Nicht ohne meine „Kacke“

Auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz

Wenn Kinder sprechen lernen, gibt es immer wieder Überraschungen. Piet gehört zu den Kindern, die eine eigene „Übergangssprache“, auch Babysprache oder Baby-Talk genannt, entwicklen. Nicht alle Kinder machen oder brauchen das, aber es sind viele.

Wichtig ist, die Wörter zu verstehen und das Wort richtig für das Kind zu wiederholen, selbst in Babysprache zu verfallen, ist eher kontraproduktiv.

Als unser Sohn gestern quer über den Spielplatz ein bekanntes Gesicht entdeckte, rief er entsetzt: „Da, Hanna keine Kacke!“

Der erste Gedanke war: Super, ein astreiner Dreiwortsatz!

Dann sahen wir in das Gesicht der Mutter, in das sehr entsetzte Gesicht. Sie hatte den Satz offenbar nicht so ganz richtig verstanden, wohl eher so was wie: „Die Hanna ist kacke.“

Natürlich hat Piet das nicht gesagt, sondern war nur ernsthaft besorgt, dass seine Freundin Hanna gar keine JACKE anhatte, wo er selber doch so viel Wert darauf gelegt hatte, eine anzuziehen. Also haben wir den Satz noch einmal richtig wiederholt, mehr für die Mutter von Hanna, als für Piet. 🙂
Hier noch ein paar Beispiele von Piets Wortkreationen: Weiterlesen

Wie macht eine Möve?

Wenn Kinder sprechen lernen, helfen Bilderbücher, in denen Tiere und Dinge benannt werden. Da einige Worte zu Beginn noch zu schwer sind, erfinden Kinder eine eigene Babysprache. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst für nicht eingeweihte:

  • WauWau für Hund
  • I-aa für Esel
  • Mäh für Schaf
  • Bäh für Ziege
  • usw.

Wichtig ist es dann, das Kind zu bestätigen, sofern es richtig ist, und dann das richtige Wort zu wiederholen. Anfangs wird gerne generalisiert: Alles was fliegt, ist zum Beispiel ein Vogel, alles, was langes Fell hat, ein Schaf. Weiterlesen