Appalachian Trials: The Psychological and Emotional Guide to Successfully Thru-Hiking The Appalachian Trail, by Zach Davis

I write this review in English, because i like the author of the book „Appalachian Trials“, Zach Davis, to read it. Obviously he is not a German and i believe my ability of English writing is still better than his of reading German. At this point i need you to know, my written English is even poorer than my spoken one. My teacher told me, i would never learn this language, when i was 10 years old and still told me the same, when i graduated the high school. So don’t be disappointed, i really do my best here. Now to the book.

front-pack instead of back-pack

front-pack instead of back-pack

Why do i buy this kind of book at all? In 2009 i watched a documentation made by the german television about the Appalachian Trail.  At that time the documentation had no effect on me (nothing), i just had an enormous respect for all the people doing this great adventure. In 2011 the documentation was shown again, this time, my heart skipped a beat. The movie had not changed of course, but i had changed a lot. My son was born some weeks before and i tried to find into my new role as stay-at-home-dad. (Vollzeitvater > full-time-father, that’s what this blog usually is about)

I think the idea of this adventure was an attempt by my mind of balancing the new situation. If i was Teddy Bear at home on the couch the opposite would be of course Bear Grylls on the trail. Lack to the possibility of going to Maine, i started hiking with my son as some kind of backpack (more exactly a „front-pack“) at home and went every day 5-15 km with him. Additional i started reading several blogs and one book. „A Walk in the Woods“ by Bill Bryson is well known, but in my eyes  he cheated and the book was more boring than anything else. On the other hand some of the blogs were great. I like „Five Million Footprints“ and „The Dusty Camel“ a lot and of course „The Good Badger„. Last one was written by a crazy guy with a special kind of humour, i followed him on his complete trip and was happy to hear he would write a book, and here it is: Appalachian Trials by Zach Davis

A Walk in the Woods, Bill Bryson, Hardcover

A Walk in the Woods, Bill Bryson, Hardcover

I bought it as kindle version for our iPad, the price in Euro is 6,22, a cheap capital investment, only topped by „A Walk in the Woods“ for exactly one Euro as used version. The difference is that Appalachian Trials is worth the money. In the beginning, when i started reading the book, i was somehow confused. The book was much less funny than i had expected. Where was the crazy, funny guy from the blog? I checked again on his website and the reason for the change was clear. When Zach Davis started to write about his hike, he was a complete rookie, but when he wrote the book, he had become a professional hiker. I was not disappointed at any time of reading the book, but it was completely different from that version of the book i had expected of him. Neither it is a book about the history of the trail, like Bryson did, nor it is a book describing the hike day to day. Somehow i did expect the last, but not for a reason, because Zach told us (readers) already on his blog about his writing in detail.

Author: Zach Davis

Author: Zach Davis

Maybe i could have known, it would be some kind of scientific: „The Psychological and Emotional Guide to Successfully Thru-Hiking The Appalachian Trail“ is not that funny for a sub-title, is it? 🙂

For all other non-native-readers out there, i like to let you know, i only needed to check for the translation of exact seven words and the meaning of one sentence (thanks to leo.org). Of course that will tell you nothing, so let me compare it to other English books i read in the original version. It is even less than i needed to check for Harry Potter (any) and on the other end we have the books of David Weber, where i needed to check at least one word on every page and to make it even more complicated, i really needed to translate the title of some books word by word.

So, Appalachian Trials is a joy reading, even for Germans, thank you Zach.

(I do still not fully understand „when shit hits the fan“, sorry, i simply do not like to imagine that 😉 )

Weiterlesen

Nicht ohne meine Tatze

Uns Deutsche erkennt man im Ausland immer schon vom weiten. Früher trug man als guter, deutscher Tourist ein (Hawai-)Hemd, kurze Hose und weiße Socken in Sandalen. Wer dies heute macht, ist ja schon fast wieder cool.

Aber nur fast. 🙂

Heutzutage trägt der modebewusste, germanische Tourist Funktionskleidung, entweder vom Kafferöster und Discounter, oder als Markenware, vorzugsweise mit großer Tatze drauf. Damit geht man zum Bäcker oder eine Runde um sein Haus spazieren. Ach ne, das heißt ja jetzt „Walking“.

Natürlich trage ich auch Funktionskleidung, ich bin ja auch Deutscher. Aber bestimmte Marken, wenn ich schon Funktionskleidung tragen möchte, kommen nicht in Frage. Also zum Beispiel keine „Wolfshaut“, oder womöglich „das Gesicht des Nordens“. Das ist einfacher gesagt, als getan, denn in den üblichen Kaufhäusern und Sportgeschäften gibt es praktisch immer nur die bekanntesten Marken.

Als ich mich in meinem Bekanntenkreis bei den Leuten umsah, die wirklich Wandern, Klettern, Surfen und sonst was „outdoor“ machen, fiel mir auf, dass die zwar alle hochwertige, spezielle Kleidung trugen, aber weit und breit keine „Tatze“ zu sehen war. Interessant. Auch mit Discounter-Ware kommt man wohl nicht so weit, wenn man die Sachen „wirklich“ benutzt. Für den Weg zum Bäcker reicht es natürlich völlig aus. 😉 Da wir ja mit Piet demnächst nun längere Strecken wandern (neudeustch „Hiken“) und Radfahren („Bike-Trekken“) wollen, möchten wir uns auch entsprechend mit Funktionsklamotten neu einkleiden. Weiterlesen

Nachts um halb drei

Wir haben die Fütterungszeiten ja untereinander aufgeteilt, vom „jede Stunde“ Rhythmus sind wir inzwischen weg, zum Glück. Aktuell haben wir:

  • 11:30 Uhr,  1. Schicht
  • 02:30 Uhr, 2. Schicht
  • 05:30 Uhr, 1. Schicht
  • 07:30 Uhr, 2. Schicht

Bei den Schichten wechseln wir uns ab, denn die 02:30 Uhr Schicht ist härter als alle anderen. Letztens war ich mal wieder dran, nachts um halb drei. Eigentlich schläft man noch, da es aber eine Stunde dauert, bis Piet satt ist und Ruhe gibt, muss man sich ja irgendwie beschäftigen. Ich hatte es mit Hörspielen (???), Filmen und Hörbüchern versucht, es war mir aber alles zu anstrengend. Also nutze ich die Zeit zum Nachdenken, dies führt, um diese Uhrzeit, zu seltsamen Gedankengängen.

Beim letzten Mal überlegte ich mir, bei welchem Ereignis in meiner Jugend mich Männer beeindruckt haben. Besser gesagt, an welche Erlebnisse ich, in diesem Zusammenhang, sehr starke und positive Erinnerungen habe. Ich dachte mir, die Erinnerungen, welche einem als erstens einfallen und die am klarsten sind, müssten ja auch die sein, die am meisten Eindruck gemacht haben, im positiven oder negativen Sinne.

Ich stellte mir in Gedanken eine „Top-Ten“ -Liste zusammen, eine Liste der besten Erinnerungen an Aktivitäten, bei denen mich Männer beeindruckt haben, sei es, dass sie mir etwas erklärten, sich für mich Zeit nahmen, oder spannende Dinge mit mir machten.

Ich kam darauf im Rahmen der Diskussionen, um die Wichtigkeit von Vätern und männlichen Erziehern bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

„Fehlt der Vater oder wird er, mangels Engagement oder Präsenz, vermisst, dann entwickeln sich bei
dem Kind Enttäuschungsaggressionen, die an anderen Personen – Erzieherin oder LehrerIn, oft an
Geschwistern oder der Mutter – abreagiert werden. Der Vater wird wie ein unerreichbarer Superstar
überidealisiert, obwohl er in seinem alltäglichen Verhalten für das Kind fast bedeutungslos ist.
Fälschlicherweise wird diese kindliche Haltung von Außenstehenden oft als Ausdruck einer „guten“
Vaterbeziehung gehalten, anstatt als das was sie ist, ein Ausdruck des Mangels oder ein Wunsch
nach mehr.“ Aus:  Infoblatt für Väter

Auch für mich war mein Vater ein „Superstar“, obwohl, oder eben vielleicht weil,  ich ihn bis zu meinem 12. Lebensjahr praktisch nie gesehen habe. Er war weg, bevor ich aufstand, er kam wieder, als ich Bett war und am Wochenende war er auf Messe oder Tennis spielen, weil er Zeit für sich brauchte. Ein für diese Vatergeneration nicht ganz unüblicher Tatbestand, da mache ich ihm sicher auch keinen Vorwurf daraus, mein Stiefvater hat sich im übrigen absolut ganz genauso verhalten.

Nach der Scheidung meiner Eltern war ich dann jedes Wochenende bei ihm, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir dann etwas besonderes unternommen hätten. In meiner Liste kommt er aber dennoch vor, in den Klammern steht das ungefähre Alter, in dem ich gewesen bin: Weiterlesen

Was ist eigentlich typisch männlich?

Letzte Nacht hat Piet um zwei Uhr morgens Essen wollen, dies hat bis 03:15 Uhr gedauert, danach konnte ich nicht mehr einschlafen, also macht man sich Gedanken. Früher ging es in solchen Situationen hauptsächlich um die Arbeit, heute um das Kind. Nein, ehrlich gesagt, eigentlich nicht.

Ich dachte über meinen Artikel, die Verunsicherung der “modernen Männer” und “neuen Väter”, nach.

Was ist eigentlich typisch männlich? Die Steinzeit-Theorie ist ja mittlerweile jedem bekannt, was bringe ich denn so an archaischen Talenten mit, mir fiel tatsächlich so einiges ein:

  • Ich kann mit Pfeil und Bogen halbwegs umgehen, den Bogen habe ich sogar selbst gebaut
  • Einen 900 Gramm schweren Speer werfe ich deutlich weiter als 30 Meter
  • Mir sind 157 Techniken bekannt, einen anderen Menschen mit bloßen Händen zu töten, oder diesem erhebliche Schmerzen zuzufügen
  • In meiner Jugend habe ich mal Reiten gelernt
  • Ich kann essbare Pilze sammeln
  • Mein Patenonkel hat mir als Kind Angeln beigebracht, verlernt man das eigentlich?
  • Ich kann mit einem Schwert kämpfen
  • Meine Omi hat mir noch persönlich gezeigt, wie man Hühner, Wildvögel, Gänse und Maulwürfe tötet, und zwar mit dem, was gerade greifbar ist: Einem Spaten, einer Schüssel, oder eben die eigenen Hände.
    Da war ich übrigens drei Jahre alt, so etwas vergisst man nie.
  • Norden finde ich auch ohne Karte und Kompass
  • Ich kann mit einer Axt einen Baum fällen, zumindest habe ich es schon mal gemacht
  • Die Pflanzen und Tiere meiner Umgebung kann ich ganz gut bestimmen

 

Leider sind diese Fähigkeiten in der heutigen Zeit extrem sinnlos, es sei denn, man ist „Bear Grylls“. Der kann das obendrein alles noch viel besser und vermutlich noch viel mehr davon.

Also auf diesem Weg komme ich zu keiner Lösung. Weiterlesen