Da-raus-Puuh-Tute!

Eltern glauben ihren Kindern viel zu selten, meistens sind es Dinge, die man als Erwachsener eben gar nicht mehr wahrnimmt. Was wir nicht wahrnehmen, gibt es meist auch nicht, bis es uns jemand beweist.

Ich erinnere mich daran, mit meinen Eltern im Auto gesessen zu haben, es regnete und ich sah mir die Autos an, an denen wir vorbeifuhren. Ich entdeckte einen Wagen mit drei Scheibenwischern, für mich eine Sensation!

Meine Eltern sagten daraufhin: „Fahrzeuge mit drei Scheibenwischern gibt es gar nicht!“

Ich war zutiefst beleidigt, das hatte ich doch gerade gesehen.

So ähnlich muss es heute unserem Sohn ergangen sein. Weiterlesen

Südbad oder Bällebad

Da in den Osterferien das Baby-Schwimmen ausfällt, sind meine Frau und ich heute mit unserem Kind in das Südbad in Neuss-Reuschenberg gefahren. Optisch ist das Bad nicht unbedingt der Kracher, aber es gibt einen Baby-Plantsch-Pool, ein Kleinkinder-Schwimmbecken, ein 25-Meter-Sportbecken, ein Sprungturmbecken und eine Wasserrutsche mit Strudel. Zwei Stunden kosten für uns drei 9,00 Euro, das geht in Ordnung.

Der Sohn findet Schwimmen ja bestenfalls „akzeptabel“, von Spaß kann man nicht wirklich sprechen. Da Babyschwimmen bei uns üblicherweise meine Frau übernimmt, bin ich gerne ein paar Bahnen richtig schwimmen gegangen. Obwohl ich als Kind selber lange im Schwimmverein gewesen bin, war ich nie besonders gut. Hoffentlich ist mein Sohn da mal besser, schön wäre es zumindest. Ich habe die wirklich guten Schwimmer immer bewundert. Die konnten bereits in der Grundschule 25 Meter am Stück tauchen.

Nach einer guten Stunde war das Kind fix und fertig und wir machten uns auf den Heimweg. Eine kleine Erinnerung darf ich noch ein paar Tage behalten, denn ich werde einen prächtigen Muskelkater bekommen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so lange richtig geschwommen bin. Ich sollte das öfters machen.

Aktuell ist ja bescheidenes Wetter, also haben wir eine Osterüberraschung und Ergänzung für das Spielzimmer ausgepackt, für Eier-Suchen war er ja noch ein wenig zu klein. Meine Frau hatte die Idee, eine Sand-Wasser-Muschel mit bunten Bällen zu füllen. Die kennt wohl inzwischen jeder, ich bereits seit der ersten Ausflüge in schwedische Möbelhäuser. Heutzutage gehört ein Bällebad ja in jeden gut sortierten Kindergarten, das hat zumindest den Vorteil, dass man sich den Spaß auch privat leisten kann. Unser Kind jedenfalls hatte seine helle Freude mit den Bällen. Unsere Katze fand das alles allerdings überhaupt nicht lustig.

Für den Kindergeburtstag nächste Woche ist das sicher eine super Sache und im Sommer kann man die Bälle-Muschel ja auch problemlos nach draußen bringen. Wir haben 200 Bälle verwendet, mal sehen wie viele wir an verschiedene Ecken der Wohnung verlieren werden.

Ein Zimmer für die Kindertagespflege

Piet schwimmt.

Piet schwimmt.

Nachdem wir uns ja die ersten Worte eingebildet hatten, war es heute nun tatsächlich soweit.

Unser Sohn hat eindeutig und Objekt- bzw. personenbezogen sein erstes Wort gesagt. Es ist nicht, wie von mir erhofft, Sternenzerstörer geworden. Es ist auch nicht Papa, Daddy oder ein ähnliches Wort für Vater geworden. Ich hätte mich auch über die chinesische Variante „bàba“ gefreut. Aber nein, es ist doch tatsächlich „Mama“. Meine Frau hat sich darüber natürlich waaaahnsinnig gefreut.

Was soll ich dazu sagen? Als mein Sohn wenig später bei mir auf den Arm wollte, habe ich passend gekontert:

„Du kommst hier erst wieder hoch, wenn du Papa gesagt hast.“

Aber ich habe den Augen nicht lange stand gehalten. Mann, ist der gut darin.

In dieser Woche wandere unser Büro von unten nach oben, das Kinderzimmer dafür von der Oberen in die untere Etage. Damit wir den kleinen Krabbler dabei nicht die gesamte Zeit unter den Füßen haben, wurde er kurzerhand zu meiner Mutter ausquartiert. Die Räumaktion hat den ganzen Tag gedauert. Einige Aktenschränke mussten fünf Etagen runter in den Keller, andere Dinge, vor allem Kindermöbel und Spielzeug, mussten hoch.

Ich spüre meine Beine nicht mehr. Vermutlich werde ich diese Morgen um so mehr bemerken.

Darf ich das behalten?

Darf ich das behalten?

Das neue Zimmer ist nun komplett kindersicher und von der Küche aus einsehbar. In diesem Kinderzimmer werde ich später auch die Tageskinder betreuen, zumindest, bis er in den Kindergarten kommt.

Das Jugendamt kommt am Dienstag vorbei und bringt die lang erwartete Pflegeerlaubnis mit. Morgen erwarte ich eine Journalistin aus Hamburg für ein Interview, dabei geht es um ein Buchprojekt. Am Montag kommt dann eine Journalistin aus Neuss und wird einen Bericht in der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung veröffentlichen. Eine weitere freie Autorin hat sich aus Berlin gemeldet.

Ich bin offenbar immer noch eine Rarität, wobei ich hoffe, dass sich dies möglichst schnell ändert und andere Väter einen ähnlichen Weg beschreiten werden.

Unser Sohn fand sein neues Zimmer übrigens total spannend und war sichtlich begeistert. Da hat sich die Arbeit wenigstens gelohnt.

Spieltunnel

Spieltunnel

Da wir für das Tageskind, welches ich hoffentlich irgendwann bei mir willkommen heißen kann, noch einen weiteren Hochstuhl brauchen, sind wir am Donnerstag Morgen zu IKEA gefahren. IKEA hat einen sehr preiswerten, einfachen, aber effektiven Hochstuhl im Programm. Ein weiterer TrippTrapp war uns dann doch zu teuer. Ich war schon erstaunt, wie voll es dort mitten in der Woche morgens sein kann.

Den Hochstuhl hatte ich flott eingeladen, aber es bestand noch ein Auftrag für einen Spieltunnel. Auch den habe ich recht schnell gefunden, darauf stand aber was von 18 Monaten, unser Kind ist ja noch nicht einmal elf Monate alt. Kurze Rücksprache bei meiner Frau, sie bestand darauf, also gut, eingetütet. Auf dem Weg nach draußen fand ich noch zwei ideale Regale für den Keller. Erst an der Kasse dachte ich kurz mal darüber nach, wie ich das alles in unser Auto bekomme. Wird schon irgendwie gehen, wir haben ja damals auch die Drei Billy-Regale und einen Flatscreen in das Cabrio bekommen. Gut, die Polizei hat sich schon gewundert, uns allerdings weiterfahren lassen.

Es passte alles rein, gerade so. Zu Hause wurde der neue, grüne Spieltunnel direkt eingeweiht: BUSAAAAA!

Männer schwimmen anders

Babyschwimmen, mit Papa im Wasser.

Babyschwimmen, mit Papa im Wasser.

Heute war wieder Babyschwimmen in der Niederrhein-Klinik. Eigentlich macht das ja meine Frau mit unserem Sohn zusammen, ohne mich. Da sie aber aus medizinischen Gründen heute nicht ins Wasser durfte, „musste“ ich ran. Der Kurs ist offiziell voll ausgebucht, was zehn Teilnehmer im Wasser bedeutet. Diesmal waren aber nur vier anwesend. Ich fand das kleine Becken auch schon so voll genug. 😉

„Das gemeinsame Spielen und Erleben im Wasser unterstützt die geistige  und körperliche Entwicklung Ihres Babys, insbesondere die Atmung und das Herz-Kreislaufsystem. Es kräftigt Arm-, Bein- und Rumpfmuskulatur und den gesamten Bewegungsapparat. Durch engen Körper- und Hautkontakt werden sowohl die Mutter-Vater-Kind-Beziehung als auch das soziale Kontaktverhalten gegenüber anderen Babys positiv stimuliert. “ savita.de

Piet ist mit sechs Monaten mit Abstand der Jüngste im Kurs (7-12 Monate), das fällt jedoch nicht weiter auf, denn die Anderen können ja auch noch nicht schwimmen. Wie so oft wurde wieder reichlich gesungen.
Jaja, singen ist pädagogisch wertvoll. Ich singe nicht. Weiterlesen

Besser mit Schwimmwindeln?

Es hat heute ja den ganzen Tag ununterbrochen geregnet. Rausgehen wollte ich mit Piet aber dennoch, einige Kleinigkeiten einkaufen und einige wichtige Briefe zur Post bringen. Als ich gestern mit ihm und dem Chariot unterwegs war, fand er es total blöd, in einem geschlossenem Hänger zu sitzen. Er motzte die ganze Zeit rum, bis ich das Verdeck aufmachte. Das wollte ich heute nicht noch einmal erleben, also packte ich uns beide möglichst wasserdicht ein und nahm den BabyBjörn Tragesitz für die Runde zum Einkaufen. Das klappte erstaunlich gut.

Für einen kurzen Moment hatte ich überlegt, ob bei dem permanentem Regen nicht eine der Schwimmwindeln, die wir für das Babyschwimmen am Samstag gekauft hatten, angebrachter wäre. Das ist natürlich Quatsch, aber mir fiel auf, dass wir bisher nur wenige regenfeste Sachen in seiner aktuellen Größe für ihn haben. Ich werde mal versuchen, etwas passendes gebraucht zu ergattern. Weiterlesen