Silvester nicht mehr in der Jugendherberge

Für unseren Sohn brach eine kleine Welt zusammen, als ich ihm erklärte, dass wir nicht mehr über Silvester in eine Jugendherberge fahren. Seit er denken kann, war es eben jedes Jahr so, dass wir uns mit befreundeten Familien für einige Tage in einer Jugendherberge trafen, um gemeinsam Silvester zu feiern. Wir haben damit gute und weniger gute Erfahrungen gemacht, die allerdings, zumindest teilweise, auch meiner Zöliakie-Erkrankung etwas zu tun haben.

Es war in jedem Jahr eine Diskussion, auch wenn es im letzten Jahr in der Jugendherberge Trier bisher am besten geklappt hat.

Hier die Berichte aus den letzten Jahren:

Ich wollte nicht mehr.

Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, zum Beispiel stellte sich für uns auch die Frage des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Spätestens seit wir einen Wohnwagen unser eigen nennen, können wir als Familie für die rund 600 Euro, die die vier Tage in der Jugendherberge für uns drei kosten, einfach mehr Urlaub woanders machen. Die gesamte Nachsaison auf dem Campingplatz Terspegelt hat nicht mehr gekostet und da waren die gesamten zwei Herbstferien-Wochen mit drin. Alles geht halt nicht.

Eine andere Familie hatte in Trier ihr Debüt und dabei festgestellt, dass dies nicht unbedingt sein muss, wir denen trafen wir uns dann einfach bei uns zu Hause. Es war das erste Mal, dass wir über Silvester daheim geblieben sind. Es wurde ein sehr entspannter Abend und unser Kind hat dann die Jugendherberge doch nicht so sehr vermisst und sich mit seinen Freunden am Feuerwerk der jüngeren Nachbarn erfreut.
Während der sonstigen Ferientage waren wir noch mit dem Sohn im Kino, in Eiskönigin 2, soweit ich sehen konnte, waren sonst nur Mädchen anwesend. Den Sohn hat das aber nicht davon angehalten den  Abspann mitzusingen, was zu sehr überraschten Blicken führte.

Es singt erstaunlich hoch, überraschend laut und wirklich gut. Auch wenn er mir daheim manchmal den letzten Nerv raubt, da er es fertig bringt den ganzen Tag zu singen, in solchen Momenten bin ich sehr stolz auf ihn.

Ich singe nicht.

Bereits zu den „Durch Open“ im Brazilian Jiu Jitsu (BJJ) in Nimwegen „the biggest BJJ event in the Netherlands“ hatte ich mir einen kleinen Husten eingefangen, der sich über die Feiertage entwickelt und fest gesetzt hat. An Sport war die ganze Zeit nicht zu denken, das einzige, was hier rollte, war ich auf dem Weg zur Waage.

Somit starte ich das neue Jahr wie so ziemlich jedes der letzten Jahre, mit Intervall-Fasten. Dass ich da nicht der einzige bin, zeigen mir die hohen Zugriffszahlen auf die entsprechenden Artikel über „Intermittent Fasting“ in meinem Blog. 😉

Was meinen üblichen Blick in das Haushaltsbuch angeht, der muss dieses Jahr leider ausfallen, ich habe eine meiner Festplatten versehentlich gelöscht und ausgerechnet das von mir sehr aufwendig geführte Haushaltsbuch hatte ich bei der Datensicherung vergessen.

Shit happens.

Ich kann aber zumindest berichten, dass wir unseren Anteil an Bio-Lebensmitteln erneut erhöhen konnten und den Fleischkonsum unter die Vorgaben der WHO senken konnten. In diesen Punkten haben wir also die guten Vorsätze aus dem letzten Jahr voll erfüllt, auch wenn ich die konkreten Zahlen in diesem Fall leider schuldig bleiben werde.

Für das Jahr 2020 bleiben die Vorsätze aber prinzipiell gleich:

  • Insgesamt weniger konsumieren, also weniger kaufen, dafür aber wenn möglich hochwertiger
    Dies hat in 2019 funktioniert, die Ausgaben für die Lebenshaltung konnten wir deutlich senken, leider ist meine Statistik futsch.
  • Mehr „BIO“ kaufen, den Bio-Lebensmittelanteil möchte ich kontinuierlich steigern
    Auch hier kamen wir in 2019 auf knapp 20%, also mehr, als im Vorjahr.
  • Weniger Fleisch konsumieren, die Zielvorgabe ist innerhalb der WHO-Empfehlung zu bleiben
    Wir sind in 2019 zum ersten Mal unter die 31,5kg je Person gerutscht, da geht aber noch mehr, also weniger.
  • Weniger Müll erzeugen, einfacher gesagt, als getan, denn oft bedeutet „Bio“ mehr Verpackung, leider
    Hier sind wir in 2019 gescheitert, zumindest konnte ich keine Reduzierung feststellen.
  • Nachhaltiger Einkaufen, stets getreu dem Motto: „Brauche ich das wirklich?“
    Siehe Punkt 1, wir haben weniger Geld auch im Breich „Non-Food“ ausgegeben.
  • Weniger Dinge besitzen, muss ich etwas verbrauchtes oder kaputtes wirklich ersetzen?
    Hier ist noch viel zu tun, wir haben für meinen Geschmack immer noch viel zu viel Krempel, aber wir haben im Dezember eine Kleinanzeigen-Aktion begonnen und uns so von einigem zusätzlich Ballast trennen können.

 

Es gibt aber eine persönliche Ergänzung, denn ich habe mir vorgenommen der Trainer C Schein im Judo abzulegen und in meinem kleinen Verein ein wenig zu helfen. Es geht bereits in diesem Monat los mit einem Wochenende in Duisburg, darauf bin ich sehr gespannt.

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