weint“ eine ganz neue Bedeutung, nur ist es in unserem Fall die Mammi, die geht. Immer wenn meine Frau auf Geschäftsreise fährt, habe ich mit Piet zu Hause nichts mehr zu lachen.

Heute war auch so ein Tag. Als Piet mitbekam, dass Mama weg fährt, war wieder Trotz bis Rotz angesagt. Zu wissen, was die Ursache ist und wie schlimm sich das für Piet anfühlen muss, erhöht zwar mein Verständnis, dennoch bin ich abends fix und fertig mit den Nerven.

Die einzige Lösung: Unseren Sohn richtig beschäftigen und im Zweifel brüllen lassen. Nach dem Brüllen kommt zum Glück immer irgendwann das Trösten. 🙂

Kinder brauchen Bücher

Ich bin zwar inzwischen davon überzeugt, dass es an unserer neuen Dozentin in meiner Ausbildung zur Kindertagespflegeperson liegt, dass die Unterrichtseinheiten irgendwie interessanter geworden sind, dennoch sind es vermutlich zum Teil auch die neuen Themen. Letztens hatten wir das Thema: „Kinder brauchen Bücher“.

Natürlich haben wir einen ganze Kiste voll mit Kinderbüchern, die meisten bleiben dort auch. Von den Kinder unbeachtet oder mit dem Bobby-Car überfahren fristen diese wirklich schönen Exemplare ein tristes Dasein. Bis zu dem Themenabend war mir allerdings nicht ganz klar, warum eigentlich. Viele Bücher waren sehr teuer und von sehr guten Autoren und aus sehr bekannten Verlagen, daran konnte es wohl nicht liegen.

Die Bücher müssen zum Sprach- und Verständnisniveau des Kindes passen. Das ich meinen, keine zwei Jahren alten, Sohn nicht „Marcus  Gladiator“ lesen lassen sollte, war mir bereits vorher klar. Die Sache wird viel detailierter, als man es sich als typischer Elternteil denkt.

beliebte Bücher für U3-Kinder

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