So eine Nacht

Gestern hatten wir volles Programm, morgens war ich mit Fahrrad und Kind zum Schwimmen gefahren, Korschenbroich ist ja nicht wirklich weit weg, da mein Wagen noch in der Werkstatt ist und meine Frau noch an den Nachwirkungen der Streptokokken leidet. Eigentlich ist das Väter-Schwimmen am Wochenende ihr Ding. Dafür fuhr sie dann tapfer in den Baumarkt, wie es andere Familienväter eben auch machen und besorgte ein fehlendes Teil für die Gardinenstange in der Küche.

Unser Sohn hatte überhaupt keinen Spaß am Schwimmen, ich brach den Kurs nach 20 Minuten ab, das hatte keinen Zweck. Nachmittags waren wir dann alle zusammen an unserer alten Wohnung, meine Frau ging mit dem Mops auf „unseren“ Spielplatz, ich kümmerte mich um die Interessenten der Wohnung. Nach den Erfahrungen mit Maklern möchten wir die Wohnung lieber selbst vermitteln, hat beim letzten Mal ja auch gut geklappt.

Es war ein toller Tag, abends lief alles wie gewohnt, wir waren alle gut fertig und gingen früh in unsere Betten. Um Mitternacht ging es los:

  1. Ein Husten aus dem Kinderzimmer, ich wache auf, horche und drehe mich wieder um
  2. Mehr Husten, dann ein Würgen
  3. „Mama-Papa! Ich brauch Hilfe.“
  4. In Sekunden stehe ich vor dem Bett unseres Kindes und sehe die Kochwäsche-Berge schon vor mir

Ich rufe meine Frau zur Unterstützung, wir sind bei sowas schon lange ein eingespieltes Team und arbeiten Hand-in-Hand. Wir verständigen uns ohne große Worte, alles läuft auf Autopilot. Einer zieht das Kind aus, der andere das Bett ab, Zimmer sauber machen, Kind reinigen, sich selbst reinigen. Leider blieb es in der Nacht nicht bei einem Mal, stündlich zückten wir den Eimer, bis heute früh um sieben.

Jetzt warten auf mich:

  • diverse Bodies
  • drei Bettlaken
  • zwei Kopfkissen
  • drei Kissenbezüge
  • ein Matratzenschoner
  • diverse Handtücher und Lappen

Die erste Maschine läuft schon.

 

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