Zähneputzen beim Baby

Mal wieder ein vermutetes Problem, welches am Ende gar keines war.

Unser Kind baut gerade an Zahn Nummer Sieben und Acht. Bisher haben wir nur mir einer Trainingsbürste geputzt, das ist eine Zahnbürste mit Gummiborsten, im Prinzip ein Beißring im Zahnbürsten-Format.

Diese reichte nun nicht mehr, also stellte ich mich beim nächsten Besuch im Drogeriemarkt vor das entsprechende Regal und sah mich um.

Es gab diverse Zahnbürsten und Kinder-Zahnpasta Sorten, aber weder die Zahnpasta aus meiner Kindheit, noch meine aktuelle Zahnpasta als Kinderversion gab es dort. Ich selber mag „scharfe“ Zahnpasta überhaupt nicht und die Sorte, die meine Frau stets verwendet, fasse ich nie an.

Diese Marke gab es dann ausgerechnet als Kinderversion im Set mit einer Kinderbürste. No Risk no Fun: Ich nahm diese Sorte mit.

Zu Hause probierte ich die Zahnpasta zuerst selber aus, ehrlich gesagt konnte ich keinen Unterschied zur „Erwachsenen-Version“ feststellen, mir war die viel zu scharf, ob unser Sohn das akzeptieren würde? Weiterlesen

Es kann nur eine Möhre geben

Die Erkenntnis, dass ein Stück Möhre meinen kleinen Finger schont, hatte ich ja bereits vor einiger Zeit gemacht. Inzwischen sind zwei Zähne im Unterkiefer bei Piet durchgebrochen.

Das bereitet ihm Zahnschmerzen und uns Ohrenschmerzen. Er kaut auf allem rum, was er finden kann:

  • Beißringe
  • Knotentücher
  • Spucktücher
  • Kimbas Schwanz
  • und mit besonderer Vorliebe immer noch auf kleinen, gekühlten und geschälten Möhrchen.

Inzwischen ist er in der Lage, die Möhre selber zu halten und mit ein oder zwei Anläufen, selbige in die richtige Öffnung zu befördern.

Second Tooth

Die letzten zwei Tage waren anstrengend. In den letzten Nächten musste ich mindestens viermal raus, das wird vor allem dann besonders hart, wenn ich weniger als vier Stunden Schlaf am Stück bekomme.

Das war jetzt drei Nächte nacheinander so.

Die Tage waren, entsprechend der anstrengenden Nächte, auch nicht gerade ein Urlaub. Piet bemühte sich, den Schlaf nachzuholen, es gelang ihm aber nicht. Man konnte regelrecht sehen, wie ihn die Zahnschmerzen immer wieder am Einschlafen gehindert haben. Mich dementsprechend auch.

Seinen Beißring hat er dafür bereits gut im Griff, er kann ihn sogar schon selbst vom Boden wieder aufnehmen und, mehr oder weniger zielgerichtet, in sein offenes Auge, äh, ach ne den Mund stecken. Der zweite Zahn ist bereits gut sichtbar, direkt neben dem Ersten, erschienen. Wie viele Milchzähne bekommt ein Kind? Das kann ja noch lustig werden.

Meine Frau ist gestern Abend wieder von ihrer Geschäftsreise zurückgekehrt. Sie hat das Wochenende durchgearbeitet.

Wir freuen uns jetzt beide auf das nächste Wochenende, obwohl heute ja erst Mittwoch ist.

Eine Möhre der Glückseligkeit

Gestern Abend hat Piet unzufrieden genörgelt, das kommt ja eher selten vor. 🙂
Wir hatten ja schon gute Erfahrungen mit Beißringen gemacht, aber die sind alle noch ein wenig groß. Daher hatte bisher immer ein kleiner Finger von mir herhalten müssen. Das wurde aber langsam etwas unangenehm. In einem Forum hatte ich mal gelesen, dass eine Karotte auch gut funktionieren würde, besonders, wenn diese aus dem Kühlschrank kommt.

Ich suchte daher eine Möhre in der Größe meines kleinen Fingers aus, schälte sie und gab auf diese Weise Piet etwas kühles zum Draufbeißen. Das funktionierte ausgesprochen gut. Piet gluckste gücklich vor sich hin und maltretierte das kleine Mörchen nach bestem Können. Gut, dass das nicht mein Finger war. Er hatte bestimmt 15 Minuten Spaß damit und war danach wesentlich entspannter. Kleine Dinge, große Wirkung.

One of these days.

Die letzten Nächte waren, nach einigen durchaus angenehmen, mal wieder sehr anstrengend. Ich bin gestern trotzdem zu Freunden nach Möchengladbach gefahren. Da die auch gerade (wieder) Eltern geworden sind, kann man sich darauf verlassen, dass diese genauso müde sind, wie man selber es auch ist. 😉

Am Ende doch noch gute Laune

Am Ende doch noch gute Laune

Ich blieb über Mittag dort und wir gingen ausgiebig spazieren, dafür nahm ich diesmal den BabyBjörn Miracle, denn der Activ lag noch bei meiner Frau im Wagen und die war unterwegs. Piet schlief die ganze Zeit, immerhin einer.
Den ganzen frühen Nachmittag hatte er nichts getrunken, auch kurz bevor ich fahren wollte, spuckte er die Flasche vorwurfsvoll immer wieder aus. Na gut, dann eben so los.

Wir waren kaum um die erste Ecke gefahren, da fing Piet zu brüllen an. Im Auto kommt einem das noch lauter vor, als im Wohnzimmer. Vorerst fuhr ich weiter, im Auto gibt er sonst immer sehr schnell Ruhe. Diesmal nicht.
Als ich dachte: „Gleich verreckt er“, habe ich doch noch kurz vor der Autobahn-Auffahrt rechts angehalten, Piet hatte sich ordentlich in Rage gebrüllt. Jetzt wollte er etwas trinken, bei der Gelegenheit zog ich ihn direkt etwas aus, ihm war wohl im Wagen auch zu warm gewesen.

Als wir gegen 15:00 Uhr wieder zu Hause waren, fiel ich vor Müdigkeit beinahe um. Ich wollte jetzt sehr gerne die Augen zu machen, zumindest mal eine halbe Stunde lang. Mein Sohn sah die Sache völlig anders und nörgelte und brüllte ohne Unterlass. Manno, heute Vormittag war er doch total entspannt gewesen. Gegen 17:00 Uhr, also zwei Stunden später, pennte er endlich ein und ich konnte auf dem Sofa auch die Augen schließen. Zehn Minuten später kam meine Frau von der Arbeit nach Hause, Piet wachte auf und ich mit ihm. Stöhn, dabei sollte ich mich darüber eigentlich freuen. Weiterlesen

Gewohnheitseffekte

Wir hatten uns gerade an einen gewissen Rhythmus gewöhnt, da wird auf einmal wieder alles anders. Seit gut drei Tagen brüllt Piet mehrere Stunden am Tag, ohne, dass wir einen Grund erkennen konnten.

Die letzten drei Tage waren besonders anstrengend, weil wir überhaupt nicht helfen konnten, kein Hunger, kein Durst, keine Blähungen, soweit eigentlich alles in Ordnung. Warum brüllt er dann wie am Spieß? Die Nächte waren wieder deutlich kürzer geworden, wir hatten uns ja gerade auf drei bis vier Stunden hochgearbeitet, das ist jetzt alles wieder Schnee von gestern. Dies machte die Situation nicht besser, wieder waren meine Frau und ich extrem gereizt.

Wir kompensieren das mit ein wenig mehr Sport, möglichst nicht zu Hause. Dies ist aber auch schwierig, denn Piet lässt dem, der daheim bleibt, keine ruhige Minute. Während meine Frau den Piet ständig auf dem Arm hat, bevorzuge ich das „normale“ Brüllen einfach auszuhalten und ihn nur hochzuheben, wenn es ganz schlimm wird.
Selbst diese kleinen Unterschiede im Umgang mit dem Kind sorgen für Unmut:

„Jetzt lass den doch mal liegen“ sage ich.
„Jetzt nimm ihn doch mal auf den Arm“
sagt meine Frau.

Das kann ja noch lustig werden, so die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. 🙂 Weiterlesen