So ein Tag…

Heute war nicht schön. Die Vorbereitungen zu diesem Tag begannen eigentlich schon am Montag, als nachtmittags unser Sohn sagte er wäre müde, sich auf den Boden legte und einschlief.

Es war offensichtlich, dass da etwas nicht stimmen konnte. Da er erkältet war, schoben wir es darauf und brachten ihn pünklich in sein Bett. Irgendwann bettelte er, dass er zu uns in das Bett kommen wollte, dies erlauben wir wirklich nur in Ausnahmefällen, eben wenn er krank ist. In dieser Nacht haben wir alle wenig geschlafen:

  • Mama / Papa, ich möchte in euer Bett.
  • Mama / Papa, deck mich zu.
  • Mama / Papa, deck mich wieder auf.
  • Mama / Papa, ich muss was trinken.
  • Mama / Papa, dreh dich bitte rum.
  • Mama / Papa, ich habe einen Nurzel. (= Rotznase, oder auch „bitte Nase putzen“)
  • Mama / Papa, mir ist heiss, ich glaube ich bin krank
  • Mama / Papa, ich kann nicht schlefen. (schlafen)

WIR AUCH NICHT.

Das ganze in Endlosschleife, bis die Sonne aufging. Der folgende Tag war recht anstrengend, unser Sohn war nicht gut drauf und sehr nörgelig. Der Maler eröffente uns, dass er noch zwei Wochen an dem Teppich im Flur arbeiten möchte und gerade erst die Fußleisten bestellt hat. Er weiss das ja auch erst seit sechs Monaten.

Gegen Nachmittag fuhr ich dann zum Baumarkt, etwas Farbe für die Kellerwände kaufen, wir wollen endlich den Lagerraum fertig stellen. Der 15L Eimer rutschte mir beim Aufladen auf den flachen Einkaufswagen aus der Hand, knallte 5 cm (!) auf den Boden und zerbarst. 15 Liter Farbe verteilten sich im Gang. Ein Verkäufer war nirgens zu sehen, also eilte ich zur Kasse, um auf mein kleines Problem aufmersam zu machen und sagte: „Könnten sie bitte jemanden für die Farbabteilung ausrufen?“

„Geht nicht, ich bin an der Kasse und außerdem ist es nicht meine Abteilung“, O.K. kennt man ja aus diversen Kabarett-Programmen, also flüsterte ich ganz leise:

„Mir ist da gerade ein 15 Liter Eimer Farbe ausgelaufen, ich geh dann mal.“

„Bitte die Farbabteilung besetzen, DRINGEND!“

Na also, geht doch. Nachdem das geklärt war, fuhr ich mit einem neuen Eimer nach Hause. Die Nacht verlief in etwa so wie die letzte, also sehr wenig Schlaf für meine Frau und mich.

Heute Morgen standen wir beide gerädert auf, meine Frau badetete unser nassgeschwitztes Kind und ich ging runter, um Kaffee zu kochen. Hmm, seltsam, kein Licht, oh, gar kein Strom. Der zu Hilfe gerufene Elektriker diagnostizierte eine defekte Kellerlampe und fuhr wieder. Keine 10 Minuten später hatten wir wieder keinen Strom mehr. Es stellte sich heraus, dass die Pumpe im Pumpensumpf einen Kurzschluss hatte. Super, das ist eine doofe Arbeit und kostet Geld, was wir lieber für Gardinenstangen ausgeben würden.

Mein Auto musste auch noch in die Inspektion, also brachte ich es recht früh weg, die Pumpe wollte ich am Nachmittag tauschen. Gegen Mittag hatte unser Sohn über 40 c° Fieber, der dritte Tag, das ist nicht gut. Er brüllte wie am Spieß. Wir brauchten aber auch dringend eine neue Pumpe, es sollte regnen. Also fuhr meine Frau allein zur Kinderklinik, denn unser Kinderarzt war nicht da.

Nun klingelte mein Telefon, die Autowerkstatt, an meinem Suzuki Swift aus 2007, mit stolzen 25.000 Kilometern auf der Uhr, wäre die ABS-Steuerplatine defekt und mit der ESP-Lampe leuchtend gibt es keinen Tüv. Die Reparatur kostet 2500 Schleifen.

Sind die noch ganz dicht? Das ist der halbe Wagenwert.

Meine Frau kam später mit dem Lütten aus der Klinik wieder. Diagnose: Streptokokken, Antibiotika, Quarantäne.

So viel zu unserer Wochenplanung.

Ein Gedanke zu „So ein Tag…

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