39,3 c° – Die Nachtwache

Eigentlich wollten wir heute ja in den Zoo, aber unser Sohn war heute Morgen extrem nörgelig und überhaupt nicht gut drauf. Er fühlte sich sich warm an und als wir später die Temperatur maßen, ergab dies 38,5 c°.

O.K. er hat sich wieder mal was eingefangen. Nach über zwölf Monaten und zweimal Brechdurchfall, diversen Erkältungen und oft erhöhten Temperaturen später, gerät man nicht mehr gleich in Panik und fährt direkt in die Notaufnahme.

Dennoch sind solche Tage mit kleinen Kindern extrem anstrengend. Der Sohn möchte dann nie von uns runter und hängt den ganzen Tag auf uns herum, dabei dröhnt er einem gerne direkt ins Ohr. Als wir heute Mittag dann 39,3 c° feststellten, bekam er von uns ein Zäpfchen, um das Fieber zu senken. Ab 39,2 c° darf man sich ein wenig Sorgen machen und kann die Sache ernster nehmen. Am späten Nachmittag war er wieder etwas besser drauf, er hatte mittags recht lange geschlafen, so dass ich mit ihm noch eine Stunde an die frische Luft gegangen bin. Gut eingepackt versteht sich. Das hat ihm sichtlich gut getan.

Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass er heute Abend später in sein Bett möchte, da er über Tag beinahe nur gepennt hatte, aber dem war nicht so. Gerade ist er friedlich in seinem Bett eingeschlafen. Wenn er noch einmal wach wird, bevor wir ins Bett gehen, bekommt er noch ein Zäpfchen, damit er und wir gut schlafen können und Morgen geht es ihm hoffentlich wieder besser.

Als wir abends bei unserem Sohn 39,9 c° Fieber feststellten, war uns bereits klar, dass dies eine anstrengende Nacht werden würde. Das Krankenhaus konnte ich meiner Frau erfolgreich ausreden, dennoch ist es immer ein blödes Gefühl, wenn man so ein kleines, glühendes und brüllendes Häufchen Elend auf dem Schoß hat. Meine Frau übernahm die erste Wache ich die Zweite. Er ließ sich nicht in sein Bett legen, was bedeutet, dass er nur auf uns schlief und wimmerte.

Dies wiederum bedeutet, dass wir praktisch die ganze Nacht gar nicht geschlafen haben. Am Morgen war seine Temperatur etwas gesunken, bewegte sich aber trotz Fiebersaft immer um die 39 c°, das ist zwar nicht mehr bedenklich, aber immer noch recht hoch. Den ganzen Tag hat er nur auf uns verbracht, immerhin hat er genug getrunken.

Diese Nacht wird vermutlich nicht viel erholsamer werden.

Hier eine kleine Liste der Dinge, die der Schlafentzug heute bei mir mit sich brachte:

  • Nicht nur meinem Sohn ein Leberwurstbrot schmieren, sondern der Katze auch
  • Kindersicherungen erst entfernen, wenn man sich bereits den Fuß daran fast gebrochen hat
  • Milch in den Kaffee schütten, obwohl man den gar nicht mit Milch trinkt
  • Panisch nach dem Mobiltelefon suchen, obwohl nur das Spielzeug  “Old Mc. Donald” gedudelt hat
  • Viel zu schnell (ohne Sohn) auf der Autobahn rasen, damit man nicht einschläft und dann im AB-Kreuz in die falsche Richtung fahren
  • Sich mit der Bodylotion duschen (eine Riesenschweinerei)
  • Unter der Langhantelbank beinahe verrecken, weil man die Scheiben falsch gezählt hat (140 Kg statt 100 Kg)
  • Gegen Türen laufen, die einfach nicht nach außen aufgehen wollten
  • Die Katze auf dem Balkon vergessen
  • Erst die Wäsche im falschen Programm anstellen und dann darin liegen lassen

 

Wieder einer dieser Tage

Gestern war es mal wieder soweit, gegen 14:00 Uhr begann Piet zu brüllen und hörte nicht mehr auf. Der zweite Zahn sucht offenbar seinen Weg, es hatte sich ja bereits seit zwei Tagen angekündigt.

Wahnsinn, was so ein kleiner Mops zusammenbrüllen kann, das muss doch auch anstrengend sein. Aber Piet hat eine unglaubliche Kondition. Bis 17:00 Uhr gab es keine Pause. Ein Hoch auf meinen Gehörschutz, ohne diesen wäre ich sicherlich Amok gelaufen. Wir hielten ihn stundenlang abwechselnd auf dem Arm.

Kurz nach 17:00 Uhr ist unser Sohn dann in einen unruhigen, aber komatösen Schlaf verfallen.

Das waren auch für ihn harte drei Stunden. Das Zäpfen Benuron hatte ich ihm zwar schon nach einer Stunde Brüllen verabreicht, diesmal setzte die Wirkung allerdings mit viel Verspätung ein. Gegen 21:00 Uhr bekam er dann noch einmal die Flasche, aufgewacht ist er dafür praktisch nicht. Danach schlief er bis 04:00 Uhr in der Früh durch.

Der arme, kleine Kerl.

Eine Runde Paracetamol

Nach der Impfung war unser Sohn beim letzten Mal unglaublich anstrengend und dies eine gute Woche lang.

Das hatte ich total vergessen.

Er war so freundlich, mich durch stundenlanges Nörgeln am Tag, Brüllen am Abend und nächtliches Wecken im zwei Stunden-Takt daran zu erinnern. Unserem Sohn geht es gerade wirklich dreckig.

Man braucht ihm nur in sein verzweifeltes Gesicht zu schauen und man vergisst auf der Stelle die Kopfschmerzen, die bleiernde Müdigkeit und die Muskelverspannungen vom Tragen, die man selber seit Dienstag hat. Ihm geht es definitiv noch mieser als mir. Er hat Schmerzen, vermutlich wieder Bauchkrämpfe, wie beim letzten Mal nach der 6-Fach-Impfung (5+1). Er trinkt nur in kleinen Happen und spuckt dann das Meiste wieder aus. Er fühlt sich heiß an und mag nicht schlafen und alleine sein schon mal gar nicht. Auf dem Schoß liegen reicht nicht, die Schulter muss es sein, stundenlang.

Puh, und heute ist erst Donnerstag. Hoffentlich schläft er heute Nacht etwas besser, ich brauche auch etwas mehr Schlaf, sonst nörgle ich auch den ganzen Tag rum. 🙂

Weiterlesen