Zu Risiken und Nebenwirkungen von Paukenröhrchen, oder: „Können Faultiere schwimmen?“

Die Paukenröhrchen-OP ist nun einige Tage her, bis heute war unser Kind nicht im Kindergarten, jetzt kehrt wieder etwas Normalität bei uns ein. In den ersten Tagen haben wir uns bemüht, „Stress“ und zu viel Krach zu vermeiden, da die meisten unserer Freunde weg gefahren sind, war das auch nicht so schwer.

Damit unser Kleiner hier nicht Amok läuft, haben wir einiges mit ihm unternommen. Am Freitag ging es erst mit dem Fahrrad zu Oma, ich fuhr mit Rollschuhen nebenher.

Das klappte so gut wie nie zuvor. Ich musste nicht brüllen, er fuhr dahin, wo ich sagte und er hielt an, wenn ich es wollte. Eine neue Erfahrung, völlig stressfrei auf einer bisher unbekannten Strecke. Wer hätte das gedacht? Am Nachmittag dann zum Ballett, wir hatten vom Arzt vorher extra das O.K. eingeholt, er kam mit der Gruppe Kinder ohne Überraschungen zurecht. Wir hatten gedacht, dass es ihm vielleicht zu laut ist, aber er sagte dazu keinen Ton.

In den Informationsblättchen hieß es in den ersten zwei Wochen kein Sport, kein Wasser, kein Kindergarten, kein Toben. Uns stand der Angstschweiß beim Lesen auf der Stirn. Weiterlesen

Die „Rosa-Hellblau-Falle“, Bericht bei „frauTV“

Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, aber der Bericht zum Thema „Rosa-Hellblau-Falle“ ist nun in der Sendung vom 28.04.2016 veröffentlicht worden. Vor einer gefühlten Ewigkeit war ich mit unserem Sohn zu einem Interview-Termin nach Köln gefahren. Der Bericht kann in der Mediathek der ARD angesehen werden.

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„Ich möchte nur noch tanzen!“

Ich kann mich gut daran erinnern, was ich dachte, als  ich 2003 den Film „Billy Elliot – I Will Dance“ ansah: „Der Junge hat einen unglaublich starken Willen.“

Dass ich mich einmal als Vater mit diesem Thema auseinander setzen muss, hätte ich mir damals im Traum nicht vorstellen können.

Unseren Sohn habe ich am letzten Freitag zu seiner ersten Ballett-Stunde gebracht, er wollte das seit Monaten unbedingt ausprobieren, meine Frau und ich haben lange gezögert, nicht weil er nicht Tanzen soll, sondern, weil wir nicht möchten, dass er Defizite an anderer Stelle aufbaut. Weder meine Frau noch ich können mit Bällen sonderlich gut umgehen, was in der Schule früher immer ein großer Nachteil gewesen ist. Bei mir hat sich das erst geändert, als die Bälle mindestens 5 Kg wogen. Weiterlesen

Ball oder Ballett?

Wir suchen einen Sport für unser Kind, mit dem Judo sind wir leider nicht so ganz glücklich. Dies liegt zum einen daran, dass unser Sohn wenig Spaß daran hat und zum anderen, dass ständig die Betreuer wechseln. Letztes hat dazu geführt, dass unser kleiner Besserwisser dem Trainer erklärt, wie was geht. Kommt nicht so gut. 🙂

Also sind wir auf der Suche nach einer Alternative. Er soll bald Schwimmen lernen. Schwimmen geht erst wieder mit fünf Jahren, ist also noch etwas zu früh, Reiten darf er erst mit sechs, also noch später. Ich war versucht ihn beim Ballett anzumelden, denn ich bin mir sicher, das würde ihm auch Spaß machen. Meine Frau war dann aber doch eher für die Variante ohne „-ett“ und besuchte stattdessen eine Ballsport-Gruppe mit ihm.

Das hat unserem Sohn wohl ebenfalls Spaß gemacht. Kann nicht schaden, denn weder ich noch meine Frau sind bei Ballsportarten sonderlich begabt. Ich kann erst was mit Bällen anfangen, wenn die 7,25 Kg wiegen und aus rostfreiem Edelstahl sind.

Da wir in diesem Verein ohnehin noch bis zum Jahresende Beitritt zahlen, probieren wir den Ballsport eine Weile aus. Falls nicht, gehe ich mit ihm zum Ballett. 🙂

Ein rosa T-Shirt habe ich ja schon.