Blogparade: #daddyrules

Als Blogger gehört ein wenig „Community-Pflege“ mit dazu, ich beteilige mich also gerne mal an den Projekten anderer, die gleichgesinnt sind. Meistens sind es Blogs von Müttern, aber es gibt auch eine ganze Reihe bloggender Väter dort draußen, einige habe ich auch in meiner Linkliste, die ich dringend mal wieder pflegen muss.

Ich lese viel im Netz, nicht nur Nachrichten und das Wetter, sondern eben auch gerne Blogs anderer, vorzugsweise mit dem Thema Familie, Ernährung oder  Bodybuilding, eben das, was mich am meisten interessiert. Aber auch zwei „Lego-Blogs“ besuche ich regelmäßig, sowie einen Blog zu autarkem Leben, bei dem ich gerade an einem Bio-Saatgut-Kettenbrief mitmache. Ich fand das eine geniale Idee.

Heute geht es aber um das Blog „Zwillingswelten“ und eine von dort gestartete Blogparade: #daddyrules

„Zwillingswelten“ ist im Vergleich mit „Vollzeitvater“ bei den Social-Media erheblich aktiver, im Ranking dafür etwas schwächer, was aber auch an den Themenschwerpunkten liegen kann, die sich von „Vollzeitvater“ erheblich unterscheiden. Das Blog „Zwillingswelten“ existiert bereits seit 2008, ist meinem also einiges voraus, was sich auch in 50.000 Lesern im Monat widerspiegelt. Mein Blog kommt auf nur ein Drittel dieses Wertes, zusammengefasst macht eine Blogparade daher insgesamt Sinn, weil beide Seiten in diesem Fall profitieren können und sich so insgesamt die Leserschaft erhöhen kann, was der Hintergrund für eine Blogparade ist.

Thema der Blogparade „daddyrules“:

Was macht dich als Vater besonders stolz / wobei kann dir niemand das Wasser reichen?

Die Frage ist viel schwieriger zu beantworten, als es auf den ersten Blick scheint, solche Fragen stellen Journalisten mir auch gerne, weil man ganz schnell großen Mist redet, oder in diesem Fall schreibt.

In unserem Fall schreit die Frage ja geradezu nach einem Vergleich der Geschlechterrollen. Denn es muss doch etwas geben, was Väter, also auch ich, einfach besser können als Mütter, oder? Weiterlesen

Kommentar zum offenen Brief an Sigmar Gabriel (SPD)

In diesem offenen Brief wenden sich einige Frauen aus der Politik an Sigmar Gabriel (SPD) und stellen Fragen zu seinem Verständnis der Vater-Rolle, da er offenbar selber bald  Papa wird. Da unter den Politikerinnen auch Julia Schramm von der Piratenpartei ist, konnte ich mir ein Kommentar nicht verkneifen. Der Brief und die darin enthaltenen Fragen sind natürlich provokant, klar, sonst hätte man ihn auch gleich lassen können.

Herr Gabriel wird aufgefordert, ein Vorbild zu sein und in Elternzeit zu gehen, damit er sich um das Kind kümmern kann. Die Sache hat bloß einen Haken, selbst wenn er das wollte, er darf es gar nicht. Bundestagsabgeordnete und Minister haben keinen Anspruch auf Elternzeit. O.K., ignorieren wir dies mal, denn ich glaube nicht, dass jemand wirklich von ihm erwartet, eine Auszeit zu nehmen. Vielmehr sollte mit dem Brief eine Diskussion angeregt werden, und genau das hat auf jeden Fall geklappt: Alle großen Zeitungen haben Kommentare zu dem Thema verfasst.

Der Hintergrund ist einfach, wenn Frauen in politischen Ämtern Kinder bekommen, werden sie mit genau dieser Art Fragen konfrontiert. Schnell fällt der Begriff „Rabenmutter“, einen Ausdruck, den es übrigens nur in Deutschland gibt. Dafür sollten wir uns schon mal grundsätzlich schämen, vor allem die, die ihn verwenden. Herr Gabriel hat sich bisher nicht gerade umfassend zu dem Brief geäußert und die Kindererziehung seine Privatsache genannt. Das kann ich verstehen, finde es aber sehr schade. Ich bin in Elternzeit gegangen, weil meine Frau mehr Geld verdient als ich, nicht, weil es mein Lebenstraum war, Vollzeitvater zu werden. Natürlich will ich meine Aufgabe nun so gut machen, wie es eben geht. Das macht auch Spaß, dient aber in erster Linie dazu, meine Frau zu unterstützen. Weiterlesen

Raus, raus, raus!

Nachdem mir ja in der letzten Woche zu Hause die Decke auf den Kopf zu stürzen drohte, habe ich die Initiative ergriffen und bin jeden Tag zwei mal mit Piet an die frische Luft gegangen. Einmal zu Fuß und einmal mit dem Rad, jeweils für ein bis zwei Stunden. Das hat geholfen. Das Problem mit den sozialen Kontakten hat sich damit zwar nicht erledigt, aber mir geht es dadurch schon wesentlich besser und dieses bedrückende Gefühl ist endlich wieder weg.

Den August schaffe ich auf diese Weise sicherlich noch irgendwie, im September ist dann ja wieder die Milchbar und auch die Krabbelgruppen werden wieder stattfinden. Weiterlesen

„Kinder haben ist auch [mal] schön!“

Für den  Sonntag Nachmittag hatten wir einen ehemaligen Arbeitskollegen von mir und seine Frau eingeladen. Der Anlass war unser zweiter Kinderautositz, den wir preiswert zusammen mit dem Maxi Taxi Birdi gebraucht erworben hatten.

Den zusätzlichen Maxi Cosi haben wir nicht verwendet und zum Rumstehen war er einfach noch zu gut in Schuss, daher wollten wir diesen Autositz wieder abgeben.  Unser Besuch erwartet ebenfalls den ersten Nachwuchs und die beiden kaufen sich gerade die übliche „Erstausstattung“ zusammen.

Die „Ist-der-Süß“-Sprüche hörten schlagartig auf, als unser Kind begonnen hatte, die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu ziehen. 🙂

Mein Ex-Kollege fragte, ob das, was ich hier in meinem Blog schreibe, wirklich als wahr wäre.

Also im Fazit, ob Kinder nur anstrengend sind und keinen Spaß machen. Meine Frau erklärte, dass ich hier fürchterlich übertreiben würde. Weiterlesen

Das Elterngeld ist beantragt.

Bis zum 27.04.2011 war ich offiziell noch in Urlaub, der 28.04. war der erste Tag in Elternzeit. Jetzt musste natürlich noch das Elterngeld beantragt werden. Eigentlich soll man das online machen können, dies funktioniert leider aktuell nicht, aber immerhin gibt es das Formular als PDF zum online ausfüllen und ausdrucken.

Als Brief verschicken muss man den Antrag trotzdem noch, aber so geht es etwas schneller. Mein Antrag ging an das Kreisjugendamt in Neuss, es gibt auch eine übersichltiche Seite, auf der man sich die richtige Elterngeldstelle (für NRW) raussuchen kann. Bin ja mal gespannt wie lange das dauert und wieviel wirklich übrig bleibt.

Offiziell gibt es 67% des durchschnittlichen Einkommens, welches steuerfrei ausgezahlt wird, allerdings noch mit einem Haken, das Elterngeld wird am Ende des Jahres zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Das Kindergeld, 184,00 Euro für das erste Kind, wird aber nicht mit dem Elterngeld verrechnet. Weiterlesen

Willkommen im Vollzeitvater-Blog.

Dieses Blog starte ich am Geburtstag meines Sohnes und gleichzeitig dem Start meiner Elternzeit. Ich gehöre zu dem verschwindend geringem Prozentsatz von Vätern, die länger als die berühmten zwei „Vätermonate“ zu hause bleiben. Im Internet finden sich nur sehr wenige Webseiten, die sich mit „Vollzeitvätern“ beschäftigen, oder dieses „Phänomen“ zumindest wahrnehmen.

Dies war der ausschlaggebende Grund für mich einen passendes Blog zu schreiben. Natürlich soll sich dieses Blog nicht nur an Väter wenden, hier sind alle Leser gerne willkommen. Da ich aber nun mal ein Vollzeitvater und somit folgerichtig ein Mann bin, dürfte sich meine Sichtweise deutlich von „Vollzeitmüttern“ unterscheiden und insbesondere für andere Männer und Väter interessant sein.

Vielleicht gebe ich ja dem ein oder anderem einen Anreiz über das klassische Rollenbild nachzudenken.

„Denn in unserem schönen Land sind zumindest theoretisch alle furchtbar tolerant“. Zitat von DÄ.