Silversurfer

Heute war es soweit, ich habe meinem Vater (67), bei sich zu Hause, das Internet zugänglich gemacht. Da er bereits einen Kabelanschluss und auch „Digital TV“ gebucht hatte, wurde es durch zubuchen des 32.000er (!) Internet-Zugangs sogar fünf Euro je Monat günstiger als vorher, und das inkl. Telefon-Flat. Jetzt kann er sich die 15,00 Euro Monats-Grundgebühr für die Telekom auch noch sparen. Er ist nun zehnmal schneller im Internet als ich.
Naja, zumindest theoretisch. 😉

Den Umgang mit PC und Internet muss er noch etwas üben, so eine Tastatur hat ja schon verdammt viele Tasten und ist ja nicht einmal alphabetisch sortiert.  🙂

Als ich mich bemühte, das Internetangebot mit den Augen eines Menschen zu sehen, der so etwas gar nicht kennt, wurde mir die ungeheure Menge an Informationen, die da auf einen nieder prasselt, plötzlich wieder bewusst.

Ich habe seit 25 Jahren einen Computer und seit 15 Jahren Internet, eigentlich ganz typisch für jemanden in meinem Alter, denke ich. Auch wenn ich sicher kein Computerfreak bin, ganz im Gegenteil, ist man doch an den Umgang und an das Filtern von Informationen am Bildschirm irgendwie gewohnt. Mein Vater konnte es gar nicht fassen, wie schnell ich den sinnvollsten Treffer einer Google-Suche herausgepickt hatte.

Da steht mir noch eine Menge Arbeit bevor. Aber ich finde mein Vater hat sich ganz tapfer geschlagen, ihm machte es sichtlich Spaß, als er erkannte, wie schnell man über das Internet an Informationen kommen kann.

Jetzt kann er auch endlich dieses Blog lesen und hat auch eine E-Mail-Adresse.

Der Anschluss durch seinen Kabelanbieter brachte ein Problem mit sich, nur die Kabeldose im Wohnzimmer war gut genug für das Internet, der PC steht aber im Schlafzimmer. W-Lan wollte ich ihm ungern zumuten, da geht zu oft etwas schief und ich will ja auch nicht dauerhaft bei ihm zu Besuch sein. Daher dachte ich an Netz über Steckdose.

Bei uns zu Hause funktioniert das super gut. Ich habe vor einiger Zeit für unser Büro ein Dreier-Set Devolo dLAN 200 Avplus Network Kit (200 MBit) gekauft, das kostet aber nicht gerade wenig. Ich schaute nach einer preiswerteren Alternative und wurde auch fündig.

Das TP-Link PA211 Starter kit war die richtige Entscheidung, preiswerter als das Devolo Set aber mit dem gleichen Funktionsumfang. Eingesteckt und alles funktionierte auf Anhieb, super, wenn es nur immer so einfach wäre. 🙂

Die Gehäuse sind in der Haptik etwas primitiver, aber das rechtfertigt kaum den doppelten Preis. Warum hatte ich eigentlich das andere Set gekauft? Bisher habe ich noch nichts größeres bei meinem Vater am Rechner aus dem Internet geladen, daher kann ich noch nicht sagen, wie schnell die Teile wirklich sind, das hängt ja auch maßgeblich von den verbauten Stromkabeln ab. Zum Surfen für meinen Dad reicht die Geschwindigkeit allemal.

Wenn er in der Zukunft in seiner persönlichen Chill-Zone einen Media-Receiver an einem aktuellem Flatscreen hat, kann er ja bei voller 32000er Geschwindigkeit HighDef-Filme live streamen, dann macht der Anschluss zumindest mal richtig Sinn. 🙂

Den Satz hat er vermutlich nicht vollständig verstanden, aber ich fahre ja noch einige mal zu ihm, um ihm die Wunderwelt der modernen Kommunikation zu erklären.

So, und jetzt schicke ich ihm ein aktuelles Bild von seinem Enkel per E-Mail.

 

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