Fotoarchiv-Minimalismus, oder: Erfahrungsbericht EPSON Perfection V370 Photo

Ich habe es wieder getan, ich habe in den letzten Wochen einige Minimalismus-Blogs gelesen und wieder neue Motivation gesammelt.

Diesmal hatte ich mir ein besonders großes Projekt vorgenommen, obwohl es gar nicht so viel Platz weg nimmt, in der Anzahl der Dinge aber unglaublich ist: Unser persönliches Fotoarchiv und damit meine ich nicht die digitale Variante.

alte Negative scannen

alte Negative scannen

Meine erste eigene Spiegelreflex-Kamera bekam ich mit 12 Jahren geschenkt und ich habe diese über viele Jahre reichlich genutzt und nach der Ausbildung indirekt meine Selbstständigkeit damit aufgebaut. Da meine Familie schon etwas länger in der Fotobranche zu Hause war, erbte ich auch noch reichlich Fotos aus der Familie, die nahm ich gerne an, denn ein wenig Ahnenforschung fand ich gar nicht schlecht. So kam es, dass ich kistenweise Fotos, Dias und Negative habe, die bis über 100 Jahre zurück reichen, viele Bilder stammen aus den 50er und 60er Jahren, aber auch die Jahrzehnte danach sind gut vertreten. Es sind Massen. Weiterlesen

Die Uroma unseres Sohnes, meine Oma „Afrika“, ist tot geblieben.

Heute Morgen ist die Uroma, im Alter von 94 Jahren, „tot geblieben“ (verstorben), leider hatte sie wegen ihrer schlimmen Demenz nicht mehr realisiert, dass er ihr Urenkel war. Da muss unser Sohn auf seine zweite Uroma bauen, die freut sich jedes mal ein Loch in den Bauch, wenn wir vorbeikommen.

Meine Oma wohnte früher in Horst, zwischen „Sibirien“ und „Grönland“. Der Ort liegt in Schleswig-Holstein, von uns aus gesehen „hinter“ Hamburg.  Als Kind war das für mich ganz weit weg, mindestens so weit weg wie Afrika.
Da wohnte zu der Zeit mein Onkel Uli. Auf seiner Farm in Rhodesien (Simbabwe) haben wir ihn leider nie besucht, da meine Mutter enorme Flugangst hat. Aber immerhin in sein Ferienhaus bei Athen haben wir es mal geschafft.

Meine Oma betrachtete aber bis zum Schluss ihren Geburtsort in Ostpreußen, Lewitten im Kreis Preußisch Eylau, als ihre Heimat. Irgendwann fahre ich mal dorthin, heute heißt der Ort Soldatskoye (Солдатское), vielleicht kapiere ich ja dann, warum sie in diesem Punkt so hartnäckig war.
Lewitten hatte 1939 ganze 397 Einwohner, ein echtes Dorf. Meine Oma ist eine geborene Meyer, nur für den Fall, dass hier jemand Ahnenforschung betreibt und meine Hilfe gebrauchen kann. Also gerne bei mir melden.

Die Beerdigung von meiner Oma findet am Mittwoch statt, den Kleinen nehmen wir wohl mit.

Namen finden – Namen geben, klingt gar nicht so schwer.

Anfangs haben wir mögliche Namen für unseren Sohn  mit Freunden und der Familie offen diskutiert,  dann aber schnell festgestellt, dass dies keine besonders gute Idee ist. Also machten wir genau das Gegenteil, wir haben einfach mit niemanden mehr darüber gesprochen, auch nicht, als wir den Namen schon gefunden hatten.

Das hat die Menschen in unserer Nähe in den schieren Wahnsinn getrieben. Wir wurden regelrecht mit Fragen gelöchert. Freunde von uns haben meine Friseurin auf mich angesetzt, und die versteht ihr Handwerk. Wäre ich mit Ketten an den Stuhl gebunden gewesen, es hätte ein Verhör in einem russischen Spionagezentrum sein können.

Aber ich blieb standhaft und verriet nichts, selbst als meine 94 Jahre alte Omi ihre Trumpfkarte ausspielte: Weiterlesen