Anlage „K“

Der „böse“ Brief vom Finanzamt kam bereits vor drei Wochen, die Steuererklärung war überfällig. Diesen Samstag wollte ich diese zumindest beginnen. Meine Frau fuhr, damit ich meine Ruhe im Büro habe, mit Piet zum Schwimmen. Ich erwartete nicht an einem Vormittag fertig zu werden, denn letztes Jahr habe ich ca. 20 Stunden dafür benötigt. Nur damit es hier keine Missverständnisse gibt, eine „Standard-Erklärung“ mache ich für Freunde in einer Stunde, unsere ist leider nicht Standard. Mit EÜR, Sonderbelastung KFW und Home-Office wird es kompliziert, denn man muss dem Amt alles mögliche nachweisen. Die EÜR brauche ich nun vorerst nicht mehr, unser Büro ist inzwischen, nach heftigem Briefwechseln und Klagedrohung, anerkannt. Die Zeichen standen gut für eine kürzere Bearbeitungszeit, da war allerdings noch die Sache mit dem Elterngeld, ein Steuerklassenwechsel und unser Kind.

Mit frischem Kaffee ging es ans Werk. Elster ist inzwischen recht komfortabel geworden, die Infos auf der rechten Seite sind wirklich gut formuliert und meistens treffend. Die Daten des Vorjahres kann man sinnvoll übernehmen, da war der Start gut gelungen. Wo ich das Elterngeld eintrage, musste ich kurz googeln (Hauptvordruck, Seite 4, Zeile 94, oder Anlage N, Z27.), für Piet gab es eine weitere Anlage, die Anlage Kind (K). Jetzt wusste ich endlich auch, wofür Piet eine Steuernummer bekommen hat 😉 . In der Anlage K wird z.B. das Kindergeld eingetragen, aber auch Kapitalerträge, zum Beispiel vom Sparbuch, in unserem Fall das Tagesgeldkonto bei der Umweltbank.

Insgesamt bringen wir es gemeinsam auf 9 Anlagen zuzüglich Hauptvordruck, für 2012 werden es 10 sein. Ich finde schon, dass wir unser Steuersystem vereinfachen sollten. 🙂

Nach fünf Stunden war ich übrigens fertig, so können wir die Erklärung noch innerhalb der gesetzten Frist abgeben.

Das Betreuungsgeld

Gerade hat Frau Hasselfeldt (CSU) es im Bundestag noch einmal erklärt, das Betreuungsgeld: Mütter  Eltern sollen die Art der Betreuung frei wählen können. Ach so, gut, dass es mir endlich mal jemand verständlich gemacht hat. 🙂

Also, wer sein Kind im 2. Lebensjahr zu Hause betreut, bekommt 100,00 Euro, im Dritten sind es dann sogar unglaubliche 150,00 Euro. Für das erste Jahr gibt es ja das Elterngeld, welches ich selbst auch beantragt habe.

Das Elterngeld ist eine echte Lohnersatzleistung, ich darf und muss nicht neben der Betreuung meines Sohnes arbeiten gehen, um einen Beitrag zur Familienkasse zu leisten. Ich finde dies generell eine tolle Sache, obwohl ja auch das Elterngeld umstritten ist, weil zu teuer für den Staat. Der Anteil der Männer in Elternzeit steigt übrigens weiter: Väter und Karriere

Es geht nun aber um das zweite und dritte Jahr, bevor das Kind in den Kindergarten kommt. Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht schreiben und bin daher nicht unbedingt objektiv. Was mache ich nun, wenn das Elterngeld ausläuft, also im März 2012? Ich kann…

  1. …einfach zu Hause bleiben und meine Frau arbeiten schicken
  2. …meinen Sohn 45 Std. in eine Kita schicken und eventuell Vollzeit arbeiten gehen
  3. …eine Tagespflegeperson beauftragen, oder eine Kita wählen unter 45 Std. und Teilzeit arbeiten gehen
  4. …eine Nanny einstellen und arbeiten gehen
  5. …selbst als Tagesvater arbeiten und meinen Sohn nebenbei mit betreuen

Was bedeutet diese Wahlmöglichkeit nun? Weiterlesen

Das Elterngeld ist beantragt.

Bis zum 27.04.2011 war ich offiziell noch in Urlaub, der 28.04. war der erste Tag in Elternzeit. Jetzt musste natürlich noch das Elterngeld beantragt werden. Eigentlich soll man das online machen können, dies funktioniert leider aktuell nicht, aber immerhin gibt es das Formular als PDF zum online ausfüllen und ausdrucken.

Als Brief verschicken muss man den Antrag trotzdem noch, aber so geht es etwas schneller. Mein Antrag ging an das Kreisjugendamt in Neuss, es gibt auch eine übersichltiche Seite, auf der man sich die richtige Elterngeldstelle (für NRW) raussuchen kann. Bin ja mal gespannt wie lange das dauert und wieviel wirklich übrig bleibt.

Offiziell gibt es 67% des durchschnittlichen Einkommens, welches steuerfrei ausgezahlt wird, allerdings noch mit einem Haken, das Elterngeld wird am Ende des Jahres zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Das Kindergeld, 184,00 Euro für das erste Kind, wird aber nicht mit dem Elterngeld verrechnet. Weiterlesen