A Dance With Dragons

A Dance With Dragons

A Dance With Dragons

Ich lese zurzeit „A Dance with Dragons„, besser bekannt als Fernsehserie „Game of Thrones„. Vermutlich wird es die Serie nicht bis zu diesem Buch schaffen, wäre auch nicht schlimm, die Buch-Reihe lässt merklich nach. Piet hat sich sein Karnevalskostüm selbst ausgesucht und hat sich passend zum Buch für einen Drachen entschieden. Damit war er zumindest beim KiBoTu der Einzige, der in diesem Kostüm erschien.

Mit Muttis Mütze

Mit Muttis Mütze

Piet verkleidet sich sehr gerne und nimmt vorzugsweise Kleidungsstücke von Mama und Papa um sich stylisch anzuziehen. Er hat einen ungewöhnlich guten Geschmack und kombiniert meist sehr putzig. Andere Kinder können mit Verkleiden so rein gar nichts anfangen. Aber warum sollte es bei Kindern anders sein, als bei Erwachsenen? Ich bin trotzdem froh, dass Piet daran wirklich Spaß hat, es wäre wirklich blöde, ihn in ein Kostüm zwingen zu müssen.

Ich habe noch ein weiteres Kostüm in Reserve, dieses bekommt er an Altweiber, wenn wir hier zum Zug gehen. Ich nenne es den Heimwerker-König*, andere würden es vermutlich Bob der Baumeister oder so nennen, obwohl ich darauf geachtet habe, keine derart gebrandeten Utensilien zu erwerben. Er bekommt einen CAT-Bauhelm, einen BOSCH Werkzeuggürtel, eine Cord-Latzhose und ein Flanellhemd mit CAT-Arbeiter-Weste. Genaugenommen war das Kostüm so recht teuer, aber er kann das meiste ja regelmäßig wieder verwenden. Ich bin ja mal gespannt auf sein Gesicht.

*Hinweis: „Heimwerkerkönig“ bezieht sich auf die Fernsehserie Hör mal, wer da hämmert

Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht Daun 2012-2013

Die Umgebung von Daun

Die Umgebung von Daun

In meinem Artikel „Urlaub mit Kind“ hatte ich es bereits angekündigt, wir wollten ein paar Tage über Silvester zusammen mit Freunden in einer Jugendherberge verbringen. Das neue Jahr hat begonnen, also genau der richtige Zeitpunkt für einen kleinen Erfahrungsbericht. Wir hatten uns mit weiteren drei Elternpaaren und insgesamt fünf Kindern zwischen 20 Monaten und fünf Jahren in der Jugendherberge in Daun zum Silvester-Special angemeldet.

„Die moderne und gastfreundliche Eifelmaar-Jugendherberge Daun liegt in unmittelbarer Nähe zu den berühmten Vulkanseen der Eifel – dem sagenumwobenen Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, dem Gemündener Maar und dem Schalkenmehrener Maar. Die Region rund um Daun, das Herzstück der Vulkaneifel, ist ein herausragendes Urlaubsgebiet in reizvoller Mittelgebirgslandschaft.“ diejugendherbergen.de

Nach einer erstaunlich entspannten Fahrt kamen wir an der Jugendherberge an, das Navi trällerte:

„Sie haben ihr Ziel erreicht, das Ziel liegt links!“

Moment, links ist nur ein Haufen Container. Nach einem kurzen Anruf klärte sich die Situation, das Navi hatte uns zu dem Fußweg, der steil einen kleinen Berg rauf geht, geführt. Kurze Zeit später erreichten wir den mit Familienkutschen vollgestellten Parkplatz. Nach dem Eintreten in die Herberge wurden Erinnerungen geweckt. Es sah genauso aus, wie ich Jugendherbergen in Erinnerung hatte. Im Erdgeschoss roch es nach Altenheim, in der ersten Etage nach Hallenbad. Das Zimmer war klein, mit Etagenbett und PVC-Boden.  Immerhin das Kinderbett war flammneu, stand aber immer im Weg. Dafür waren alle Angestellten der Jugendherberge in Daun super freundlich und sehr zuvorkommend. Weiterlesen

Magen-Darm-Grippe im Doppelpack

Was ist genau doppelt so lästig wie eine Magen-Darm-Grippe?

Richtig, zwei Magen-Darm-Grippen.

Die letzte Woche war wirklich kein Spaß, meine Frau war unterwegs und mich streckte so ein Virus nieder. Mein Sohn hatte irgendwie kein Verständnis für einen Papa, der nicht vom Sofa hochkommt und wenn, dann direkt in das kleine Zimmer mit den Wasserspielen läuft.

Als mich Unser Kind dann in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch aus meinem Bett holte, rannte ich wie üblich die Treppe runter in die Küche, um seine Flasche fertig zu machen. Ich hatte den zweiten Löffel Milchpulver noch nicht drin, da wurde mir schwarz vor Augen.

Ach, hey, ich bin ein über 100 Kg Brocken, das geht schon, oder?

Nein, ging es nicht. Gerade noch fiel mir die Cola-Flasche im Kühlschrank wieder ein, die war von unserer letzten Party übrig geblieben und fristete seitdem ein einsames Schicksal. Ich hatte die Cola noch nicht offen, schon räumte ich doch noch final die Küche ab und ging scheppernd zu Boden. Es brauchte eine ganze Weile, bis ich wieder hoch kam. Mein Rücken und mein Kopf hatten auch neue Bekanntschaften geschlossen. Nach einem Glas Cola ging es dann endlich besser, wenn auch noch ein wenig schummerig.

So was passiert einem auch immer, wenn man alleine ist.

Am Donnerstag war alles wieder O.K., spät abends trudelte endlich meine Frau von ihrer Geschäftsreise wieder ein. Samstag hatte ich den ganzen Tag Unterricht im Edith-Stein-Haus in Neuss, das Thema war „Zeug zum Spielen“. Der Tag ging erfreulicherweise schnell herum, für den Abend hatte ich Hähnchenschenkel aus dem Backofen vorbereitet. Leider war an dem Bio-Hähnchen offenbar mehr Bio dran, als mir lieb war. Am Sonntag war schnell klar, dass es meine Frau und mich beide erwischt hatte.

Zu zweit leidet es sich zumindest viel schöner, das festigt vielleicht auch die Beziehung.

Das einzig Positive war, dass unser Sohn komplett verschont geblieben ist, ihm hatte ich etwas anderes zum Abendessen gemacht. Den Sonntag verbrachte ich damit die gesamte Küche zu desinfizieren. Ich habe nun doch den Eindruck, dass die Hygienevorschriften in der Kindertagespflege vielleicht doch nicht so übertrieben sind. Die Einweghandschuhe für das nächste Hähnchen sind zumindest nun bestellt.

Urlaub mit Kind, auf in die Jugendherberge

Inzwischen sind wir zwei Mal mit dem Sohn in Urlaub gewesen, das erste Mal bei einem Landgasthof im Sauerland,

Lesetipp: Wir waren dann mal weg, Teil 1 / Teil 2,

das zweite Mal in einer Ferienwohnung auf einem Bauernhof in der Eifel:

Lesetipp: Wir waren dann mal weg: Der Fehlenhof

Beide Male hatte wir das gleiche Problem: Keine wirkliche Erholung. Der Grund hierfür lag im Nachhinein auf der Hand, denn es waren für unseren Sohn keine Kinder im richtigen Alter zum Spielen da.

Offenbar waren wir nicht die Einzigen mit diesem Problem, denn vor einigen Tagen fragten uns Freunde, ob wir nicht Lust hätten mit ihnen gemeinsam in den Urlaub zu fahren, in eine Jugendherberge. Wir sollten auch noch mehr Bekannte mit Kindern unter drei Jahren fragen, ob die vielleicht mitfahren wollen. Meine erste Reaktion darauf war eindeutig: Die spinnen ja, eine Jugendherberge?

Genau eine Nacht habe ich darüber geschlafen, danach fand ich die Idee super, also erzählte ich es meiner Frau: „Was?“ sagte sie, „eine Jugendherberge, spinnst du?“

Eine Nacht später fand sie die Idee ebenfalls super.

Es lag wohl daran, dass man unwillkürlich an den letzten Aufenthalt in einer Jugendherberge denkt. Bei mir war es im Zivildienst, bei meiner Frau war es noch länger her. Aber genau so, wie wir heute nicht mehr schnurgebunden telefonieren, hat sich auch das Angebot der Jugendherbergen deutlich verändert. Ein Blick auf die Seite diejugenherbergen.de brachte uns regelrecht ins staunen. Da hat sich wirklich was getan. Also einigten wir uns mit unseren Freunden auf einen Termin, insgesamt fahren jetzt vier Familien gemeinsam, Spielkameraden für unseren Sohn sind nun quasi garantiert, ein unbezahlbarer Vorteil. Außerdem spart man sich einiges an Schlepperei:

„Neben einer familienfreundlichen Ausstattung, Spielecken und Spielplätzen stehen für Ihren Familienurlaub mit Kindern Wickelauflage, Flaschenwärmer, Babyphone und Kinderbett kostenlos bereit. Jede Familie übernachtet in ihrem eigenen Zimmer.“ diejugendherbergen.de

 

Wenn man einmal darüber nachdenkt, hat eine moderne Jugendherberge für Familien mit Kindern große Vorteile. Die Kinder werden kaum einen anderen der Gäste durch ihre Anwesenheit stören, die Herbergen sind an sich kinderfreundlich eingerichtet und auf Besuch kleiner Gäste gut vorbereitet. Für mich hatte die Sache noch einen großen Haken, denn meine Unverträglichkeit gegen Gluten und Casein macht das auswärts Essen immer zu einer Herausforderung.

Umso erstaunter war ich dann, als die gebuchte Jugendherberge für mich eine gluten- und caseinfreie Küche anbot. Wenn das wirklich klappen sollte, werde ich nicht nur sehr dankbar sein, sondern sicher auch wieder hinfahren, das steht mal fest. Ich freue mich schon auf den Aufenthalt und werde ausführlich darüber berichten.

Die erste Stunde im Ki-Bo-Tu

Heute war ich mit Piet zum ersten Mal beim Eltern-Kind-Turnen für Kleinkinder, hier in Grimlinghausen. Organisiert wird das Ganze vom SC-Grimlinghausen, der hierfür die Turnhalle der Grundschule benutzt. Letztere hat mich enorm an die Turnhalle in meiner Grundschule erinnert, die inzwischen abgerissen wurde.

Gefühlt waren 100 Kinder in der Halle, in Wirklichkeit aber wohl eher nur 20 zuzüglich der Eltern. Unser Kind war durchaus interessiert, wusste aber noch nicht so recht, was er da machen sollte. Die meisten Kinder waren eher etwas älter. Dennoch ist die Stunde zügig herum gegangen.

Wenn wir einen Platz bekommen können, denn es gibt zurzeit Wartelisten, werden wir diesen wohl annehmen. Für den Winter ist das eine super Sache. Theoretisch geht das Angebot bis zum Alter von über sieben Jahren, aber wenn der Sohn etwas älter ist, lasse ich ihn noch andere Sportarten ansehen.

 

Hinweis:

„Ki-Bo-Tu (aus dem neugermanischen Kinder-Boden-Turnen) ist eine Kampfsportart die von kleinen aggressiven Gartenzwergen zu der Zeit der Schneewittchenära erschaffen wurde. KiBoTu war in der damaligen DDR auch als „Kommunistische Individual Befreiung ohne technische Unterstützung“ (KiBotU) bekannt.“ stupedia.org

Lieblingsgerichte der Kinder, gluten- und caseinfrei (gfcf)

Kinder haben Lieblingsgerichte, die meisten Erwachsenen auch. Die üblichen Verdächtigen bei den Kindern sind schnell genannt, dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe heute einige Tagesmütter befragt.

Hier die typische Hitliste:

  • Nudeln mit roter Sauce
  • Fischstäbchen mit Bratkartoffeln
  • Pizza, hausgemacht

In Haushalten in denen „normal“ gekocht wird, sind dies sicherlich die Klassiker der Kinderküche. Bei mir gibt es diese allerdings nicht, denn ich koche grundsätzlich gluten- und caseinfrei, auch für die Kinder. Die Hintergründe dazu gibt es an vielen Stellen hier im Blog.

Meine Kindergerichte sind ebenfalls eher einfach, daher tauchen diese hier im Blog selten auf. Gestern hat mich aber ein sehr nettes Kommentar erreicht, da wollte ich heute mal die Lieblingsgerichte meines Sohnes und des Tageskindes posten.

„[…]Wir haben unsere Ernährung auf gf/cf wegen des Autismus unseres Sohnes umgestellt […] Zudem bist Du unser Mittagessenretter…mir fällt im Moment nämlich nichts mehr ein, da unserer Kleiner auch nicht alles isst.“

LG, Steffi

Also hier die top drei Gerichte bei uns am Mittagstisch:

  • Blumenkohl-Hack, das Rezept gibt es schon hier im Blog
  • Gemüsepfanne mit Schmand,  ergänzend Seelachsfilet
  • (Süß-)Kartoffeln mit roten Linsen, ergänzend Mini-Bratwürste

Erstaunlich ist der sehr hohe Gemüseanteil in den Lieblingsgerichten. Meine beiden hauen sich ganz ordentliche Portionen weg, wenn es eines dieser Gerichte gibt. Bisher koche ich noch ohne Bratwürste und Fisch, aber wenn  die Kinder älter werden, sind das tolle Ergänzungen.

 

Rezept: Kartoffeln mit roten Linsen

500 g Kartoffeln schälen und würfeln, 50 g rote Linsen waschen und beides zusammen aufkochen. 25 Minuten kochen, die Flüssigkeit abgießen, stampfen, salzen und buttern. Butter ist praktisch caseinfrei, wer es ganz genau nimmt, verwendet Soja-Sahne stattdessen. Mit Süßkartoffeln kann man das sehr einfache Gericht gut variieren, ein Teelöffel Garam-Masala macht es exotisch, aber nicht alle Kinder mögen das.

 

Rezept: Bunte Gemüsepfanne

 

Gemüsepfanne

Gemüsepfanne

Die bunte Gemüsepfanne ist eigentlich ein Reste-Essen, aber sie schmeckt uns so gut, dass ich auch schon mal extra dafür einkaufen gehe. Was in der Pfanne landet, bestimmt die Saison und das Angebot, das unten stehende Rezept ist also nur als ein Beispiel zu verstehen, auch bei mir ist sie immer etwas anders zusammengesetzt.

Zuerst kommen die Zutaten in den Topf, die die höchste Garzeit haben und/oder die besten Röststoffe bilden. In Olivenöl habe ich heute eine rote Zwiebel, eine Stange Lauch, zwei Stangen Staudensellerie und eine Handvoll Wachsbohnen angebraten, dann kamen zwei Paprika dazu. Es folgten Karotten, ein Kohlrabi, ein achtel Weißkohl, ein halber Spitzkohl und eine Aubergine.

Wenn alle Zutaten im Topf versammelt sind, kommt der Deckel drauf, die Hitze nun reduzieren und alles einige Minuten köcheln lassen, bis sich Flüssigkeit am Boden gebildet hat. Jetzt kommt Schmand, Tomatenmark und ein Esslöffel Rübenkraut (Honig) dazu, gewürzt wird mit Salz und einer Kräutermischung, wie „Cafe de Paris“, „der Provence“, oder „italienische Mischung“, was eben gerade greifbar ist.  Das Gemüse noch kurz durchziehen lassen, der Herd kann dafür schon ruhig aus sein.

Die oben genannten Mengen reichen für vier große Portionen als Hauptmahlzeit. Der Schmand ist nicht caseinfrei, enthält aber, wie Sahne, sehr wenig davon. Ich vertrage es ohne Probleme, es eignet sich aber auch Soja-Sahne sehr gut.

Nähwerte je Portion (4): Kohlenhydrate 27 g, Fett 20 g, Eiweiß 8 g

Feuerwerk? Wann genau?

Die letzten Jahre, also die Jahre ohne Kind, haben wir Silvester immer bei Freunden verbracht und uns in das neue Jahr hinein gefressen. Vorher oder nachher wurde eventuell noch das eine oder andere Spiel gespielt und dann um Mitternacht dem Feuerwerk zugesehen. Am Feuerwerk selbst beteilige ich mich nie, ich kann mit Böllern nichts anfangen und gebe dafür kein Geld aus, dann schon lieber für gutes Essen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht anderen Menschen, die es etwas anders sehen, nicht gerne dabei zusehe, wie sie mit Krach und Feuer das neue Jahr begrüßen. So war es bisher immer.

Jetzt haben wir den kleinen, schreienden Wecker. Unsere Freunde luden uns auch diesmal ein und boten sogar an, über Nacht zu bleiben. Nun ist das mit Kind so eine Sache, denn wir waren ja bereits mit dem Sohn im Urlaub und wissen daher, was auf uns zukommen würde, wenn wir auswärts übernachten. Mit einem „BUKo“ (*)  ist es da nicht getan. Es erinnert eher an einen Umzug. Große Lust darauf hatten wir nicht und in den letzten Monaten gingen wir üblicher weise gegen 22:00 Uhr ins Bett.

Da wird 0:00 Uhr zur Herausforderung, ehrlich. Weiterlesen