Kindergeburtstag, und ich lese ein Buch.

Da ist schon wieder ein Jahr rum, sechs Jahre sind es nun. Unser Kind hat sich bereits wochenlang auf diesen Tag gefreut, seine Wunschliste einer ständigen Bearbeitung unterzogen, die uns doch einige Nerven gekostet hat, dennoch war das „beste“ Geschenk weder auf seinem Wunschzettel, noch war es von uns.

Wir verfolgen strikt das Prinzip des „betreuten Schenkens„, um die Menge und Größe an Geschenken halbwegs übersichtlich zu halten. Da unser Sohn weit und breit der einzige minderjährige Spross der Familie ist, könnte es sonst wirklich ausufern. Mittlerweile klappt das auch wirklich gut und alle halten sich an die Vorgaben, die wir machen und größere Geschenke gibt es auch nicht zwischendurch.

Letzteres führte in den letzten Wochen zu enormen Diskussionen, denn alle Freunde unseres Kindes bekamen ihren Schulranzen und das entsprechende Zubehör einfach so mal zwischendurch. Da eine Schultasche heutzutage mehr kostet, als ein neues Fahrrad, haben wir das nicht eingesehen. Weder durfte unser Kind über das Design entscheiden, noch bekam er den „Toni“ einfach so. Es hat uns wirklich in Erstaunen versetzt, was da an manchen Stellen für ein Aufwand getrieben wird.

Sein richtiger Geburtstag fiel in diesem Jahr genau auf Ostern, daher kam nur die direkte Familie vorbei, die Kinderparty legten wir um eine Woche nach hinten, das war dann am letzten Wochenende. Meine Frau hatte verschiedene Spiele vorbereitet, aber wir waren uns wieder einig, dass wir diese nur machen, wenn uns die Kinder außer Kontrolle geraten sollten, bisher verliefen die Geburtstage immer sehr ruhig und friedlich. Auch in diesem Jahr gab es in diesem Punkt keine Überraschungen, außer, dass die Kinder so einvernehmlich miteinander Spaß hatten, dass ich tatsächlich ein Buch lesen konnte. Das war dann doch eine Premiere. Weiterlesen

Tiere in der Kindertagespflege: Ein Hygiene-Problem?

Über die Hygiene-Richtlinien in der Kindertagespflege wird schon seit einigen Monaten ausgiebig diskutiert, denn jede Kindertagespflegeperson wird mittlerweile grundsätzlich als „Lebensmittel erzeugender Betrieb“ eingestuft und das hat Konsequenzen für den Alltag. Ich habe zu den aktuellen Richtlinien in NRW bereits einmal Stellung bezogen, werde aber sicherlich erneut darüber schreiben. Heute geht es um Haustiere und deren Einfluss auf die Hygiene. Heute habe ich einen Artikel in der ZET (Zeitschrift für Tagesmütter und -Väter) gelesen, hier nimmt eine Tierärztin Stellung.

Die Tierärztin hält Hunde und Katzen für gut geeignete Haustiere, denn sie sind sehr robust. Das kann ich bestätigen, unsere Katze hat ihren Schwanz erstaunlicherweise immer noch ungekürzt.

„Wenn entsprechende Hygienemaßnahmen befolgt werden […] ist gegen Tiere in der Kindertagespflege nicht einzuwenden.“ Anja Baltes, Interview in der ZET 5-2012

Haustier oder Kuscheltier?

Haustier oder Kuscheltier?

Einige Kriterien sollten die Haustiere allerdings erfüllen, um Gefahren gänzlich auszuschließen:

  1. Die Tiere sollten keinen Speichel absondern
  2. Die Tiere sollten nicht scheißen, also keine Verdauung haben
  3. Die Tiere dürfen natürlich kein Fell haben, denn das könnte Allergien auslösen, oder Unterschlupf für Flöhe und Zecken sein
  4. Am besten haben Haustiere auch keine Haut, denn auch Hautschuppen können Allergien auslösen
  5. Die Tieren sollten keine Zunge haben, denn die Zunge überträgt Bakterien
  6. Kinder sollten die Tiere nicht anfassen, ist ja auch eklig, so ohne Haut
  7. Kinder sollten die Tiere nicht küssen und nicht in die Betten lassen
  8. Schmusen und Streicheln ist tabu, die Kinder könnten sich anstecken
  9. Warum man Tiere viermal im Jahr entwurmen soll, wo sie doch nicht scheißen dürfen, ist mir nicht ganz klar
  10. Die Tiere dürfen keine Krallen haben

Natürlich habe ich das Interview ein wenig überspitzt zusammengefasst. Wir haben unserer Katze die Maßnahmen erklärt, sie war nicht einverstanden und möchte zumindest das Fell und die Krallen behalten dürfen.

Was die Tierärztin an Gefahren aufzählt, ist alles richtig, dennoch sollte man sich überlegen, wie man in der Realität damit umgeht. Was hilft es, der Katze den Umgang mit den Kindern zu verbieten? Dann sollte man keine Haustiere mehr halten. Das kommt für uns aber nicht in Frage. Das Futter und das Katzenklo sind für die Kinder nicht erreichbar. Wir haben keine Teppichböden und die Liegeplätze der Katze werden regelmäßig gewaschen oder schlicht ausgetauscht.

Mehr bin ich nicht bereit zu tun.

Die Kinder müssen lernen, Haustiere zu respektieren. Alles andere gehört eben dazu, Katzen erziehen nicht gewaltfrei, aber zumindest unsere Katze vorzugsweise mit Samtpfote.

 

Kindersichere Allergien – Leck mich doch!

Gestern saßen meine Frau und ich am Nachmittag zu einem Kaffee zusammen auf dem Sofa. Der Sohn spielte im Wohnzimmer mit seiner neuen Kugelbahn, als meine Frau eine, der für unseren Sohn bereit stehenden Flaschen, hoch hob und mit dem Kommentar:

Wo kommt das denn schon wieder her?

Ein Katzenhaar von dem Sauger der frisch abgekochten Flasche entfernte. Diesen Vorgang beobachtet ich mit dem linken Auge, während mein Rechtes unserem Kind folgte, der mit leisen Krabbel-Schritten auf die Katze zuging, die sich auf seiner Kuscheldecke niedergelassen hatte. Der Kopf näherte sich dem Rückenfell unserer Katze, sein Mund öffnete sich und die erstaunlich lange Zunge, die es in Relation locker mit der sehr berühmten von Gene Simmons (KISS) aufnehmen kann, fuhr komplett heraus und leckte die Katze von oben bis unten ab.

Drei Mal.

Meine Frau hielt das Haar und die Flasche noch in der Hand, hatte das Ganze mitverfolgt und klebte mit einem: „Was soll der Quatsch“ das Haar wieder an den Sauger.

Die Katze zog sich danach auf die Heizung zurück, warf uns einen angewiderten Blick zu und fing an sich zu putzen.

Später spielte der Sohn mit seiner neuen Kugelbahn und mir war irgendwie kalt. Ein Blick auf die Heizung bestätigte meinen Verdacht, unser Sohn hatte die Temperatur am elektronischen Thermostat auf angenehme 9 c° eingestellt. Da es eine Weile dauert, bis der Raum wieder wärmer wird, holte ich mir einen Pulli aus der oberen Etage. Ich hatte die Schranktür noch nicht zu, da entdeckten wir unser Kind dabei, wie er die Wendeltreppe empor kletterte. Er war bereits auf der dritten Stufe angekommen.

Gut, dass wir die Wendeltreppe bereits gesichert haben, jetzt müssen wir diese nur auch noch benutzen.

Als ich 18 Monate alt war, habe ich mich in der Wohnung meiner Eltern in der Gästetoilette eingeschlossen, es aber nicht mehr geschafft heraus zu kommen. Ich kann mich daran sehr, sehr gut erinnern. Meine Mutter war in voller Panik, nach einer Stunde konnte ich mich selbst wieder befreien. Unser Kind ist nun in dem Alter, in dem Schlüssel sehr interessant werden und es dauert nicht mehr lange, bis er laufen kann.

Alle relevanten Schlösser haben wir gegen Versionen ohne Schlüssel, sogenannte Gaststättenschlösser, ausgetauscht. Die Beschläge kosteten 21,50 Euro je Tür, die Schließanlage (Vierkant /Einsteckschloss) noch einmal 11,98 Euro. Das ist nun nicht nur kindersicher, sondern sieht auch noch netter aus als vorher. Die Kosten halten sich noch in Grenzen, ich fand das eine sehr gute Idee, auch wenn meine traumatische Erfahrung sicher ihren Teil dazu beigetragen hat.

Wo wir gerade bei Treppen und Schlössern sind, gestern wollte ich es einfach mal wissen, was ich eigentlich immer so die vier Etagen in unsere Wohnung hoch schleppe.

Den Entschluss fasste ich, als ich laut prustend mit einer freien (linken) Hand versuchte die Tür aufzuschließen, während ich das Kind und die Einkäufe in den Armen hielt. Also, alles abgeladen und gewogen, zuerst meinen Sohn, dann die Einkäufe vom Bauern, dann die vom Supermarkt. Siehe da, hier das Ergebnis:

    • Kind: 9 Kg
    • Einkäufe vom Bauern: 9,5 Kg
    • Einkäufe beim Supermarkt: 10,5 Kg

Alles zusammen sind es also gut 29 Kilogramm auf zwei Arme verteilt und dabei hatte ich das Waschmittel sogar vergessen. Letzteres hätte vermutlich meine maximale Zuladung bedenklich überschritten. Dies führt nun zu folgender Schlussfolgerung, um dem Problem Herr zu werden: Ich muss Abnehmen, denn dann ist weniger schleppen, zumindest, bis das Kind entsprechend zugelegt hat.

Das ist mal ein Plan, mal sehen, ob die Rechnung aufgeht, denn sonst habe ich bald ein echtes Problem. Ich kann mir ja schlecht einen Lastenaufzug an den Balkon bauen.

Zur Kindersicherheit gehört für uns natürlich auch der Kindersitz im Auto.

Zum ersten Mal im Autositz

Zum ersten Mal im Autositz

Unser Sohn wurde so langsam zu groß für den Maxi-Cosi, es musste also ein Autositz her. Zuerst schauten wir bei den Gebrauchten, fanden aber nichts, was uns gefiel. Wir waren schon ein wenig enttäuscht, denn bis jetzt hatten wir beinahe alles auch gebraucht bekommen und konnten so eine Menge Geld sparen. Die Sachen waren bisher immer alle völlig in Ordnung und in top Zustand gewesen.

Da man den Auto-Kindersitz im Idealfall tatsächlich 12 Jahre verwendet, zumindest bei den mitwachsenden Modellen, entschieden wir uns für einen neuen. Für mich kam da eigentlich nur einer in Frage, der eine ansprechende Funktionalität mit einem coolen Design kombinierte, der Recaro Young Sport.

Der Recaro Young Sport ist auch zum Schlafen gut geeignet.

Der Recaro Young Sport ist auch zum Schlafen gut geeignet.

Der Sitz kam wenige Tage später bei uns an und wir stellten ihn zur Deko in unser Wohnzimmer, unser Kind fand den Recaro-Sitz direkt spannend und wollte diesen unbedingt ausprobieren. Damit war die Sache klar, das Kind fühlte sich in dem Sitz wohl, wir können ihn behalten. Gott sei dank.

Inzwischen haben wir den Sitz einige Tage im Einsatz, daher werde ich bald einen Erfahrungsbericht dazu schreiben.

Einen kleinen Vorgeschmack kann ich schon mal geben:

  1. Der schwarze Microfaser-Stoff zieht Katzenhaare an wie ein Magnet
  2. Dafür lässt sich Kotze ganz hervorragend wieder entfernen