Nichts zu lachen am 11.11.

Piet im Kinderwagen

Piet im Kinderwagen

Nach einer weiteren, eher unruhigen Nacht wollten wir mit Piet an die frische Luft. Da er offensichtlich noch nicht wieder fit war, wollten wir nicht zu Freunden fahren, die ebenfalls kleine Kinder haben. Wir diskutierten mal wieder in den Tannenbusch zu fahren, aber irgendwie hatte ich darauf so gar keine Lust. Meine Frau hatte die Idee, den Tierpark in Odenkirchen (Mönchengladbach) zu besuchen, das fand ich gut.

Gesagt getan, alle ab in die Familienkutsche und los. Das Navi sagte was von 20 Minuten Fahrzeit, konnte das stimmen? Das wäre ja quasi „umme Eck“. Es stimmte, wir waren im Nu da. Dieser kleine Tierpark kostet etwas Eintritt (3,00 Euro für Erwachsene), dafür ist das Parken frei. Piet hatte anfangs durchaus seinen Spaß mit Raben und Affen, verlor dann aber schnell die Lust. Der parkeigene Spielplatz hellte die Stimmung auch nur kurz wieder auf, die meiste Zeit war er sehr trotzig und wollte nur auf den Arm, oder in Wagen.
Eher untypisch für unseren Sohn. Weiterlesen

Der Tannenbusch

Auf dem Spielplatz im "Tannenbusch" (Dormagen)

Auf dem Spielplatz im "Tannenbusch" (Dormagen)

In der Erziehung unseres Sohnes und auch in der Betreuung meiner zukünftigen Tageskinder,  lege ich sehr viel Wert auf das Verständnis für die Natur. Was liegt da näher, als für einen schönen Sonntagsausflug in einen Tierpark zu fahren. Glücklicherweise haben wir einen in nicht allzu großer Entfernung, in 7-10 Minuten ist man mit dem Auto da, mit dem Fahrrad dauert es ca. 1 Stunde.

Der Eintritt in den „Tannenbusch“ ist kostenlos, das Parken kostet 2,00 Euro, eine Handvoll Futter für die Tiere je Portion 0,10 Euro, zusätzlich wird um eine kleine Spende für die Erhaltung des Parks gebeten. Es gibt zahlreiche Bänke, eine kleine Wirtschaft und einen großen Spielplatz und natürlich viele Wildtiere und Nutztiere. Diesen Ausflug kann sich jeder leisten und Piet war total begeistert. Weiterlesen

Möglichkeiten einen Vollzeitvater Vollzeit zu beschäften #1: Brechdurchfall

Am Montag begann es völlig ohne Vorwarnung, ich hatte gerade im Baumarkt neues Katzengras gekauft, als Piet auf dem Weg nach Hause auf der Rückbank anfing zu röcheln und zu würgen. Dank des neuen Kinder-Autositzes konnte ich im Rückspiegel erkennen, dass es ernst war. Dennoch brauchte ich zu lange den Wagen anzuhalten. Piet göbelte auf den wunderbaren, niegelnagelneuen Recaro Young Sport. Einen Teil konnte noch nach draußen abegeleitet werden, aber Piet ging es wirklich dreckig. Zum Glück waren wir mit dem Wagen meiner Frau unterwegs, als erfahrene Außendienstlerin hat sie immer eine Packung Einweg-Wischtücher im Auto. Mit diesen Tüchern wurde Piet wieder vorzeigbar gesäubert, so dass ich doch noch zum Supermarkt fahren konnte. Dachte ich.

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel noch einmal, mit dem Unterschied, dass Piet diesmal nicht im Recaro saß, denn der war ja voll gekotzt, sondern im Maxi-Cosi, der zum Glück auch noch im Wagen war. Ich liebe Kombis.
Leider war nun auch der Maxi-Cosi von oben bis untern versaut, super. Das gibt reichlich Arbeit. Zu Hause wurde Piet mit dem Kärcher abgebraust und neu eingelkleidet. Wir auch, denn Piet hatte meiner Frau, gerade angekommen, einen super Empfang bereitet. Mal sehen, ob ich die Jeans wieder sauber bekomme. 🙂

Das ging den ganzen Tag so weiter, bis ca. 16:00 Uhr hatten wir ungefähr 10 Kleidungswechsel hinter uns, in der Mittagspause erwischte es meine Frau, später dann mich. Abends schien alles wieder O.K. zu sein, meine Frau flog direkt am nächsten Morgen sehr früh auf eine Geschäftsreise. Ich fuhr, wie immer dienstags, zum Babyclub, denn die Lage hatte sich ja offenbar beruhigt, Durchfall hatte Piet in der Nacht nicht gehabt, daher ging ich von einer kleinen Magenverstimmung aus. Soll ja vor kommen. Weiterlesen

Babyclub vs. Babyclub

Letzten Dienstag habe ich den anderen, ebenfalls unverbindlichen, Babyclub in Dormagen besucht. Dieser findet ebenso in einer Kindertagesstätte statt, allerdings ist diesmal der Träger die evangelische Kirche und nicht die Caritas. Der Babyclub beginnt um 9:15 Uhr, das haben wir nicht ganz geschafft, denn es passte noch nicht so ganz zu unserem üblichen Tagesablauf. Wir trafen 15 Minuten später ein und verpassten die musikalische Sing-Begrüßung. Super, es schien ein guter Tag zu werden, für den Fall, dass es jemand noch nicht mitbekommen hat: Ich singe nicht. 🙂

Es waren fünf Kinder und unser Sohn da, alle im Krabbelalter und beinahe alle annähernd gleich alt. Das gefiel mir schon auf Anhieb besser, als in der Caritas, denn hier fuhr keiner mit dem Bobby-Car um ihn herum. Unser Sohn stürzte sich sofort auf die anderen Kinder und die vielen interessanten Spielzeuge. So hatte ich mir das vorgestellt. Erwartungsgemäß war ich wieder der einzige Mann, aber hier kam ich mir irgendwie viel weniger exotisch vor, als bei vielen anderen Gelegenheiten. Das war sehr angenehm, da komme ich doch gerne wieder. Weiterlesen

Passierschein A38, oder wo ist bitte der Babyclub?

Vor einiger Zeit hatte ich ja angekündigt mit unserem Sohn von der Milchbar in eine Krabbelgruppe zu wechseln. Da ich keine verbindliche Gruppe „buchen“ wollte, suchte ich eine offene auf Spendenbasis. In Neuss gab es kein passendes Angebot, zumindest habe ich keines gefunden, daher schaute ich auch in den anderen umliegenden Orten und wurde in Dormagen fündig. Die Caritas veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Edith-Stein-Haus in Neuss,  den „Babyclub“ für Babys und Kleinkinder von 0-2 Jahren. Der Veranstaltungsort ist zwar 14 km weit weg, der Weg dorthin dafür denkbar einfach. Ich muss allen Ernstes genau einmal links, einmal rechts und ein weiteres Mal links abbiegen und dann bin ich da.

(Im Edith-Stein-Haus mache ich zurzeit auch die Ausbildung zum Tagesvater.)

Heute war dann Premiere. Das Haus war schnell gefunden, die Krabbelgruppe allerdings nicht. Ich kam mir ein wenig vor wie Asterix und Obelix im „Haus, das Verrückte macht“.

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Sommerpause

Nachdem nun die Milchbar leider eine Sommerpause einlegt, hatte ich mir vorgenommen, eine offene „Krabbelgruppe“ für die Zwischenzeit und die Zeit nach den ersten sechs Lebensmonaten von Piet zu finden. Gar nicht so einfach.

Es begann mit dem Problem, dass ich zu einer Krabbelgruppe, die sich „Mami-Kind-Treff“, oder so ähnlich, nennt, schon einmal aus Prinzip nicht gehen wollte. Das finde ich genauso blöd wie „Mutter-Kind-Parkplätze“ am Supermarkt.

Hinweis: Nach meiner Beschwerde hat REWE die Schilder tatsächlich geändert, das kann natürlich auch Zufall gewesen sein, jetzt steht da „Eltern mit Kind“ mit dem Resultat, dass immer Renter auf den Plätzen stehen, weil man da ja mehr Platz zum Aussteigen hat. Gut, dass ich meistens eh mit dem Fahrrad oder dem Tragesitz einkaufen gehe. 😉

Das nächste Problem war, dass es keine Gruppe in direkter Nähe gab. Gut, zur Milchbar sind es auch sieben Kilometer mit dem Rad, aber die nächste, passende Gruppe fand ich Dormagen, das sind 14 km für eine Strecke. Ich wollte aber eben keine, für zehn Besuche im Voraus zu bezahlende, kostenpflichte Gruppe besuchen. Da ist die Auswahl in Neuss nicht gerade üppig. Weiterlesen