Mit Pauken und Röhrchen

Ein Jahr lang haderten wir mit der Entscheidung, Paukenröhrchen für unser Kind oder nicht. Der Kinderarzt schob die Verantwortung auf den HNO, der wollte erst wieder eine Weile beobachten, aber als unser Sohn bei der zweiten U-Untersuchung in Folge durch der Hörtest viel und dies sehr deutlich, wollten wir es auch geregelt haben.

Über Paukenröhrchen und einen chronischen Paukenerguss an sich möchte ich gar nicht weiter schreiben, die Seiten dazu im Netz sind vielfältig und umfassend, die Kritiker sind natürlich auch überall anzutreffen. Bei unserem Sohn gab es kein Sprachdefizit, da mussten wir sehr viel Geduld für aufbringen, Vorlesen, deutlich sprechen, laut sprechen, mit Augenkontakt sprechen, kein Dialekt sprechen.

Watt fürn Dialekt?  Sinwadoch ausm Rheinland, oder nich? Und dat och noch in Mönschengladbach

Wir wussten aber auch, sobald es irgendwo Nebengeräusche gab, war es vorbei mit Hören. Für die Schule würde das im Chaos enden, da waren wir sicher.

Im Alltag machte sich seine Schwerhörigkeit an vielen kleinen Dingen bemerkbar, die einen wirklich Nerven kosten konnten, Außenstehende warnten uns nicht selten vor der berühmten „Brüllfalle“, aber es ging oft wirklich nicht anders.


Er hörte einfach kein Stück, seine Hörleistung betrug teilweise nur noch 20%, wobei insbesondere tiefe Töne keine Chance mehr hatten, zum Beispiel meine Stimme.

Das machte mich oft irre.

Weiterlesen

Wegen dem Bisschen…

Gestern habe ich mich ernsthaft gefragt, ob unser Sohn es in den Kindergarten schafft, oder ob er von mir vorher in ein dunkles Kellerverlies gesperrt wird und ich einfach den Schlüssel wegwerfe. Was unser Kind in den letzten Tagen hier auf die Beine stellt, entbehrt jeder Beschreibung, ich kann es wirklich nicht in Worte fassen. Ich gehe auf dem Zahnfleisch.

Unser Sohn macht ohne Unterbrechung Unsinn. Dabei handelt es sich um Klassiker wie: „Ist die Herdplatte heiß“, oder: „Geht Teil X kaputt, wenn ich Teil Y draufwerfe?“

Es waren aber auch einige neue Kracher mit von der Partie. Ich bin unten in der Küche, mein Sohn oben auf der Toilette, was toll ist, denn er ist seit einigen Tagen voll „trocken“. Auf einmal hörte ich meine Frau kreischen. Folgendes war passiert:

Unser Sohn war auf Toilette und hatte die gesamte Toilettenpapier-Rolle „versehentlich“ versenkt. Die holte er mit der Toilettenbürste wieder raus, was ein wenig viel gekleckert hat. Also putzte er das Bad, mit, genau: Der Toilettenbürste. Das hat nicht so gut funktioniert, also besorgte sich der Hausmann in Spe einen Swiffer und legte los, wobei er die Krümel vom Katzenklo mit dem Wasser auf dem Boden vermischte. Lecker. Es wurde so nicht wiklich besser, also ergriff er die Initiative, holte ein großes Handtuch, packte es sorgfältig in ein Waschbecken, so dass alle Öffnungen gut verschlossen waren und machte den Hahn volle Pulle an… Weiterlesen