Pee in the shower!

Es gibt sie, diese Eltern-Dilemma: Wie man es macht, man macht es falsch.

Piet duscht und badet sehr gerne, so gerne, dass wir das B-Wort gar nicht mehr verwenden, weil sonst direkt das Theater beginnt: “Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?-Bade?”

... das hält er locker eine Stunde durch.

Irgendwann gibt man dann doch nach. Während ich also nun in seine Wanne das Wasser einlaufen lasse, ziehe ich ihn natürlich aus. Mit Klamotten baden ist ja eher doof. Auch die Windel kommt runter, kurz bevor er in das Wasser darf. Er hat es aber nun bereits einige Male geschafft, genau VOR die Badewanne zu pinkeln.

Auch bei einem U3-Kind ergibt das eine stattliche Pfütze. Was tun? Soll ich ihm beibringen IN die Badewanne zu pinkeln? Das wäre ja zumindest besser, als davor. Aber wenn er zuhause in die Dusche pinkeln soll, wie bringe ich ihm bei, dass er dies woanders (Schwimmbad) nicht machen darf? Und wann muss er damit prinzipiell aufhören? Erstaunlicherweise stellte ich fest, das auch andere sich mit diesem delikatem Thema beschäftigt haben. 🙂

In diesem Sinne: SAVE THE PLANET!

Die Mörderpuppe

Die Mörderpuppe

Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf, an einem Ort, den Sie nicht kennen. Sie wissen nicht, wie Sie hierher gekommen sind, sie beginnen die Situation langsam zu erfassen. Es ist ein Haus, groß, dunkel, sie sind nicht allein. Andere Menschen sind um Sie herum, im gleichen Raum, niemand beachtet Sie. Einige Gesichter sind ihnen bekannt, bei anderen sind Sie sich nicht sicher. Alles ist ungewohnt und unübersichtlich. Sie beginnen den Raum zu erkunden, langsam, vorsichtig, damit niemand auf Sie aufmerksam wird. Sie ertasten etwas ungewohntes, Sie haben keine Ahnung, um was es sich handeln könnte, aber Sie haben eine ungute Vorahnung. Sie heben es an, dann wird Ihnen klar, dass Sie in die toten Augen eines Babys blicken. Sie bekommen Angst, fürchterliche Angst und fangen an zu rufen.

In diesem Haus sind Sie nicht sicher, hier werden Menschen wie Sie geschlachtet, ganz sicher…

So ungefähr muss es heute Morgen unserem Sohn ergangen sein. Wir waren bei Freunden zum Brunchen eingeladen, ihre Tochter ist im gleichen Alter wie unser Sohn, die beiden schwimmen zusammen in der gleichen Gruppe und verstehen sich ganz gut. Der Sohn war im Auto eingepennt und noch ziemlich verschlafen, als er das Wohnzimmer erkundete und dabei auf die Baby-Puppe des Mädchens traf, er hob die Puppe am Bein hoch, drehte diese um, sah in die Augen des Spielzeugs und begann in Panik zu brüllen.

Wir haben gelacht, gemein eigentlich, aber es war einfach zu lustig.

Natürlich haben wir unseren Sohn sofort getröstet und beruhigt, die Puppe allerdings bliebt ihm sehr, sehr unheimlich. Als er später von meiner Frau versehentlich genau vor dieser abgesetzt wurde, bekam er direkt wieder mächtig Angst.

Super Aussicht!

Super Aussicht!

 

Hoch zu Ross

Was macht man, wenn man nicht mehr im Kinderwagen sitzen mag, aber noch nicht laufen kann?

Richtig: Tragen lassen.

Die Sache hat nur einen Haken, denn dem Träger fällt bei gut 10 kg Körpergewicht bald der Arm ab. Die meisten Frauen tragen daher ihre Kinder auf der Hüfte, ich sehe das immer wieder und werde neidisch. Wenn ich so eine Hüftablage haben sollte, ist diese definitiv zu gut versteckt, da kann ich meinen Sohn also nicht drauf setzen, um den Arm zu entlasten. Da bot sich aber eine weitere Möglichkeit an, denn meine Schultern sind breit genug für zwei Kinder, jetzt musste ich nur noch meinen Sohn davon überzeugen.

Siehe da, es gefällt ihm ausgezeichnet und meine Arme freuen sich auch. Hin und wieder leiden meine Ohren dafür ein wenig, aber man kann eben nicht alles haben.

Dadaismus und die Pyjamahelden

Alles ist Dada – Dada ist alles.

An diesen Satz aus dem Kunstunterricht habe ich mich irgendwann in den letzten Tagen erinnert. Der Sohn hat beschlossen, doch nicht die üblichen Bezeichnungen für seine Eltern zu verwenden, sondern auf seinen eigenen Dialekt auszuweichen.

Meine Frau ist “Nana” ich bin “Dada”.

Unser Kind ist inzwischen auch in der Lage, zwei Silben sinnvoll zu kombinieren: “Nana, da!” oder “Dada, Nanane!”.

“Nanane” ist übigens immer noch sein Lieblingsobst. Mein Tageskind kann bereits “Ball” sagen, wobei Ball alles ist, was rund ist, oder eine Kugelform hat. Zum Beispiel auch unsere Katze. Die findet das aber überhaupt nicht lustig.

Hinweis:  “Der Name “Dada” wurde angeblich aus der Sprache des französischen Kleinkindes abgeleitet, in der es “Steckenpferd” bedeutet. Mit dieser Bezeichnung wollten die Künstler die Einfachheit ihrer Kunst symbolisieren, die zugleich ein Neubeginn sein sollte.   Eine andere Erklärung besagt, dass “Dada” der Name eines Haarwaschmittels war, dass damals gerade sehr gebräuchlich war. Allein schon der Mythos um die Namensgebung ist typisch für die Ironie und die Unsinns-Kultur der Bewegung.  Der Dadaismus entstand 1916 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges.” WAS IST WAS

 

Butterkekse

Wer will Ärger?

Wer will Ärger?

Rituale sind für Kinder sehr wichtig, gleiche Abläufe geben Sicherheit, bei großen aber eben auch bei kleinen Dingen.

Mein Sohn erwartet inzwischen grundsätzlich einen halben Keks, wenn er im Kinderwagen fährt, ist der Keks alle, ist auch schnell der Spaß im Wagen dahin. Daher habe ich stets einen kleinen Vorrat in der Tasche, sonst bekommt er keine weiteren Süßigkeiten, es sei denn, man zählt die Fruchtgläser dazu, die auch Zuckerfallen sind, dazu schreibe ich aber noch einmal einen gesonderten Artikel.

Mit einem Keks kommen wir gut zwei Kilometer weit, das sind also 0,5 K/Km. Ein Keks hat so einige Kalorien, aber immer noch weniger, als ein Becher Apfelsaft. Unser Sohn trinkt ausschließlich Wasser, das schont die Zähne.

 

Gecko-Finger

Als Eltern beobachtet man sein Kind sehr genau und findet eigentlich jeden Tag etwas, das einen überrascht oder verwundert. Mich erstaunt in den letzten Tagen immer wieder, was (und wie) mein Sohn mit seinen klitzekleinen Fingern heben und bewegen kann. Er legt einen einzigen Fingen auf das i-Pad und ich benötige zwei Hände, um dagegen zu halten. Wie ist das möglich?

Er legt beide Hände flach auf unser glattes Ledersofa und zieht sich daran hoch. Er packt einen Ball mit einer Hand, der im Vergleich so groß wäre, wie für mich einer dieser Sitzbälle, die man Fitness-Studios findet, oder auch in so manchem Büro. Er findet draußen jede Zigarettenkippe und davon gibt es leider reichlich, hält diese zwischen Daumen und Zeigefinger und es ist mir kaum möglich,  ihm diese wegzunehmen.

Es gibt für dieses Rätsel nur eine Lösung, wenn alle anderen logischen Gründe ausgeschlossen werden können, muss der Letzte die Ursache sein, auch wenn dieser noch so unwahrscheinlich klingt:

Mein Sohn ist ein Mutant mit Gecko-Fingern und wird vermutlich in wenigen Monaten in der Lage sein, glatte Wände hoch zu laufen, ganz sicher.

Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Brille…

…auf der Mauer, auf der Mauer sitzt ne kleine Brille – seht euch mal die kleine Brille an, wie die Brille fliegen kann – auf der Mauer auf der Lauer saß ne kleine Brille.

Tja, so kann es gehen, ich schaute gerade mit meinem Sohn aus dem Fenster, als er sich meine Brille schnappte, um nachzusehen, ob die auch fliegen kann.

Kann sie übrigens nicht.

Das ging alles unglaublich schnell und ich sah nicht nur meine Brille aus dem Fenster im dritten Stock fliegen, sondern direkt ein aktuelles Monats-Netto-Einkommen von mir gleich mit. Ich sehe zwar aus wie ein Bär, bin aber leider blind wie ein Maulwurf, da kostet eine Brille schon mal schnell einige hundert Euro. Was noch schlimmer ist, eine neue Brille zu bestellen dauert gut zwei Wochen. In den zwei Wochen wäre ich aufgeschmissen.

Glücklicherweise hatte unser Nachbar im Erdgeschoss frischen Rindenmulch verteilt, meine Brille landete knapp neben seinem Liegestuhl und blieb heile. Schwein gehabt und wieder was gelernt:

  1. Brillen fallen genau so schnell wie alles andere
  2. Lieber auf Rindenmulch landen, als auf Beton
  3. Mein Sohn hat die Reaktionszeiten einer Fliege
  4. Immer eine Ersatzbrille parat haben
  5. Lieber ohne Brille aus dem Fenster sehen
Kinderwagen im Suzuki Swift

Kinderwagen im Suzuki Swift

Meine Frau wechselt gerade die Arbeitsstelle. Da sie im Außendienst tätig ist, fährt sie normalerweise einen Firmenwagen, den wir außerhalb der Arbeitszeiten auch privat nutzen dürfen. Das war zuletzt ein Skoda Superb Kombi, mit dem wir unglaublich zufrieden waren. Kein Van, aber wahnsinnig viel Platz für Passagiere und Gepäck, ein wirklich schönes Auto.

Das ist jetzt weg, einen neuen hat meine Frau noch nicht bekommen, daher sind wir auf “meinen” Wagen angewiesen, einen kleinen, roten Suzuki Swift. Dieser Wagen ist auch bekannt als der “Mini für Arme”.

Unser Swift wurde in den letzten drei Jahren unglaubliche 11000 Kilometer bewegt, ich glaube, ich bin in dieser Zeit mehr Kilometer mit dem Rad gefahren. In den letzten Tagen hat sich der Kleine wohl gewundert, warum der plötzlich so oft gefahren wird. Erstaunlicherweise geht das auch, mit einigen Kompromissen, sehr gut. Sicher ist der Swift ohnehin: ESP, ABS und sechs Airbags, alles an Bord.

Da wir vor einiger Zeit speziell für den winzigen Kofferraum einen Buggy besorgt hatten, kamen wir ganz gut zurecht. Für den Urlaub würde es wohl nicht reichen, aber für die Fahrt zu den Großeltern ist es allemal in Ordnung und völlig ausreichend.

39,3 c° – Die Nachtwache

Eigentlich wollten wir heute ja in den Zoo, aber unser Sohn war heute Morgen extrem nörgelig und überhaupt nicht gut drauf. Er fühlte sich sich warm an und als wir später die Temperatur maßen, ergab dies 38,5 c°.

O.K. er hat sich wieder mal was eingefangen. Nach über zwölf Monaten und zweimal Brechdurchfall, diversen Erkältungen und oft erhöhten Temperaturen später, gerät man nicht mehr gleich in Panik und fährt direkt in die Notaufnahme.

Dennoch sind solche Tage mit kleinen Kindern extrem anstrengend. Der Sohn möchte dann nie von uns runter und hängt den ganzen Tag auf uns herum, dabei dröhnt er einem gerne direkt ins Ohr. Als wir heute Mittag dann 39,3 c° feststellten, bekam er von uns ein Zäpfchen, um das Fieber zu senken. Ab 39,2 c° darf man sich ein wenig Sorgen machen und kann die Sache ernster nehmen. Am späten Nachmittag war er wieder etwas besser drauf, er hatte mittags recht lange geschlafen, so dass ich mit ihm noch eine Stunde an die frische Luft gegangen bin. Gut eingepackt versteht sich. Das hat ihm sichtlich gut getan.

Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass er heute Abend später in sein Bett möchte, da er über Tag beinahe nur gepennt hatte, aber dem war nicht so. Gerade ist er friedlich in seinem Bett eingeschlafen. Wenn er noch einmal wach wird, bevor wir ins Bett gehen, bekommt er noch ein Zäpfchen, damit er und wir gut schlafen können und Morgen geht es ihm hoffentlich wieder besser.

Als wir abends bei unserem Sohn 39,9 c° Fieber feststellten, war uns bereits klar, dass dies eine anstrengende Nacht werden würde. Das Krankenhaus konnte ich meiner Frau erfolgreich ausreden, dennoch ist es immer ein blödes Gefühl, wenn man so ein kleines, glühendes und brüllendes Häufchen Elend auf dem Schoß hat. Meine Frau übernahm die erste Wache ich die Zweite. Er ließ sich nicht in sein Bett legen, was bedeutet, dass er nur auf uns schlief und wimmerte.

Dies wiederum bedeutet, dass wir praktisch die ganze Nacht gar nicht geschlafen haben. Am Morgen war seine Temperatur etwas gesunken, bewegte sich aber trotz Fiebersaft immer um die 39 c°, das ist zwar nicht mehr bedenklich, aber immer noch recht hoch. Den ganzen Tag hat er nur auf uns verbracht, immerhin hat er genug getrunken.

Diese Nacht wird vermutlich nicht viel erholsamer werden.

Hier eine kleine Liste der Dinge, die der Schlafentzug heute bei mir mit sich brachte:

  • Nicht nur meinem Sohn ein Leberwurstbrot schmieren, sondern der Katze auch
  • Kindersicherungen erst entfernen, wenn man sich bereits den Fuß daran fast gebrochen hat
  • Milch in den Kaffee schütten, obwohl man den gar nicht mit Milch trinkt
  • Panisch nach dem Mobiltelefon suchen, obwohl nur das Spielzeug  “Old Mc. Donald” gedudelt hat
  • Viel zu schnell (ohne Sohn) auf der Autobahn rasen, damit man nicht einschläft und dann im AB-Kreuz in die falsche Richtung fahren
  • Sich mit der Bodylotion duschen (eine Riesenschweinerei)
  • Unter der Langhantelbank beinahe verrecken, weil man die Scheiben falsch gezählt hat (140 Kg statt 100 Kg)
  • Gegen Türen laufen, die einfach nicht nach außen aufgehen wollten
  • Die Katze auf dem Balkon vergessen
  • Erst die Wäsche im falschen Programm anstellen und dann darin liegen lassen

 

Der Brechdurchfall

Am Montag begann es völlig ohne Vorwarnung, ich hatte gerade im Baumarkt neues Katzengras gekauft, als unser Sohn auf dem Weg nach Hause auf der Rückbank anfing zu röcheln und zu würgen.

Dank des neuen Kinder-Autositzes konnte ich im Rückspiegel erkennen, dass es ernst war. Dennoch brauchte ich zu lange den Wagen anzuhalten. Das Kind göbelte auf den wunderbaren, niegelnagelneuen Recaro Young Sport. Einen Teil konnte noch nach draußen abgeleitet werden, aber dem Sohn ging es wirklich dreckig. Zum Glück waren wir mit dem Wagen meiner Frau unterwegs, als erfahrene Außendienstlerin hat sie immer eine Packung Einweg-Wischtücher im Auto. Mit diesen Tüchern wurde unser Kind wieder vorzeigbar gesäubert, so dass ich doch noch zum Supermarkt fahren konnte. Dachte ich.

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel noch einmal, mit dem Unterschied, dass er diesmal nicht im Kindersitz saß, denn der war ja voll gekotzt, sondern im Maxi-Cosi, der zum Glück auch noch im Wagen war. Ich liebe Familienkutschen
Leider war nun auch der Maxi-Cosi von oben bis unten versaut, super. Das gibt reichlich Arbeit. Zu Hause wurde der Sohn abgebraust und neu eingekleidet.

Wir übrigens auch, denn er hatte meiner Frau, gerade angekommen, einen super Empfang bereitet. Mal sehen, ob ich die Jeans wieder sauber bekomme.

Das ging den ganzen Tag so weiter, bis ca. 16:00 Uhr hatten wir ungefähr 10 Kleidungswechsel hinter uns, in der Mittagspause erwischte es meine Frau, später dann mich. Abends schien alles wieder O.K. zu sein, meine Frau flog direkt am nächsten Morgen sehr früh auf eine Geschäftsreise. Ich fuhr, wie immer dienstags, zum Babyclub, denn die Lage hatte sich ja offenbar beruhigt, Durchfall hatte unser Kind in der Nacht nicht gehabt, daher ging ich von einer kleinen Magenverstimmung aus. So was soll ja öfter vor kommen.

Kaum vom Babyclub in Dormagen zurück, begann Runde zwei. Moment, dachte ich, den Geruch kenn ich doch? Ein Blick in die Windel brachte Gewissheit, es ist doch Brechdurchfall. So eine Scheiße.

Also Atemschutzmaske raus gekramt und los geht es, einmal frische Granitur für meinen Sohn. Gerade fertig entlud er seine Dankbarkeit auf meine Klamotten.

Einmal frische Garnitur für mich.

Seit Montag mache ich eigentlich nichts anderes mehr, als meinen Sohn und mich umzuziehen und eine Maschine nach der anderen Wäsche zu waschen. Oh, dabei fällt mir ein, dass ich eine noch unten habe, wo das Bettzeug drin ist. Das hatte er letzte Nacht neu dekoriert.

Ich bin mit den Nerven zu Fuß, hoffentlich geht es im Morgen wieder besser. Das neue Katzengras kam übrigens super bei Kimba an, zum Dank kotzte sie mir danach auf das Kuschelschaf.

Da unser Kinderarzt diese Woche Urlaub genommen hat und somit seine Praxis geschlossen blieb, unser Kind aber auch nach Tagen immer noch Brechdurchfall hatte, sind wir heute Morgen dann doch mal in die Notdienstpraxis des Lukas-Krankenhauses gefahren. Genauer gesagt zum “PaedNetz”, einem Teil der Kinderklinik. In diesem Krankenhaus wurde er geboren.

Es war dort reger Betrieb und wenn das Kind vorher noch nicht wirklich krank gewesen ist, danach ist es das auf jeden Fall. Vor uns Scharlach, hinter uns Röteln und neben dran kleine Schniefnasen mit großen, roten Augen. Da kann man schon Mitleid bekommen. Nach kurzer Wartezeit waren wir schon dran, der Arzt warf einen Blick auf den Sohn und sagte kurz heraus: “Da muss der durch.

Ergänzend fügte er hinzu: “Ich könnte ihnen was aufschreiben, aber das hilft alles nicht.”

O.K., nach wenigen Minuten saßen wir wieder im Auto, genauso schlau wie vorher. Irgendwie ist das immer so, wenn wir zum Kinderarzt fahren. Also haben wir auf Hausmittel zurückgegriffen, im Drogeriemarkt Elektrolyt-Pulver und Traubenzucker gekauft und unseren Sohn so mit reichlich Flüssigkeit versorgt.

Das Speckbett

Die meisten Kleinkinder halten einen Mittagsschlaf, unser Kind ist da keine Ausnahme. Früher verteilte sich die Zeit für ein Nickerchen zwischendurch fair auf vormittags und nachmittags. Inzwischen hat sich dies auf den Nachmittag verschoben. Morgens sind es selten mehr als 15-30 Minuten, am Nachmittag aber bis zu zwei Stunden. Üblicherweise wehrt er sich, insbesondere am Nachmittag mit allen Kräften gegen das Einschlafen, das kann ganz schön an den Nerven zehren. Erschwerend kommt hinzu, dass mein Sohn ja nicht irgendwo schlafen möchte. Auch hier helfen Rituale natürlich weiter.

“Sorgen Sie für feste Schlafenszeiten und feste Schlafgewohnheiten. Wenn Ihr Kind nur noch einmal während des Tages schläft, ist es am besten, den Schlaf in die Zeit nach dem Mittagessen zu legen. So weiß Ihr Kind, dass es nach dem Mittagessen Zeit ist, sich zu entspannen und auszuruhen. Etablieren Sie Mittagsschlaf-Gewohnheiten, die ähnlich sind wie Ihre Routine am Abend, zum Beispiel das gleiche Buch vorzulesen oder zu kuscheln. Die Mittagsschlaf-Routine kann aber wesentlich kürzer sein. Bei den Kindern, die richtig müde sind und sich auf ihr Bett freuen, können Sie sie auch ganz weglassen.” Babycenter.de Weiterlesen

Tapfere Katzen gibt es nicht nur in Stiefeln

Gerade läuft ja in den Kinos “Der gestiefelte Kater”, bekannt aus den Shrek-Filmen:

Aber eine Katze muss nicht unbedingt Stiefel tragen, um tapfer zu sein. Unsere Kimba legt zurzeit eine Gelassenheit an den Tag, die an Masochismus grenzt. Piet ist inzwischen beinahe ständig hinter ihr her und greift ihr ins Fell, an den Schwanz, in die Ohren oder an die Barthaare. Wir verhindern es so gut es geht, aber sie geht selten mehr als 50 cm auf Seite, was unseren Sohn nur umso mehr animiert, hinter ihr her zu robben. Kimba meckert dann zwar schon mal, meistens erträgt sie die Streichel-Übungen unseres Sohnes aber mit einer unglaublichen Ignoranz. Hoffentlich bringen wir Piet schnell bei, wie man ein Tier richtig streichelt.

Ich habe mir fest vorgenommen, dabei nicht in die “Ei”- Sprache zu verfallen. Wenn jemand im Babyclub mal wieder “Mach mal ei” sagt, stellen sich bei mir immer die Nackenhaare hoch. Als ich dem Mädchen, das gerade versuchte bei Piet “ei” zu machen (was eher wie ein Schlag mit offener Hand aussah), erklärte, wie man eine Faust macht und richtig zuhaut, hatte sich das “bei Piet ei machen” auch schnell erledigt. 🙂

Zähneputzen beim Baby

Mal wieder ein vermutetes Problem, welches am Ende gar keines war.

Unser Kind baut gerade an Zahn Nummer Sieben und Acht. Bisher haben wir nur mir einer Trainingsbürste geputzt, das ist eine Zahnbürste mit Gummiborsten, im Prinzip ein Beißring im Zahnbürsten-Format.

Diese reichte nun nicht mehr, also stellte ich mich beim nächsten Besuch im Drogeriemarkt vor das entsprechende Regal und sah mich um.

Es gab diverse Zahnbürsten und Kinder-Zahnpasta Sorten, aber weder die Zahnpasta aus meiner Kindheit, noch meine aktuelle Zahnpasta als Kinderversion gab es dort. Ich selber mag “scharfe” Zahnpasta überhaupt nicht und die Sorte, die meine Frau stets verwendet, fasse ich nie an.

Diese Marke gab es dann ausgerechnet als Kinderversion im Set mit einer Kinderbürste. No Risk no Fun: Ich nahm diese Sorte mit.

Zu Hause probierte ich die Zahnpasta zuerst selber aus, ehrlich gesagt konnte ich keinen Unterschied zur “Erwachsenen-Version” feststellen, mir war die viel zu scharf, ob unser Sohn das akzeptieren würde? Weiterlesen

Mama, Papa und Mmba

Gestern war es soweit, Piet hat mit kaum acht Monaten zum ersten Mal bewusst und gezielt Mama, Papa und Mmba gesagt. Zumindest wir sind davon überzeugt. Meine Mutter war der festen Meinung, dass wir uns das nur einreden bzw. einbilden.

“In der Regel gibt ein Baby ab 10 Monaten Laute von sich, die einem „Mama“ oder „Papa“ ähneln. Die Sprache ist ein dreifacher Prozess, der aus einer intellektuellen, einer neuromotorischen und einer affektiven Komponente besteht, die eng miteinander verknüpft sind. ” gofeminin.de

Zum Tathergang: Meine Frau verabschiedete sich von Piet am späten Nachmittag, da sie noch zu einem Termin musste. Als Meine Frau dabei war, die Wohnungstür zu schließen, brüllte unser Sohn ein herzzerreißendes “Mamaa!”.
Er schaute eine ganze Weile fassungslos zur Tür und brüllte dann: “Paapa!”

Mich konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht sehen, ich saß schon eine ganze Weile hinter ihm. Als ich ihn dann hoch hob und tröstete, war nach einigen Minuten wieder alles in Ordnung. Kaum lag er erneut auf seinem Krabbelteppich kam unsere Katze vorbei. Kimba huschte vorüber und Piet robbte los, begeistert “Mmba” rufend. Das mit dem “Ki” ist wohl noch ein wenig viel verlangt. Da wir uns da alles nur einbilden, spielt es ja auch keine Rolle. 🙂