Wie lange trainierst du schon?

Vor einigen Tagen fragte mich ein junger Mann im Studio, wie lange ich bereits trainiere und ob ich das Studio „Olymp“ in Düsseldorf kennen würde, als ich antwortete:

„Ja, aber im Olymp war ich sicher 20 Jahre nicht“, kam eine verdutze Nachfrage:

„Man, wie alt bist du denn?“

Ich trainiere nun ernsthaft mit Gewichten seit über 25 Jahren. Die alten Fitness-Studios sahen noch ganz anders aus als heute, hier und da hat sogar eines davon überlebt, aber selbst dort rennt man jetzt mit Handtuch rum und geraucht wird draußen.

Es war früher auch nicht möglich, an jeder Ecke ein Studio zu finden. Dass so viele aktiv mit Gewichten trainieren, ist eine super Sache und ein Segen, da man eine echte Auswahl der Trainingsmöglichkeiten hat. Besonders die Altersklasse unter 25 Jahren ist enorm stark vertreten, im Studio, aber ebenso auf der Bühne. Die neuen Physique-Klassen sind stark gefragt, ebenso das Classic- und Natural-Bodybuilding.

In den Studios früher gab es eigentlich keine Betreuung, leider heute meist auch nicht, dafür gibt es ja schließlich Youtube. Als Jugendlicher in einem Kraftraum vor 25 Jahren schaute man, was die anderen machen und machte das nach. Darauf folgte meist unmittelbar die verbale Ohrfeige des erfahrenen Athleten, den man gerade kopierte: „Was zur Hölle machst du da, mach das gefälligst ordentlich.“ So lernte man und … das funktionierte, zumindest, wenn man den gesunden Menschenverstand nicht zu Hause gelassen hatte.

Früher oder später fand und findet sich oft einen Trainingspartner. Zu zweit macht die Sache mit den Hanteln einfach mehr Spaß und ist auch erheblich effektiver, davon bin überzeugt, denn man spornt sich gegenseitig an und achtet im Idealfall auf saubere Ausführung und geht eher mal über das Limit hinaus.

Ich nenne das die „Batman und Robin“-Beziehung. Zwei Menschen haben das gleiche Ziel und arbeiten daran zusammen, einer (Batman) ist dem anderen (Robin) meist etwas voraus und hat mehr Erfahrung, die er an ihn weitergibt. Das sah man vor 25 Jahren und das ist auch heute noch so.
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Gewichtheben beim CrossFit

In letzter Zeit fallen mit immer wieder Leute im Fitness-Studio auf, die sich am klassischen Gewichtheben versuchen. Als ich fragte, wozu sie das machen würden und mit welcher Zielsetzung, hörte ich immer wieder „CrossFit„.

An dem Fitness-System, was aktuell eine Modeerscheinung ist, wie zum Beispiel vor einiger Zeit Zumba oder Tae-Bo, ist zuerst einmal nichts auszusetzten. Das Kraftsportelement, welches aus dem Gewichtheben kommt,  sorgt bei mir allerdings für ein wenig Kopfzerbrechen, zumindest wenn es ohne Anleitung eines Trainers passiert. Damit meine ich jemanden, der Gewichtheben wirklich kann. Gefährlich wird es beim Kraftreissen,  dem Schwungdrücken, dem Ausstoß im Ausfallschritt und dem Standstoßen. Vor allem stört mich, dass diese Übungen auf Zeit gemacht werden, das begünstigt Fehler und Unfälle enrom.

Ich habe echtes Gewichtheben vor ewigen Zeiten gerlernt, als Ergänzung zum Krafttraining, um die Leistungsfähigkeit (Explosionskraft) beim Kugelstoßen zu erhöhen. Ich unterscheide dabei in verschiedene Techniken. Da CrossFit aus den USA kommt,  hier eine kleine Begriffserklärung:

  • Umsetzen = Clean
  • Stoßen = Jerk
  • Kraftdrücken = Military Press oder Overhead Press
    Schwungdrücken und dem Ausstoßen im Ausfallschritt basieren auf dem Kraftdrücken, ermöglichen aber höhere Gewichte, durch eine ausgefeilte Technik
  • Kraft-  und  Standreissen = Snatch

Hier die „langsame“ Variante, mit wenig Schwung,  im Rahmen von CrossFit: Weiterlesen